Diskussion zu Zulassungsbeschränkungen

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das Wesentliche
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Diskussion zu Zulassungsbeschränkungen

Beitrag von das Wesentliche »

Diskussion zu Zulassungsbeschränkungen

Wie angekündigt, fand heute eine Diskussionsrunde zum Thema Zulassungsverfahren statt. Dabei wurden unter anderem die drei prinzipiellen Möglichkeiten keine Zulassungsbeschränkung, Numerus clausus und Eignungsfeststellungsverfahren mit ihren Vor- und Nachteilen diskutiert. Weiterhin wurden die Verfahren und ihre möglichen Ausprägungen hinsichtlich zuvor definierter Kriterien analysiert. Das Thema wird in der nächsten Sitzung des LuSt dann gemeinsam mit den anderen Statusgruppen fortgeführt.

(Dieser Beitrag von Matthias Götz erschien auf das Wesentliche.)

fetzer
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Re: Diskussion zu Zulassungsbeschränkungen

Beitrag von fetzer »

Was waren denn die Ergebnisse?

mgötz
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Re: Diskussion zu Zulassungsbeschränkungen

Beitrag von mgötz »

Bei der Diskussion kam es nicht zu einer Lösung die alle befürworten. Jedoch denke ich das folgendes die Meinung der Mehrheit wiederspiegelt. Sollte der Ansturm durch die verteilte Umstellung in Hessen (genaue Verteilung liegt uns noch nicht vor) nicht zu stark ausfallen, sprach sich die Mehrheit gegen eine Zulassungsbeschränkung aus. Ist jedoch der Ansturm so groß, dass ein Studium nicht mehr angemessen möglich wäre, soll es eine Zulassungsbeschränkung geben. Dabei haben wir anhand der Ziele
  • angemessene (nicht zu große) Anzahl an Studienanfängern um Studierbarkeit zu gewährleisten,
  • Studienanfänger mit hoher Erfolgsaussicht,
  • Transparenz (Bewerber sollten möglichst sicher wissen, ob sie genommen werden oder nicht),
  • Aufwand der Bewerber (sollte auch fair verteilt sein),
  • Aufwand für den Fachbereich,
  • befristete Beschränkung für Bewältigung von G8,
  • schnelle Rückmeldung und
  • nicht mehr Studenten als nötig vom Studium auszuschließen
ein Eignungsfeststellungsverfahren der folgenden Form als beste Variante diskutiert.

Alle Bewerber mit einer Hochschulzugangsberechtigungs-Note (HZB) bis einer Grenze werden direkt angenommen. Alle Bewerber mit einer HZB-Note ab einer Grenze werden direkt abgelehnt. Alle Bewerber dazwischen müssen einen Fragebogen ausfüllen, welcher über die Zulassung entscheidet. Dabei stellen wir uns den Fragebogen als geleitetes Motivationsschreiben vor. Die genaue Ausprägung in Form von Festlegung der Grenzen oder Entwurf des Fragebogens ist jedoch noch offen.

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mantra
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Re: Diskussion zu Zulassungsbeschränkungen

Beitrag von mantra »

mgötz hat geschrieben:Bei der Diskussion kam es nicht zu einer Lösung die alle befürworten. Jedoch denke ich das folgendes die Meinung der Mehrheit wiederspiegelt. Sollte der Ansturm durch die verteilte Umstellung in Hessen (genaue Verteilung liegt uns noch nicht vor) nicht zu stark ausfallen, sprach sich die Mehrheit gegen eine Zulassungsbeschränkung aus. Ist jedoch der Ansturm so groß, dass ein Studium nicht mehr angemessen möglich wäre, soll es eine Zulassungsbeschränkung geben. Dabei haben wir anhand der Ziele
  • angemessene (nicht zu große) Anzahl an Studienanfängern um Studierbarkeit zu gewährleisten,
  • Studienanfänger mit hoher Erfolgsaussicht,
  • Transparenz (Bewerber sollten möglichst sicher wissen, ob sie genommen werden oder nicht),
  • Aufwand der Bewerber (sollte auch fair verteilt sein),
  • Aufwand für den Fachbereich,
  • befristete Beschränkung für Bewältigung von G8,
  • schnelle Rückmeldung und
  • nicht mehr Studenten als nötig vom Studium auszuschließen
ein Eignungsfeststellungsverfahren der folgenden Form als beste Variante diskutiert.

Alle Bewerber mit einer Hochschulzugangsberechtigungs-Note (HZB) bis einer Grenze werden direkt angenommen. Alle Bewerber mit einer HZB-Note ab einer Grenze werden direkt abgelehnt. Alle Bewerber dazwischen müssen einen Fragebogen ausfüllen, welcher über die Zulassung entscheidet. Dabei stellen wir uns den Fragebogen als geleitetes Motivationsschreiben vor. Die genaue Ausprägung in Form von Festlegung der Grenzen oder Entwurf des Fragebogens ist jedoch noch offen.
Bis zu dem Punkt mit dem Fragebogen klingt das nachvollziehbar und vernünftig. Aber wie soll der Fragebogen aussehen, ohne dass er manipuliert werden kann? Muss man die Aussagen dann mit Dokumenten belegen? Je freier dabei die Antworten ausfallen können, umso mehr sehe ich die Transparenz in Gefahr. Je geleiteter die Fragen gestellt sind, desto manipulierbarer wird der Fragebogen sein. Es gab mal einen Artikel über Online-Selbsttests, in dem diese zwar nicht besonders gut davonkommen, aber ich halte das Modell für eine Alternative. Man könnte auch einen freiwilligen Selbsttest vorschalten, aber um die Grauzone der Bewerber fair zu behandeln, fände ich einen "Eignungstest" auf dem Niveau solcher Selbsttests mit der Anforderung höchstens geringer fachlicher Vorkenntnisse sinnvoll. Man könnte natürlich auf die Fragen, die Vorkenntnisse benötigen, ganz verzichten und nur möglichst unbefangene Fragen über die Vorstellungen der Studieninhalte stellen. Aber bleiben da nicht höchstens eine Hand voll Fragen übrig, die dann nicht gerade für eine zuverlässige Auswertung ausreichen?

mgötz
Ehemalige Fachschaftler
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Registriert: 6. Apr 2009 20:38

Re: Diskussion zu Zulassungsbeschränkungen

Beitrag von mgötz »

mantra hat geschrieben:Bis zu dem Punkt mit dem Fragebogen klingt das nachvollziehbar und vernünftig. Aber wie soll der Fragebogen aussehen, ohne dass er manipuliert werden kann? Muss man die Aussagen dann mit Dokumenten belegen? Je freier dabei die Antworten ausfallen können, umso mehr sehe ich die Transparenz in Gefahr. Je geleiteter die Fragen gestellt sind, desto manipulierbarer wird der Fragebogen sein. Es gab mal einen Artikel über Online-Selbsttests, in dem diese zwar nicht besonders gut davonkommen, aber ich halte das Modell für eine Alternative. Man könnte auch einen freiwilligen Selbsttest vorschalten, aber um die Grauzone der Bewerber fair zu behandeln, fände ich einen "Eignungstest" auf dem Niveau solcher Selbsttests mit der Anforderung höchstens geringer fachlicher Vorkenntnisse sinnvoll. Man könnte natürlich auf die Fragen, die Vorkenntnisse benötigen, ganz verzichten und nur möglichst unbefangene Fragen über die Vorstellungen der Studieninhalte stellen. Aber bleiben da nicht höchstens eine Hand voll Fragen übrig, die dann nicht gerade für eine zuverlässige Auswertung ausreichen?
Wie bereits angesprochen wurde eine Ausgestaltung des Fragebogens nicht detailliert besprochen. Je nach Ausgestaltung werden die zuvor definierten Ziele mehr oder weniger gut erreicht. Der Fragebogen sollte jedoch in keiner Weise Informatikkenntnisse voraussetzen. Sondern eher die Bereiche Motivation, Vorstellungen vom Studium, etc. abdecken. Ein Vorteil des Fragebogens im Vergleich zu anderen Varianten ist der Aufwand für die Bewerber, dieser ist im Vergleich zu Gesprächen eher gering und vor allem für alle Bewerber gleich und bspw. nicht abhängig von der Entfernung.

Jedoch haben wir nun von der Kultusministerkonferenz weitere Informationen erhalten. Danach wird für das WS 12/13 eine ähnliche Anzahl an Bewerbern wie für das letzte WS erwartet, wodurch keine Zulassungsbeschränkung die bevorzugte Variante ist.

robert.n
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Re: Diskussion zu Zulassungsbeschränkungen

Beitrag von robert.n »

mgötz hat geschrieben:Der Fragebogen sollte jedoch in keiner Weise Informatikkenntnisse voraussetzen. Sondern eher die Bereiche Motivation, Vorstellungen vom Studium, etc. abdecken.
Voraussetzen sollte er sie nicht, aber er könnte schon Fragen beinhalten, die auf evtl. bestehendes Vorwissen abzielen. Wenn sich jemand schon vor dem Studium in Bereiche der Informatik eingearbeitet hat, dann sollte ihm das meiner Meinung nach auf jeden Fall positiv angerechnet werden. Es gibt vielleicht keinen besseren Indikator für die Motivation.

Einen direkten Nachteil sollte natürlich niemand haben, wenn er sich solches Wissen nicht angeeignet hat.

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