Fazit Anwendungsfach BWL im Master

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Xelord
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Fazit Anwendungsfach BWL im Master

Beitrag von Xelord »

Hallo,
da die Informationen über das Anwendungsfach doch eher mager sind, wollte ich hier mal kurz schreiben, wie ich die Prüfungen und die Vorlesungen empfunden habe.
Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 1 (gehalten von Prof. Stock-Homburg): Die Vorlesung war sehr trocken, dass es kaum Spass gemacht hat. Dies spiegelte sich dann auch in der Prüfung wieder. Es wurde nur auswendig abgefragt, was dazu führte, dass man nur wissen muss, was --- wortwörtlich --- in den Folien stand. Zusatzliteratur ist nicht erforderlich gewesen.
Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 2 (gehalten von Prof. Domschke): Vorlesung war wenig spannend gehalten, aber der Stoff durchaus sehr interessant. Die Klausur war fair, aber sehr schwer, wenig Reproduktion. Die Verfahren aus der Vorlesung mussten angewendet werden und gut verstanden sein. Das Buch von Herrn Domschke (Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre) ist wichtig für die Vorlesung.
Buchführung (gehalten von Prof. Quick): Sehr gute Vorlesung, sehr netter Professor. Die Vorlesung hat alles vermittelt, was man zur erfolgreichen Buchführung benötigt. Sehr interaktiv, es wurde Wert darauf gelegt, dass es von den Studenten verstanden wird. Die Klausur war sehr fair. Hat man gelernt, kann man eine gute Note schreiben. Klare Empfehlung.
Kosten- und Leistungsrechnung (gehalten von Prof. Quick): Lehrveranstaltung vom Stil wie Buchführung. Klausur war doch etwas schwerer und von der Zeit sehr knapp kalkuliert, aber dennoch machbar.
Marketing (gehalten von Prof. Stock-Homburg): Gute Vorlesung mit interessanten Inhalten und vielen Beispielen. Allerdings die Klausur ist unfair. Der Schwierigkeitsgrad wird über die Maße gesteuert. Das Skript musste komplett auswendig --- wortwörtlich --- gelernt werden (!!!). Damit war die Klausur nur schlecht in der Zeit machbar, weil die letzten Aufgaben noch nicht mal mehr gelesen werden konnten (ca. 40 Seiten Klausur mit 90 Minuten)
Bilanzierung (gehalten von Prof. Quick): Typische Quick-Veranstaltung. Klare Empfehlung, hat Spass gemacht.
Unternehmensführung (gehalten von Prof. Pfohl): Vorlesung unbrauchbar, es wurde noch nicht mal aus dem Buch vorgelesen. Keine Inhalte vermittelt, somit reicht es das Buch (ja, das komplette Buch) auswendig zu lernen. Gefragt wird sonst nichts. Klausur dann aber fair, wenn man das ganze Buch gelernt hat.
Operations Research (gehalten von Prof. Domschke): Gute Vorlesung mit fairer Klausur.
Supply Chain Management (gehalten von Prof. Meyr): Vorlesung habe ich nicht besucht. Mündliche Prüfung war sehr hart.
Finanzierung (gehalten von Prof. Schiereck): Gute und spannende Vorlesung. Noch ein wenig unkoordiniert, weil der Prof. neu ist. Klausur ist fair, wenn man die Verfahren gut gelernt hat.


Im Allgemeinen war BWL als Anwendungsfach eine Fehlentscheidung, da die Art der Veranstaltungen nur auf --- wortwörtliches --- Wissen und nicht auf Verständnis ausgelegt sind. Man musste wenig denken. Desweiteren verstehe ich noch immer nicht, warum die CP-Vergabe zwischen Diplom und Master so extrem variiert, sodass man eine Fach mehr belegen muss um die 20 SWS zusammen zu bekommen.
Zuletzt geändert von Xelord am 30. Mär 2009 09:52, insgesamt 1-mal geändert.

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unschuldslamm
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Re: Fazit Anwendungsfach BWL im Master

Beitrag von unschuldslamm »

Xelord hat geschrieben: Desweiteren verstehe ich noch immer nicht, warum die CP-Vergabe zwischen Diplom und Master so extrem variiert, sodass man eine Fach mehr belegen muss um die 20 SWS zusammen zu bekommen.
Weil der Elitefachbereich- FB1 seine Elitediplomstudiengänge nun in einen EliteBachelor-Master packen musste - dort aber auch nur 180+120 CP vergeben darf... also senkt man die CP Angaben pro Veranstaltung.... das ganze ist halt nur etwas für Elitestudierende.....

und das AWF ist zwar ein AWF in einem Studiengang des FB20, verantwortlich dafür ist aber der FB1... d.h. da ist (sogut wie) nichts mit "verhandeln" - entweder nehmen wir das AWF mit den CP Angaben so wie der FB1 es vorschlägt... oder es würde gar nicht angeboten....

;-)
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foo
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Re: Fazit Anwendungsfach BWL im Master

Beitrag von foo »

Xelord hat geschrieben: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 1 (gehalten von Prof. Stock-Homburg): Die Vorlesung war sehr trocken, dass es kaum Spass gemacht hat. Dies spiegelte sich dann auch in der Prüfung wieder. Es wurde nur auswendig abgefragt, was dazu führte, dass man nur wissen muss, was --- wortwörtlich --- in den Folien stand. Zusatzliteratur ist nicht erforderlich gewesen.
Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 2 (gehalten von Prof. Domschke): Vorlesung war wenig spannend gehalten, aber der Stoff durchaus sehr interessant. Die Klausur war fair, aber sehr schwer, wenig Reproduktion. Die Verfahren aus der Vorlesung mussten angewendet werden und gut verstanden sein. Das Buch von Herrn Domschke (Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre) ist wichtig für die Vorlesung.
Buchführung (gehalten von Prof. Quick): Sehr gute Vorlesung, sehr netter Professor. Die Vorlesung hat alles vermittelt, was man zur erfolgreichen Buchführung benötigt. Sehr interaktiv, es wurde Wert darauf gelegt, dass es von den Studenten verstanden wird. Die Klausur war sehr fair. Hat man gelernt, kann man eine gute Note schreiben. Klare Empfehlung.
Kosten- und Leistungsrechnung (gehalten von Prof. Quick): Lehrveranstaltung vom Stil wie Buchführung. Klausur war doch etwas schwerer und von der Zeit sehr knapp kalkuliert, aber dennoch machbar.
Die zitierten Vorlesungen habe ich auch im Rahmen meines AWF besucht und kann prinzipiell zustimmen. Die BWL 1 Vorlesung war einfach nur eine Qual, besonders durch das Gehabe der Dozentin, was alles nur noch verschlimmert. Stofflich sind es eben Grundlagen, da kann man jetzt nicht die maximale Spannung erwarten, aber dann alles 1:1 aus den Folien abfragen ... naja, wem's gefällt. Lerneffekt gegen 0. Grob gesprochen ein heisser Anwärter auf die schlechteste Vorlesung an der TU.

BWL 2 ist stofflich und methodisch am ehesten was für Informatiker, aber die Klausur war schon ziemlich hart. Es kamen soweit ich mich erinnern kann nur komplett neue Aufgabentypen, die erstmal eine Textseite Erklärung erfordert haben. Das wird dann recht stressig in der Prüfung, aber zum Glück schreibt man die Klausur quasi mit sehr vielen Ersties zusammen, sodass man dann am Ende doch noch gut wegkommen kann.

Die Vorlesungen von Prof. Quick sind klasse. Hier lernt man wirklich etwas und er schafft es, den Stoff sehr angenehm und plastisch rüberzubringen (und das ist bei den Rechnungswesen-Themen nicht selbstverständlich). Man sollte sich nur nicht von der geringen CP-Anzahl täuschen lassen, denn die spiegeln den Arbeitsaufwand nicht korrekt wieder. Das hat Prof. Quick sogar selbst so gesagt, ihm sind die Hände aber gebunden.

Entgegen aller Empfehlungen habe ich übrigens keine Bücher benutzt, war auch nicht nötig IMHO - soweit ich weiss, konnte alles mit Hilfe der zur Verfügung gestellten Materialien gelernt & gelöst werden.

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Absolut Lord
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Re: Fazit Anwendungsfach BWL im Master

Beitrag von Absolut Lord »

foo hat geschrieben:
Xelord hat geschrieben: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 1 (gehalten von Prof. Stock-Homburg): Die Vorlesung war sehr trocken, dass es kaum Spass gemacht hat. Dies spiegelte sich dann auch in der Prüfung wieder. Es wurde nur auswendig abgefragt, was dazu führte, dass man nur wissen muss, was --- wortwörtlich --- in den Folien stand. Zusatzliteratur ist nicht erforderlich gewesen.
Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 2 (gehalten von Prof. Domschke): Vorlesung war wenig spannend gehalten, aber der Stoff durchaus sehr interessant. Die Klausur war fair, aber sehr schwer, wenig Reproduktion. Die Verfahren aus der Vorlesung mussten angewendet werden und gut verstanden sein. Das Buch von Herrn Domschke (Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre) ist wichtig für die Vorlesung.
Buchführung (gehalten von Prof. Quick): Sehr gute Vorlesung, sehr netter Professor. Die Vorlesung hat alles vermittelt, was man zur erfolgreichen Buchführung benötigt. Sehr interaktiv, es wurde Wert darauf gelegt, dass es von den Studenten verstanden wird. Die Klausur war sehr fair. Hat man gelernt, kann man eine gute Note schreiben. Klare Empfehlung.
Kosten- und Leistungsrechnung (gehalten von Prof. Quick): Lehrveranstaltung vom Stil wie Buchführung. Klausur war doch etwas schwerer und von der Zeit sehr knapp kalkuliert, aber dennoch machbar.
Die zitierten Vorlesungen habe ich auch im Rahmen meines AWF besucht und kann prinzipiell zustimmen. Die BWL 1 Vorlesung war einfach nur eine Qual, besonders durch das Gehabe der Dozentin, was alles nur noch verschlimmert. Stofflich sind es eben Grundlagen, da kann man jetzt nicht die maximale Spannung erwarten, aber dann alles 1:1 aus den Folien abfragen ... naja, wem's gefällt. Lerneffekt gegen 0. Grob gesprochen ein heisser Anwärter auf die schlechteste Vorlesung an der TU.

BWL 2 ist stofflich und methodisch am ehesten was für Informatiker, aber die Klausur war schon ziemlich hart. Es kamen soweit ich mich erinnern kann nur komplett neue Aufgabentypen, die erstmal eine Textseite Erklärung erfordert haben. Das wird dann recht stressig in der Prüfung, aber zum Glück schreibt man die Klausur quasi mit sehr vielen Ersties zusammen, sodass man dann am Ende doch noch gut wegkommen kann.

Die Vorlesungen von Prof. Quick sind klasse. Hier lernt man wirklich etwas und er schafft es, den Stoff sehr angenehm und plastisch rüberzubringen (und das ist bei den Rechnungswesen-Themen nicht selbstverständlich). Man sollte sich nur nicht von der geringen CP-Anzahl täuschen lassen, denn die spiegeln den Arbeitsaufwand nicht korrekt wieder. Das hat Prof. Quick sogar selbst so gesagt, ihm sind die Hände aber gebunden.

Entgegen aller Empfehlungen habe ich übrigens keine Bücher benutzt, war auch nicht nötig IMHO - soweit ich weiss, konnte alles mit Hilfe der zur Verfügung gestellten Materialien gelernt & gelöst werden.
ich schließe mich den ausführungen vollkommen an.

worauf ich aber hinweisen möchte ist, dass in der KLR klausur rechen-/verschreibefehler einfach fatal sind.
leistet man sich einen kleinen verschreiber (statt 100.000 nur 10.000 hingeschrieben) zu beginn einer aufgabe und rechnet alles weitere korrekt, es ist kein folgefehler: alle nachfolgenden ergebnisse werden als falsch gewertet. diese vorgehensweise vereinfacht die klausurkorrektur ungemeint, ist aber für den studierenden im hinblick auf die (durchaus völlig korrekte) anwendung der geübten methoden sehr bitter.
entsprechende kommentare auf dem einsicht-zettel zu schreiben ist vollkommen sinnlos, da in den musterlösungen ausdrücklich zeilenweise korrekte werte/ergebnisse gefordert werden.
... if a machine, a terminator, can learn the value of human life, maybe we can too ...

ABD
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Re: Fazit Anwendungsfach BWL im Master

Beitrag von ABD »

Könnt ihr Tipps geben bei wem man sich als Diplomer in BWL A und bei wem in BWL B prüfen lassen sollte?

Mit welchen Profs habt ihr gute Erfahrungen gemacht?

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