Linux in einer VM?!

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MaBo
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Linux in einer VM?!

Beitrag von MaBo » 1. Okt 2008 20:11

Hallöle, ich überlege Linux unter XP in einer VM laufen zu lassen. Ich glaube sowas auf Wolfgangs Rechner geshen zu haben?!
Welche VM-Software könnt ihr mir denn empfehlen?

Ich hab gesehen, dass nicht alle, bzw. kaum Treiber für mein Notebook unter Debian verfügbar sind. Weil ich ein Linux-Neuling bin, möchte ich erstmal nicht mein laufendes System zerballern, nur um dann wieder XP zu installieren. :wink:

Gruß Mathias

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ekuah
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Re: Linux in einer VM?!

Beitrag von ekuah » 1. Okt 2008 20:24

umsonst wäre zum beispiel der vm player, is vom gleichen hersteller der auch vm workstation herstellt, welches wesentlich mächtiger ist, dafür aber auch einiges kostet (um die 300 euro wenn ich mich richtig erinnere)
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Sebastian Hartte
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Re: Linux in einer VM?!

Beitrag von Sebastian Hartte » 1. Okt 2008 20:29

Ich hab gesehen, dass nicht alle, bzw. kaum Treiber für mein Notebook unter Debian verfügbar sind.
Die VM stellt dem Gast-System (in deinem Fall Linux) virtuelle Geräte zur Verfügung und erlaubt dem Gast-System meist nicht den direkten Hardwarezugriff auf das Host-System.

Daher sollte dies für Dich kein Problem darstellen.

Empfehlenswerte Software zur Virtualisierung: http://www.virtualbox.org/

Gruß,
Sebastian

mehlvogel
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Re: Linux in einer VM?!

Beitrag von mehlvogel » 1. Okt 2008 20:57

Um zu sehen "ob die Hardware funktioniert" würde es natürlich auch eine Live CD wie die Ubuntu CD tun (bzw. Ubuntu lässt sich auch "unter Windows" installieren, also als Datei in deinem Dateisystem).
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Re: Linux in einer VM?!

Beitrag von leviathan » 1. Okt 2008 22:22

Die Hardware sollte kein Problem für eine VM werden, es ist eben ein virtueller Rechner und hat daher emulierte Hardware (heißt dann so was wie VMware Virtual Graphic), die von den gängigen Linux-Distributionen "out-of-the-box" unterstützt wird.

Als ich vor einer Zeit damit rumgespielt habe, habe ich mir eine Trial-Lizenz über 30 Tage für VMware Workstation geholt (kostenlos auf deren Website), damit das VM eingerichtet, Ubuntu darauf installiert und alles nach meinem Bedarf konfiguriert, und danach Workstation runtergeschmissen, stattdessen VMware Player heruntergeladen und damit dann mit der VM gearbeitet.

Insgesamt ist eine VM nicht schlecht, wenn man mit einem neuen Betriebssystem rumprobieren möchte und/oder nicht auf seinem Rechner ein zweites System installieren will/kann. Als eine "Vollzeitlösung" hat es bei mir dann doch nicht hingehauen aus einer Reihe bestimmter Gründe, die wesentlichsten davon, dass das im Hintergrund laufende Windows einiges an Leistung wegfrisst und das VM dann definitiv langsamer läuft als wenn es direkt installiert ist, und dass der kostenlose VMware Player die Emulation der 3D-Grafikbeschleunigung nicht anbietet und somit die Grafikkarten-Features im VM kaum genutzt werden können.

Falls man aber unter Linux programmieren (programmieren lernen) möchte, und Windows doch als Hauptsystem behalten will, bietet es sich als eine gute Lösung für den Anfang an. Ob man dann später sich doch dazu entscheidet, Linux auf die feste Maschine dazuzuinstallieren oder Windoof ganz runterzuschmeißen, ist einem völlig offen. Ich komme inzwischen immer näher zu dem Punkt, wo ich lieber Linux auf Vollzeit laufen lasse und das wenige Windows-Zeug was ich brauche über wine dann auch dort bekomme :)
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Re: Linux in einer VM?!

Beitrag von Wolle » 1. Okt 2008 22:59

Also es ist kein Problem Deine Festplatte ein bischen um zu partitionieren, 2-3 GB (je nach gewünschtem Linux auch 5-7 GB) frei zu machen (ein in der VM installiertes Linux würde ja auch den gleichen Festplattenplatz fressen, warum also nicht gleich richtig?) frei zu schaufeln und mal ein paar Tage wirklich zu versuchen mit Linux klar zu kommen.

Meine ersten Gehversuche waren auch mit einer VM... und zum lernen find ichs nicht soooo toll...
Man hat dann doch Windows laufen und nimmt mal schnell das Windows Programm, weil man gerade doch keine Lust hat sich um das Problem Linux-seitig zu kümmern...
Dann drückt man sich vor den richtig spannenden Problemen der Linux-Lern-Phase. Ich erinnere mich an meine erste Debian Installation... wie doof ich geguckt hab, als die Graphik-Oberfläche nicht gleich mit dabei und mir eine Freund gesagt hat, dass man die selbst erst dazu basteln muß ^^ Waren das Zeiten ^^
Also um raus zu kriegen, ob man potentiell mal für 1-2 Monate komplett auf Linux umsteigt, würde ich es definitiv parallel zu Windows installieren und mich zwingen NICHT mal eben schnell um zu booten, weil ich gerade nicht weiß wie es unter Linux geht, sondern das Problem eben auch lösen und damit lernen.

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Re: Linux in einer VM?!

Beitrag von ekuah » 1. Okt 2008 23:01

habt ihr etwa alle nur nen laptop :D? also ich haben neben dem notebook noch nen desktop, auf dem notebook läuft linux und auf dem desktop win xp, hab die betriebssysteme also schonmal abgedeckt ;)

was mich atm nur wundert is, dass mir mein notebook mit dual core 2,0 ghz, 2 gig ram und installiertem ubuntu irgendwie langsam vorkommt, kann aber auch sein, dass meine wahrnehmung etwas gestört is 8[
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Re: Linux in einer VM?!

Beitrag von Wolle » 2. Okt 2008 00:46

Dektop-Rechner? Was ist das?
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Re: Linux in einer VM?!

Beitrag von ekuah » 2. Okt 2008 00:57

ca. 90% der rechner, die jeden tag im pool stehen :P

(ja du meintest das sicher nicht damit, sondern wohl eher notebook user sind cool, so oder so ähnlich denke ich es mir zumindest :D)
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Re: Linux in einer VM?!

Beitrag von Wolle » 2. Okt 2008 02:55

Die Rechner im Pool sind keine Rechner.
Das werdet Ihr heute beim LAB merken ;)
Das sind nur aufgerüstete Dampfmaschinen mit USB-Anschluß ^^
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Re: Linux in einer VM?!

Beitrag von mehlvogel » 2. Okt 2008 06:44

Wolle hat geschrieben: Dann drückt man sich vor den richtig spannenden Problemen der Linux-Lern-Phase. Ich erinnere mich an meine erste Debian Installation... wie doof ich geguckt hab, als die Graphik-Oberfläche nicht gleich mit dabei und mir eine Freund gesagt hat, dass man die selbst erst dazu basteln muß ^^ Waren das Zeiten ^^
Oder das erste Mal wenn man in vi gefangen ist ;)
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Re: Linux in einer VM?!

Beitrag von Dennis » 2. Okt 2008 10:17

1. Schläft denn keiner von euch? :wink:
2. VMware Server fällt mir noch ein (statt player). Der ist mittlerweile auch kostenlos und bringt imho nur den Nachteil, dass keine Multimediageschichten wie Sound oder DirectX dabei sind (Workstation 6.5 soll ja DX9 bis shader 2 beherrschen)

So, der Nutz film ist zuende... wieder mal zuhören.
...fragt stellvertretend für alle Freunde...

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Re: Linux in einer VM?!

Beitrag von fetzer » 3. Okt 2008 01:02

Jaa jetzt ists vorbei (danke für die vielen tollen Stunden mit euch =))...

aber zum Thema:
Ich als Linux-Nutzer wäre natürlich für eine Vollinstallation mit Windows in einer VM (z.b. Vmware, KVM oder für die, die sich damit auskennen auch XEN). Für Windows würde ich trotzdem Vmware empfehlen. AFAIK ist die 5er Version der Workstation sogar kostenlos. Ansonsten gibt es noch VirtualPC von M$ und VirtualBox, das hier schon genannt wurde.
Zum Lernen kann ich nur sagen, dass man von Anfang an voll auf Linux setzen sollte. Ubuntu, Suse, Mandrake oder RedHat/Fedora liefern schon schöne vorkonfigurierte Systeme aus. Wer sich schon näher damit befasst hat ist mir ArchLinux gut beraten, das Wiki dort gibt zu den meisten Fragen die richtigen Antworten. Genauso das Gentoo-Wiki, Gentoo selbst ist dann wiederum für Fortgeschrittene empfohlen, auch wenn man eigentlich alles copy&paste aus der Doku und dem Wiki kopieren kann. Wer sich wirklich mit Linux beschäftigen will und keine Scheu vor'm Lesen hat kann sich ruhig mal an einem LFS versuchen ;)

SmilingJ
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Re: Linux in einer VM?!

Beitrag von SmilingJ » 3. Okt 2008 10:25

Nur mal so .. es ist immerwieder erstaunlich, wie die Inf. Ersties sich jedes Sem. aufs neue auf Linux stoßen.

Ich möchte jetzt keinen OS krieg vom Zaun brechen, nur meine Erfahrungen schildern:

Ich habe ein paarmal vor und während des Studiums versucht auf Linux umzusteigen - und bin immerwieder an meinen geliebten Spielen gescheitert - oder an Hardware, die ich benutzen wollte und die dann nicht "einfach" ging, sondern nur (wenn überhaupt) mit viel gefrickel.

Man kann ein Informatik Studium sehr gut mit Windows (Max OS kenn ich persönlich nur von anderen Rechnern) bestreiten. Grade später wird man es zu schätzen wissen, wenn ein Programm/der Rechner einfach nur funktioniert ohne, dass man Stundenlang was einstellen muss.

Die einzigen male, wo ich Linux (speziell mit KDE) wirklich gut gebrauchen konnte war (La)Tex und die C/C++ programmierung in GDI 3, aber auch das war/wäre unter Windows zu schaffen - inzwischen gibt es da für Tex sehr schöne und einfach zu installierende Distributionen.

Was ich euch eigentlich sagen will: Steigt nicht auf Linux um, nur weil es cool ist als Inf ein Linux zu haben. Wenn ihr Windoof gewähnt seid, dann benutzt es weiter - ein Recher ist ein Arbeitsgerät und sollte in erster Linie genau dann funktionieren, wenn ihr es braucht. Wenn ihr euch bei einem Betriebssystem besonders gut auskennt - bleibt erstmal dabei.

Natürlich schadet es nix sich andere OS mal anzuschauen, aber das kann man auch auf einem 2. Rechner, auf den man nicht unbedingt angewiesen ist. Sollte (noch) kein 2. oder 3. Rechner zur Verfügung stehen, ist eine VM (Programme wurden schon genannt) das Mittel der Wahl.


//Nachtrag:
Bevor ich's vergess.. Mit Windows beziehe ich mich auf WinXP/Vista - mit den andern Win habe ich (studiumsbezogen) keine Erfahrungen, aber mit den genannten ist das alles kein Problem.
Drei Menschen können ein Geheimnis bewahren, wenn zwei von ihnen tot sind. - Benjamin Franklin

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Re: Linux in einer VM?!

Beitrag von d_s » 3. Okt 2008 14:42

SmilingJ hat geschrieben:Man kann ein Informatik Studium sehr gut mit Windows (Max OS kenn ich persönlich nur von anderen Rechnern) bestreiten. Grade später wird man es zu schätzen wissen, wenn ein Programm/der Rechner einfach nur funktioniert ohne, dass man Stundenlang was einstellen muss.
Klar, so will ich den Rechner auch benutzen. Interessanterweise musste ich an Windows aber immer länger rumfrickeln als an Ubuntu, bis ich es so benutzen konnte wie gewünscht ;) Dank Paketmanagement muss ich so gut wie gar keine Zeit mehr für Systemwartung und Installation von Software aufbringen. Es funktioniert einfach (fast) alles "out of the box".
Was ich euch eigentlich sagen will: Steigt nicht auf Linux um, nur weil es cool ist als Inf ein Linux zu haben. Wenn ihr Windoof gewähnt seid, dann benutzt es weiter - ein Recher ist ein Arbeitsgerät und sollte in erster Linie genau dann funktionieren, wenn ihr es braucht. Wenn ihr euch bei einem Betriebssystem besonders gut auskennt - bleibt erstmal dabei.
Dazu ein Aphorismus des Darmstädters (okay, er kam aus Ober-Ramstadt) Georg Christoph Lichtenberg: „Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“ Nur wer ernsthaft versucht, seinen Horizont zu erweitern, kann sich wirklich eine Meinung bilden.

Bevor jemand fragt: Mac OS X hab ich auch schon ausprobiert: Da ist vieles Schönes dabei, ich möchte aber nur ungern zum Mausschubsen verdammt sein ;)

Aber zurück zum Thema: Ich hab momentan ein Windows in einer VM (VMware Player unter Linux) laufen, damit ich Code auch unter Windows testen kann. Außerdem gibt es für mein GPS-Gerät keinen gescheiten Linux-Treiber und der Player kann USB-Geräte an VMs durchreichen. Man kann sich übrigens recht bequem mittels EasyVMX VMs anlegen. Spätere Konfigurationsänderungen nimmt man dann per Texteditor in der VMX-Datei vor, sofern sie nötig sein sollten.

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