Kurzfristige Koop-Anfrage Schulamt für Flüchtlingshilfe-App

Moderator: Aktive Fachschaft

Anne Grauenhorst
Erstie
Erstie
Beiträge: 11
Registriert: 14. Okt 2014 11:51

Kurzfristige Koop-Anfrage Schulamt für Flüchtlingshilfe-App

Beitrag von Anne Grauenhorst »

Liebe Studierende,

das staatliche Schulamt Darmstadt-Dieburg sucht dringend interessierte Studierende für die Begleitung eines Schulprojektes für Flüchtlinge.

Frau Weber möchte mit Berufsschülern eine App/Plattform erarbeiten, über die Flüchtlinge und Bürger in direkten Kontakt treten können, z. B. um Unterstützung anzubieten/anzufragen. Eine Moderierung und Registrierung ist angedacht.

Sie fragt nun, ob 1-2 Informatiker der TU Darmstadt das Projekt fachlich begleiten wollen.

Einladung zum ersten Treffen
der interessierten Kooperationspartner
des Projekts wel.com.de

Donnerstag, den 17. September 2015
Eleonorenschule in Darmstadt, Julius-Reiber-Straße 1, 64295 Darmstadt (Raum siehe Aushang

16:00 Uhr bis ca. 17:30 Uhr
Folgende Punkte sind für den Austausch angedacht/ werden von mir vorgeschlagen:

• Vorstellung der Kooperationspartner
• Vorstellung der Projektidee
• Austausch
• Mögliche Aufteilung der Teilaufgaben
• Klärung der Finanzierung
• Ablaufplan
• Vereinbarung von nächsten Treffen

Projektskizze:
„wel.com.de“- Direkter Kontakt zu Flüchtlingen mit der Möglichkeit einer individuellen Unterstützung

Hintergründe des Projekts:

„Am besten finde ich momentan menschlich- individuell bezogene Patenschafts- Modelle. Es sind nur 800.000, also 1% neue Migranten da bis Ende des Jahres, das heißt, ich sehe 99 Leute und dann einen Migranten.
Wenn sich jede Familie um einen kümmert, haben wir kein Problem. Das Problem ist die Massierung und Konzentration in Lagern“ (Jürgen Gündel, 8.9.15)

Am Wochenende (5.6./09.) haben ca. 7000 Flüchtlinge Deutschland erreicht. Der größere Teil der Bevölkerung heißt diese Menschen in Not willkommen und ist bereit zu helfen. Doch der behördliche Gang und der vorgesehene Prozess sehen vor, die Flüchtlinge in Aufnahmelagern unterzubringen und zu separieren.

Ein direkter Kontakt zu der Bevölkerung ist nicht möglich. Die Unterstützung seitens der Bevölkerung beschränkt sich auf Sach- und Geldspenden. Eine reale Begegnung ist so gut wie auszuschließen, dabei besitzt über 80% der Flüchtlinge ein Smartphone, ist in der Online Kommunikation versiert und spricht mehrere Sprachen. Die Idee ist, eine direkte Kommunikation zu ermöglichen und auf direktem Weg Kontakt herstellen Unterstützungsangebote zu unterbreiten-.

Projektbeschreibung:

Das Vorhaben verfolgt die Idee, eine Onlineplattform zu installieren, die einen direkten Kontakt zwischen einem einzelnen Flüchtling und einer oder mehreren Personen aus der Bevölkerung möglich macht. „Man kommuniziert miteinander. Kommunikation macht Spaß, man tauscht sich aus, es entsteht das Gefühl von Nähe. Das Projekt ist ein Versuch das Gefühl der Ohnmacht und der Abhängigkeit seitens der Flüchtlinge aufzulösen. es besteht die Möglichkeit sich individuell zu informieren- „das Warten“ zu verkürzen.“

Bei den Schulen handelt es sich um ein Schulprojekt, an dem sich die Schülerinnen und Schüler in unterschiedlicher Form beteiligen, wie z.B. Informationen sammeln, Flüchtlinge interviewen, Netzwerkfreiwillige finden, Kontakte herstellen, Visualisierung des Vorhabens.

Eine aktive Gruppe (Informatiker) erarbeitet die technischen Voraussetzungen und installiert die Plattform. Eine erste Idee für die Plattform sieht eine Grobunterscheidung in vier Sprachen vor (Arabisch, Englisch, Französisch und Deutsch) und eine Kategorisierung in Fach- oder Sachgebiete, wie Aufenthaltstitel, Schule, Gesundheit, Familie, Kontakt etc. Es sind Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen, die vermutlich eine Registrierung auf beiden Seiten notwendig machen.

Zeitgleich entsteht ein Netzwerk von ehrenamtlich wirkenden Fachexperten und Unterstützern, die die angeforderten Dienste/ Anfragen entgegen nehmen und bearbeiten. Parallel besteht die Möglichkeit auf Dolmetscher zurück zu greifen, die die Anfragen und die Antworten übersetzen.

Projektpartner:
2 Berufsschulen (Heinrich-Emanuel-Merck-Schule, Erasmus-Kittler-Schule), ein Gymnasium (Eleonorenschule) und die Technische Universität Darmstadt stellen die Projekt- und Kooperationspartner, um zunächst die technischen Erfordernisse und Voraussetzungen zu schaffen, dar.

Ziel:
Schnelle, kompetente und direkte Hilfestellung, die den Flüchtling unmittelbar erreicht. Überwindung der Anonymität und der gefühlten Distanz, in der sich Flüchtlinge wie auch die hiesige Bevölkerung aufhalten. Die Möglichkeit eines sofortigen Kontakts, der Fragen und Nähe auf beiden Seiten zulässt. Es ist ein Weg „das Fremde“ auf beiden Seiten zu überwinden und sich näher kennen zu lernen.
Die Flüchtlinge können sich informieren und eine Form des „privaten Kontakts“ wahrnehmen jenseits der behördlichen Betreuung und Zuständigkeit.
Sensibilisierung für die jeweils andere Kultur und ein Wecken des Interesses für die Lebenswirklichkeit des anderen.

Rahmen des Projekts:
0. Gewinnung der Projektpaten
1. Treffen der Projektpartner (17.09.2015 Eleonorenschule)
2. Planung und Koordination des Arbeitsprozesses, Bildung von Arbeitsgruppen und Teilprojekten (September2015-November 2015)
3. Zusammenführung der Teilergebnisse
4. Veranstaltung mit Medienbeteiligung (Dezember2015)
5. Plattform wird online geschaltet?

Projektpatin: Bettina Weber (Initiatorin des Projekts „wel.com.de“ (die Domain ist bereits gekauft)

Bettina Weber
Frauenbeauftragte Lehrkräfte
Staatliches Schulamt
für den Landkreis Darmstadt-Dieburg
und die Stadt Darmstadt
Rheinstraße 95
64295 Darmstadt
Tel.: +49 6151 3682-495
Fax: +49 611 327671282
E-Mail: Bettina.Weber@kultus.hessen.de
Internet: http://www.schulamt-darmstadt.hessen.de

Zurück zu „Offtopic“