Foliendiskussionen

MaMaj
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Foliendiskussionen

Beitrag von MaMaj »

Hallo zusammen,

ich möchte diesen Thread starten, um jedem die Möglichkeit zu bieten diverse Seiten eines Foliensatzes bei Ungereimtheiten und Unsicherheiten diskutieren zu können.
Vielleicht bin ich ja auch alleine mit dem Problem, dass ich mich nicht mehr an jedes gesprochene Wort während des Semesters erinnern kann. Doch weil ich mir dieser, meiner Schwäche bewusst bin, möchte ich zu einigen Folien einige Fragen loswerden, um den genauen Sinn auch über die Vorlesung hinaus zu verstehen.

Da mir die Idee zu dem Thread gerade spontan gekommen ist, fange ich auch mal mitten im Lehrstoff an:

Foliensatz 10, Seite 23, Titel: Am Beispiel einer Gehaltssoftware lässt sich zeigen, dass technische und fachliche Änderungen in unterschiedlichen Zyklen erfolgen.

Frage: Wie ist die Folie genau zu verstehen? Sind das zwei unabhängige Zeilen (1. Fachliche Änderung <-> Technische Änderung UND 2. Nicht wiederverwendbar <-> Wiederverwendbar), oder gehören die jeweiligen Spalten beider Zeilen zusammen?

Sobald ich wieder etwas finde, was mir nicht klar ist, werde ich das an dieser Stelle posten. Vielleicht schließt sich ja noch der eine, oder andere an.

Gruß
Martin

MaMaj
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Re: Foliendiskussionen

Beitrag von MaMaj »

Foliensatz 10, Seite 37, Titel: Wer definiert Schnittstellen? – Einige beispielhafte Ausprägungen

Kann mir jemand bitte beispielhaft erklären, was auf dieser Folie unter einem "Submitted / Requested Interface" verstanden wird? Sprich: Was genau bedeutet der blaue Rahmen?

MaMaj
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Re: Foliendiskussionen

Beitrag von MaMaj »

Foliensatz 10, Seite 41, Titel: Die Quasar-Windmühle als Beispiel für strikte Trennung der Zuständigkeiten

Hier eine allgemeine Verständnisfrage bzgl. der Blutgruppen:

0-Software wurde einige Seiten zuvor definiert als: 
Unabhängig von Anwendung und Technik; Kombinationen
Ideal wiederverwendbar; Unabhängigkeit
Beispiel: Klassenbibliothek für Strings und Behälter

Dieser Definition bin ich auch im Internet nun einige Male begegnet.

Auf der o.g. Seite wird aber die Schnittstelle per se als 0-Software bezeichnet (siehe Quasar-Windmühlen Legende).

Mein Verständnis von 0-Software ist, dass es sich dabei auch um Komponenten handelt welche Interfaces definieren und verfügbar machen und nicht dass eine Schnittstelle als eigenständige 0-Software verstanden wird. So auch bei A-Software, welch eine fachliche Komponente darstellen kann inkl. ihrer Schnittstellen. Sonst würde eine A-Software welche eine Komponente abbildet in ihrer Gesamtheit eine A+0 Software darstellen...

... während ich das schreibe kommt mir der Gedanke an die Kombinationsmöglichkeiten der Blutgruppen die besagt: A + 0 = A
... Das wiederum widerlegt meine vorherige Aussage, dass Schnittstellen keine 0-Software sein können.
--- und noch ein Gedanke: Interfaces sollen Unabhängig von der dahinter liegenden Implementierung der exportierenden Komponente sein, sprich: Komponenten welche ein Interface nutzen können "erstellt" werden, ohne dass die Komponenten, welche diese Schnittstellen exportieren physikalisch vorhanden sein müssen (gilt natürlich nicht für die "Ausführung" der Interface-importierenden Komponente). Des Weiteren sind Interfaces wiederverwendbar für alle Komponenten, welche die fachliche / technische Funktionalität implementiern bzw. die vom Interface definierte Semantik befolgen. Und zu guter letzt: Eine Komponente spiegelt nicht die Anwendung, in welcher sie genutzt wird wieder (kann ja auch anderweitig verwendet werden) - somit auch nicht ihr exportiertes Interface - gleiches gilt bei fachlichen Komponenten für die nicht vorhandene technische Abhängigkeit.

... okay, ich glaube ich habe es mir selbst erklärt: Schnittstellen stellen idealerweise wirklich eine 0-Software dar...

MaMaj
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Re: Foliendiskussionen

Beitrag von MaMaj »

Weiter gehts...

Foliensatz 11, Seite 29, Titel: "Was gehört alles in den QM-Plan?"

"Kritikalitäten der einzelnen Liefergegenstände / Komponenten"

http://de.wikipedia.org/wiki/Kritikalit%C3%A4t

http://de.wiktionary.org/wiki/Kritikalit%C3%A4t

Diesen Satz hätte ich gerne etwas ausführlicher erklärt, da ich das Wort "Kritikalität" das erste Mal höre.

Geht es dabei um den Grad der Qualitäsüberwachung dieser Liefergegenstände / Komponenten (Einige Komponenten müssen strenger überwacht werden, als andere) ?

Aus Seite 35 schlussfolgere ich, dass mit der Kritikalität der Grad der Gefährdung bzgl. einer (wo und wie definierten?!) Gefahrenklasse gemeint ist. Dortiges Beispiel gibt die Kritikalität mit dem Grad "mittel" an und sagt, dass dieser Grad zwar bedeutet, dass die Akzeptanz der Kunden (?) bei bei einem Fehlverhalten des Webauftritts leiden kann, aber daraus keine Gefährdung des leiblichen Wohls entsteht.

leMaître
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Re: Foliendiskussionen

Beitrag von leMaître »

Hi..
Zu deinem 1. Beitrag: ich denke, sie gehören zusammen. Die technischen Änderungen kann man auch für andere Systeme o.ä. wiederverwenden, eine fachliche Änderung ist jedoch meistens auf eine Anwendung zugeschnitten.

2. Beitrag: Diese Folie soll denke ich nur verdeutlichen, was die darauffolgende schildert: "Schnittstellen einer Komponente definieren die Außensicht auf die Komponente". D.h. es wird verborgen, was im Inneren passiert. Die blauen Rechtecke sind meinem Verständnis nach verschiedene Typen von Schnittstellen.

MaMaj
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Re: Foliendiskussionen

Beitrag von MaMaj »

leMaître hat geschrieben:Hi..
Zu deinem 1. Beitrag: ich denke, sie gehören zusammen. Die technischen Änderungen kann man auch für andere Systeme o.ä. wiederverwenden, eine fachliche Änderung ist jedoch meistens auf eine Anwendung zugeschnitten.

2. Beitrag: Diese Folie soll denke ich nur verdeutlichen, was die darauffolgende schildert: "Schnittstellen einer Komponente definieren die Außensicht auf die Komponente". D.h. es wird verborgen, was im Inneren passiert. Die blauen Rechtecke sind meinem Verständnis nach verschiedene Typen von Schnittstellen.
Vielen Dank für die Antworten.

Aber genau dein letzter Satz zu meinem zweiten Beitrag entspricht meiner Frage: Wie genau unterscheiden sich diese "verschiedenen Typen von Schnittstellen"?

MaMaj
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Re: Foliendiskussionen

Beitrag von MaMaj »

Foliensatz 13, Seite 23, Titel: "Web-Client mit Java entwickeln"

Was genau wurde unter dem GWT Punkt mit "Größter Nachteil: Wartezeiten für Entwickler" gesagt? Welche Wartezeit wird gemeint? Compilierung? Weiterentwicklung seitens Google?

Auf Seite 18 wird noch Mal Bezug zum "Tempo" genommen: "Größter Nachteil ist die langsame Startzeit für den Entwickler"

Kann das mir vielleicht jemand ausführlicher erläutern?

Eine allgemeine Frage: Anders als die vorherigen Foliensätze ist Foliensatz 13 doch sehr "inhaltsleer". Viele seitenfüllende Bilder, wenig erläuternder Text. Ich weiß noch aus der Vorlesungseinheit, dass hier sehr stark der Fokuswechsel der Client-Seite von einer reinen, statischen Anzeige, hin zu einer logik-verarbeitenden Komponente aufgezeigt wurde. Dazu gehört die 1:1 Datenmodell Abbildung auf Client und Server, die Zustandslosigkeit des Servers, das dynamische Laden, verarbeiten und anzeigen von (Teil-)Inhalten auf dem Client, etc, sowie der Sinn, Zweck und Trend von RIAs. Aber sehr viel Infos kann ich nicht mehr extrahieren.
Habe ich noch irgendwas essentielles für die Klausur vergessen?

Alex_s
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Re: Foliendiskussionen

Beitrag von Alex_s »

Hallo.

@MaMaj
Foliensatz 11 Folie 28: Kritikalität.
Über das Wort bin ich auch gestolpert und vermute einen Übersetzungsfehler. Ich denke es handelt sich tatsächlich um den Grad der Gefährdung. Übersetzen könnte man criticality auch mit Gefährlichkeit.

Foliensatz 10 Folie 41: Quasar-Windmühle.
So wie ich das sehe, werden Schnittstellen tatsächlich als 0-Software angesehen. Es geht ja im Prinzip darum, dass man die Komponente einfach austauschen kann, ohne dass die Fachlichkeit geändert werden muss. Beispiel: Ersetzen der Datenbank. Die Schnittstelle wird an dieser Stelle idealerweise nicht angepasst, sondern nur die Komponente an sich. Daher wohl Wiederverwendbarkeit, Unabhängigkeit (sowohl Technisch, als auch Anwendung). Die gleiche Schnittstelle ließe sich auch in eine andere Anwendung portieren.

Foliensatz 13 Folie 23: Web-Client.
Mal abgesehen davon, dass GWT von Google nicht mehr gepflegt wird... Ich denke es ist tatsächlich die Kompilierzeit gemeint. Nach Anwurf von Google, scheint der Kompiler nicht sehr schnell zu sein.

In der Tat lässt sich aus Foliensatz 13 meiner Meinung nach nicht viel herausziehen. Ich denke das Grundverständnis von RIA sollte im Vordergrund stehen, sprich Präsentationslogik alleine im Client.


Und weil wir gerade dabei sind:

Foliensatz 2 Folie 29: Unterschiede zwischen CM und Anforderungsmanagement...
Unter dem Punkt Zusammenhänge / Anforderungsmanagement:
"Zur Arbeit benötigt man teilweise Klammer in Form von Anforderungsgruppen"

Was ist hiermit gemeint? Egal wie ich den Satz drehe oder wende. Ich werde nicht schlau daraus.

MaMaj
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Re: Foliendiskussionen

Beitrag von MaMaj »

Danke für die Antworten. Bzgl. deiner Frage: Ich werde heute den gesamten Stoff noch ein Mal wiederholen und mir dann auch bzgl. dieses seltsamen Satzes Gedanken machen. Dieser ist mir auch schon übel aufgestoßen...
Alex_s hat geschrieben:Hallo.

@MaMaj

...

Foliensatz 13 Folie 23: Web-Client.
Mal abgesehen davon, dass GWT von Google nicht mehr gepflegt wird... Ich denke es ist tatsächlich die Kompilierzeit gemeint. Nach Anwurf von Google, scheint der Kompiler nicht sehr schnell zu sein.
Was nicht bedeutet, dass GWT tot ist! :wink:
Aber das ist eine eigene Diskussion wert und hätte auch gerne kurz in der Vorlesung diskutiert werden können - ich habe über die Stimmung bzgl. GWT und Google im Netz gelesen und frage mich, wieso ein Unternehmen wie Capgemini uns hätte "veraltete" Dinge beibringen wollen.

Noch eine Frage meienerseits:

Foliensatz 14, Seite 50, Titel: "Regeln für den Entwurf von Komponenten"

"AL-Komponenten unterschiedlicher Kategorien sollen ausschließlich Kopplungen gemäß der Referenzarchitektur kategorisierte Anwendungslandschaft haben."


Ich bin anscheinend der deutschen Sprache nicht mehr mächtig, denn ich verstehe den Satz und insbesondere den Teil "gemäß der Referenzarchitektur kategorisierte Anwendungslandschaft" nicht! :cry:

MaMaj
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Re: Foliendiskussionen

Beitrag von MaMaj »

Alex_s hat geschrieben: Foliensatz 2 Folie 29: Unterschiede zwischen CM und Anforderungsmanagement...
Unter dem Punkt Zusammenhänge / Anforderungsmanagement:
"Zur Arbeit benötigt man teilweise Klammer in Form von Anforderungsgruppen"

Was ist hiermit gemeint? Egal wie ich den Satz drehe oder wende. Ich werde nicht schlau daraus.
Mir fällt kein Wort ein, mit welchem man das, imho fehlplatzierte Wort "Klammer" ersetzen könnte, damit der Satz irgendwie Sinn macht.
Auch das Wort Anforderungsgruppe kommt weder in diesem, noch in einem anderen Foliensatz ein zweites Mal vor. Direkt aus diesem Foliensatz abgeleitet würde ich unter einer Anforderungsgruppe die Systemanforderung bzw. Querschnittsanforderung als Gruppe verstehen. Auch das Internet liefert auf die Schnelle keine zufriedenstellende Definition.

Da sich aber der Punkt direkt auf den Punkt "Zusammenhänge -> Change Management -> Prozess ist (eher) auf einzelnes Ticket ausgelegt" bezieht und einen Unterschied zu diesem aufzeigen will, müsste ja irgendwie so etwas gemeint sein:

Die Bearbeitung / Änderung / Ergänzung / Verfeinerung (eben die o.g. Arbeit) an einer Anforderung erfordert einen Überblick über die Menge aller zusammenhängender Anforderungen (um z.B. keine redundanten Anforderungen durch die Änderung zu erzeugen, siehe Seite 25).

Aber hier müsste mal ein Offizieller ein Wort zu der Folie sagen.

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