Fragen bzgl. Mobile IP(v4)

ABD
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Fragen bzgl. Mobile IP(v4)

Beitrag von ABD » 24. Feb 2008 21:31

Zur Verwunderung auch hier ein paar offene Fragen ;-)

1.) Ich möchte nur zur Sicherheit wissen, ob auf allen Slides der MN eine gobale IP Adresse hatte, oder nicht.
Oder agieren sowohl HA, als auch FA als NAT?

2.a) Es gibt ja grundsätzlich 2 verschiedene Szenarien die CoA zu vergeben. Erster Fall: der FA bietet selbst seine "Dienste" an. Pakete können von ihm selbst ent- und verkapselt werden. Wenn der FA diesen Service NICHT anbietet, MUSS der MN selbst diese Arbeit übernehmen und gibt in dem Fall seine eigene (globale) IP Adresse als CoA an? In beiden Fällen ist doch aber die CoA eine global gültige IP Adresse (unique)

2.b) Fall es sich um KEINE globale Ip Adresse handelt, frage ich mich was auf Folie 7.9 der Vermerk unter CoA "COA is assigned by the FA or configured, e.g., via DHCP.
Ist in diesem Falle der FA der DHCP-Server und teil dem MB eine nur in seinem Subnet gültige (lokale) IP zu? Dann müsste der FA aber wie ein NAT agieren...

3) Folie 7.27: Ist der MN zum Zeitpunkt der registration bei FA(new) vollständig bei 2 Subnets angemeldet, oder ist es eher wie ein registration request zu sehen? Wenn ich es richtig verstanden habe, müsste ersteres der Fall sein.

4.) Ist de Stoff ab Folie 7.43 nicht mehr Prüfungsrelevant, oder erst ab Folie 7.79?

Matthias Hollick
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Re: Fragen bzgl. Mobile IP(v4)

Beitrag von Matthias Hollick » 25. Feb 2008 08:04

Hallo ABD

(1) die Home-IP war in allen Beispielen einen globale IP. "On the move" ist für die meisten gezeigten Beispiele egal, ob der MN im Fremdnetz eine lokale oder globale IP bekommt. Hier gibt es aber den FAll, dass der FA als eine Art NAT agiert.

(2a) In beiden Fällen ist die CoA eine global gültige (routbare) IP Adresse. Die CCoA (Collocated CoA), die ein MN sich selbst generiert (oder per DHCP zugewiesen bekommt), falls er vom FA keine IP bekommt muss ebenfalls routbar sein, d.h. diese CCoA ist einen Adresse des Fremdnetzes.

(2b) Genau, der FA oder ein alleinstehender DHCP weisen eine lokale Adresse zu. Der FA agiert in diesem Fall gewissermaßen als NAT (da er en- und decapsuliert, die Registrierung weiterleitet, Sicherheits beziehungen überprüft, ... hat er gegenüber einem NAT eine erweiterte Funktionalität).

Gruß

-- Matthias Hollick
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Re: Fragen bzgl. Mobile IP(v4)

Beitrag von Matthias Hollick » 26. Feb 2008 17:07

hallo,

habe ganz die unterfragen 3 und 4 übersehen, sorry:

3) die abbildung zeigt den ablauf vereinfacht. es gibt bei der optimierung des handovers zwei möglichkeit: (a) der knoten informiert den FA_old, meldet sich ab und wechselt zum FA_new. (b) wenn die verbindung schon abgerissen ist erfolgt mit der neuregistrierung bei FA_new die "deregistrierung" bei FA_old. es kann also eine gewisse zeit geben, in der zwei FAs denken, dass der MN bei ihnen registriert ist

4) im zweifel für die angeklagten ;-) ab 7.43 nicht mehr prüfungsrelevant

-- matthias hollick
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Re: Fragen bzgl. Mobile IP(v4)

Beitrag von ABD » 26. Feb 2008 18:57

na da habe ich doch mal nichts dagegen einzuwenden, wenn es nicht Prüfungsrelevant ist :)

Ist es möglich in IPv6 den Soft Handover zu erklären? Leider sind Script und meine andere Quellen im Moment noch etwas widersprüchlich und verwirrend.

Wenn ich es richtig verstanden habe gibt es nun den MAP zusätzlich

jeder Access Router bildet weiterhin sein eigenes Subnet.
Trotz Wegfalls des FA als CoA in IPv6 müsste ja nun, da der MN im neuen Subnet ist, der HA darüber informiert werden.
Dies geschieht jedoch nicht, wenn der MN in einer MAP-Domain ist und innerhalb dieser seinen AR wechselt.

Daher gibt es LCoAs und RCoAs.

Meine Frage, so denn bis hier hin alles richtig ist: Welche CoA ist denn bei dem HA hinterlegt? Die jeweils aktuelle LCoA oder die RCoA?

Und welche CoA wird beim Kapseln als Quelladresse angegeben, wenn der MN mit einem CN kommuniziert?

Matthias Hollick
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Re: Fragen bzgl. Mobile IP(v4)

Beitrag von Matthias Hollick » 26. Feb 2008 21:26

Hallo ABD,

die Terminologie von Hierarchial Mobile IP ist tatsächlich noch verwirrender als die Terminologie von Mobile IPv6 ... der "Trick" von MIPv6 ist, dass der HA den Wechsel zwischen ARs nicht mehr mitbekommt, sondern nur mit der RCoA kommuniziert. Lokal (also in dem zur RCoA gehörenden Netz) wird ein Wechsel der LCoA jeweils dem MAP mitgeteilt, so dass dieser in der Lage ist die an die RCoA gerichteten Pakete an die aktuelle LCoA weiterzuleiten ... (diese Zeilen machen sicher auch in einer ausserirdischen Sprache Sinn ;-)

Gruß

--Matthias Hollick
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