Struktur des Bachelor-Praktikums steht auf dem Prüfstand

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Maradatscha
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Re: Struktur des Bachelor-Praktikums steht auf dem Prüfstand

Beitrag von Maradatscha » 22. Apr 2010 21:10

yourmaninamsterdam hat geschrieben: Von daher finde ich es richtig, das BP auf den Prüfstand zu stellen, ich sehe da aber ganz andere Probleme als die betutorung. Gute Tutoren lösen nämlich nicht das zentrale konzeptionelle Problem, das einem wie ein Klotz am Bein hängt, während man versucht, die gewünschte Software zu bauen.
Dem kann ich vollkommen zustimmen.
Mir war nicht klar, das so eine grundlegende Reform auch möglich wäre.

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andreas
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Re: Struktur des Bachelor-Praktikums steht auf dem Prüfstand

Beitrag von andreas » 23. Apr 2010 00:40

Maradatscha hat geschrieben:
yourmaninamsterdam hat geschrieben: Von daher finde ich es richtig, das BP auf den Prüfstand zu stellen, ich sehe da aber ganz andere Probleme als die betutorung. Gute Tutoren lösen nämlich nicht das zentrale konzeptionelle Problem, das einem wie ein Klotz am Bein hängt, während man versucht, die gewünschte Software zu bauen.
Dem kann ich vollkommen zustimmen.
Mir war nicht klar, das so eine grundlegende Reform auch möglich wäre.
Naja... prinzipiell kann man alles komplett "umreformieren"; allerdings: Die Tendenz ist derzeit eher die, Veränderungen beim BP nur in kleinen Schritten einzuführen. Was ja auch nicht ganz dumm ist.

Im Lehr- und Studienausschuss wird nächste Woche u.a. über die "kleineren" Änderungen diskutiert, über die ich geschrieben habe. Mal schau'n, welche Meinungen und Diskussionen auf der Sitzung so aufkommen werden.
Inforz-Chefredakteur a.D. ;-)

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Thomas
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Re: Struktur des Bachelor-Praktikums steht auf dem Prüfstand

Beitrag von Thomas » 23. Apr 2010 00:59

andreas hat geschrieben:Im Lehr- und Studienausschuss wird nächste Woche u.a. über die "kleineren" Änderungen diskutiert, über die ich geschrieben habe. Mal schau'n, welche Meinungen und Diskussionen auf der Sitzung so aufkommen werden.
Übrigens: Der Ausschuss tagt gemäß der Grundordung der TU öffentlich. Wer Interesse an der Sitzung am 29.4.2010 hat, kommt einfach um kurz vor 14 Uhr in D120 vorbei. Die Sitzung findet um 14 Uhr s.t. im Piloty statt.
„Die Universität steht nunmehr vor der Aufgabe, die Lehre vor Qualitätseinbußen zu schützen, damit der dort vorhandene sehr gute Ruf gehalten wird.“
Rechenschaftsbericht des TU-Präsidiums 2009-2010 (Seite 20), angesichts von aktuell 23.000 Studenten und vor G8

yourmaninamsterdam
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Re: Struktur des Bachelor-Praktikums steht auf dem Prüfstand

Beitrag von yourmaninamsterdam » 23. Apr 2010 04:22

SmilingJ hat geschrieben: Für einen Studenten, der sich sonst nicht weiter mit SE beschäftigt, ist das die einzige Gelegenheit das mal "richtig" zu lernen - und später im Beruf wird er nicht darum rumkommen.
Eben das habe ich ja hinterfragt. Ich bin nicht der Meinung, bei dieser Methode handele es sich um eine in irgendeiner Weise "richtige" Vorgehensweise. Dabei war ich auch gleich so frei, das Argument mit "im echten Leben" und "später im Beruf" gleich vorwegzunehmen und zu beantworten.

Ich bin nicht der Ansicht, dass man praktische Arbeit an der Uni an schlechten Konzepten orientieren sollte, nur weil sie nach wie vor immernoch zu oft in der Realität verwendet werden.

Davon abgesehen ist "agil arbeiten" nicht das gleiche wie "nicht dokumentieren". Agile Konzepte fordern Tests und Dokumentationen genauso, wie klassische Konzepte. Nur dass dort eben ein Akzent auf Menschen und das Produkt gelegt wird und nicht auf Dokumentation. Wenn ich nur daran denke, wieviel Zeit wir in die Arbeit gesteckt haben, falsche, schlechte und unmachbare Dinge, die wir einst in die Dokumente geschrieben haben, wieder zu korrigieren und der Realität im Produkt anzupassen... und das ist bekanntlich bei Konzepten wie Wasserfall und UP unvermeidbar.

Insbesondere bei einem "überwachten" Projekt wie dem BP an der TU ist es kein größeres Problem, korrektes agiles Vorgehen inklusive zu entstehender Tests und hinreichend angemessener Doku zu fordern (insbesondere weil agiles Vorgehen ja auch inherent transparenter ist) als klassisches Vorgehen zu überwachen, das weitesgehend intransparent hingemogelt wird.

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