AWF Bauinformatik

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Natchen
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AWF Bauinformatik

Beitrag von Natchen » 2. Feb 2012 12:56

Hört jemand Vorlesungen aus dem Anwendungsfach Bauinformatik und kann eine Rückmeldung geben wie er die Vorlesungen findet und wie komplex diese sind. Bzw. ob Vorwissen gebraucht wir das man als reiner Informatik Student nicht besitzt.

MaMaj
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Re: AWF Bauinformatik

Beitrag von MaMaj » 2. Sep 2012 23:50

Das würde mich auch interessieren. Ich suche gerade nach einem geeigneten AWF für mein, im WS12/12 beginnendes, Masterstudium.

Bitte keine Scheu! :wink:

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Maeher
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Re: AWF Bauinformatik

Beitrag von Maeher » 3. Sep 2012 17:33

Im Grunde hörst du da 5 Vorlesungen, in denen versucht wird alles was bei uns in 8 Kanoniken vorkommt mal zu erwähnen.
Alles extrem oberflächlich, mit einigen wenigen (sehr überraschenden weil scheinbar wahllos) Vertiefungen zu irgendwelchen Themen.

Es gibt da Programmieraufgaben in VB.net und C#. Die Aufgabenstellungen sind sehr schlecht und völlig unzulänglich gestellt. Aber es wird gefordert, dass man exakt die richtige aller möglichen Interpretationen auswählt. :)

Drei der Vorlesungen werden mündlich geprüft. Der Modus dafür ist sehr seltsam. Man bekommt eine Aufgabe, die sehr allgemein ist. Sowas wie "Es gibt eine Firma die baut Brücken. Brücken können aus Holz, Beton oder Stahl sein. Brücken müssen geprüft werden. Entwerfen sie für die Firma eine Software." Man hat dann ne halbe Stunde Zeit das zu bearbeiten und sitzt danach mit zwei anderen beim Prof und Assi und darf vorstellen was man gemacht hat.


Obwohl das alles recht seltsam ist, sind die Vorlesungen für einen Informatikstudent eigentlich trivial. Wenn du dein Anwendungsfach auswählen willst, weil es interessant ist und du etwas neues aus einem anderen Bereich lernen möchtest, solltest du nen anderes wählen.
Wenn du ohne viel Aufwand die 30CP fürs AWF in zwei semestern haben willst, ist Bauinformatik genau das richtige für dich.

Daniela
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Re: AWF Bauinformatik

Beitrag von Daniela » 5. Sep 2012 11:29

Ich kann Maeher eigentlich nur zustimmen.

Die Vorlesungen "Informatik im Bauwesen 1/2" sollten eher als "Informatik für Bauingenieure 1/2" getitelt werden. Darin lernt man Grundlagen der Programmierung, UML, SQL, OOP. Bauingenieure können diese Vorlesung zwar eigentlich erst hören, wenn sie schon eine Einführung in die Programmierung gemacht haben, aber es wird dennoch wieder bei 0 angefangen. Dies ist vielleicht auch deshalb nötig, weil bisher in jeder der Vorlesungen eine neue Sprache benutzt wurde. Die meisten Vorlesungen decken sich untereinander noch inhaltlich zu einem Teil, sodass es nicht viel spannender wird. Die Vorlesung "Hochleistungssimulation" ist da eine angenehme Ausnahme, denn sie wird von ausserhalb gehalten und hat so einen höheren Anspruch und anderen Stoff.

Strukturell ist es bei diesen Vorlesungen so, dass es jeweils eine Vorlesung in der Woche gibt, dazu unregelmäßig Übungen. Die erste Übungsaufgabe ist selten aufwändiger als ein helloworld, mit ordentlich und dreifach genug Zeit, die zweite Übungsaufgabe dann ist deutlich aufwändiger mit etwas weniger Zeit. Dies wiederholt sich dann für die 3. bzw. 4. Übungsaufgabe wieder. Die beiden aufwändigen Übungsaufgaben kann man komplett daheim bearbeiten, allerdings sind sie in der Tat total schwammig gestellt, sodass man in die Übungsstunde kommen sollte, um zu sehen, ob man in die richtige Richtung programmiert.

Die Klausuren fand ich nicht so sonderlich schwer. Es werden immer 3-4 Leute zugleich halbschriftlich geprüft. Man bekommt einen Aufgabenzettel "Sie sind ein Verkehrsunternehmen und wollen eine Software haben, um ihren Fuhrpark zu managen. Machen Sie mal!". Dann kann man da mit UML oder ER Diagrammen und ein wenig Freitext dran rum basteln. Nach einer Zeit stellt man das vor der Gruppe vor, andere können (falls man was vergessen hat) ihren Senf dazu geben und der Prof und Assistent stellen noch Fragen. Danach wird eine kurze Frage zum Vorlesungsstoff gestellt (die andere Aufgabe fand ich recht unzusammenhängend zur Vorlesung) und man wird gefragt, eine Kleinigkeit zu programmieren (z.B. eine Methode um 3x3-Matrizen miteinander zu multiplizieren).

Insgesamt fand ich es bisher einerseits angenehm, dass vieles schon bereits bekannt ist als Informatiker, andererseits strukturell recht nervig, dass der Aufwand für die Übungen sich so ungleich und unvorhersehbar über das Semester verteilt.

Hört wer von euch nächstes Semester CAE/CAD?

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