Beispiel Klausur SS10 Aufgabe 7

anox
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Beispiel Klausur SS10 Aufgabe 7

Beitrag von anox »

Hallo allerseits,

Ich war grad dabei nochmal die Klausuren durchzugehen du uns zu Verfügung gestellt wurden. Jetzt hänge ich extrem bei der Aufgabe 7. Ich hab die Übung und das Tutorium dazu schon durchgemacht und hatte damit auch keine Probleme. Ich steh irgendwie auf dem Schlauch.
Vielleicht kann mir jemand nen Denkanstoß geben wieso in der Tabelle bei Litera m(A) in der Lösung bei p und n eine 2 steht. Ich verstehe nicht wie man auf die 2 kommt.

Wäre euch sehr dankbar

Gruß
Johannes

Daki
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Re: Beispiel Klausur SS10 Aufgabe 7

Beitrag von Daki »

Hallo, anox,

ich hänge gerade an genau derselben Aufgabe (das Tutoriumsbeispiel fand ich da nicht sehr hilfreich, btw), und wie es aussieht, ist es wohl wie folgt gedacht:

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a(A) :- l(X, A, Y)
ist gegeben. Du sollst um LITERAL verfeinern, wobei LITERAL jeweils ein Eintrag unter "Literal" (in der Tabelle) ist. D.h., die modifizierte Regel, die du ausprobieren sollst, ist ganz allgemein

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a(A) :- l(X, A, Y), LITERAL
Nehmen wir mal an, du willst die zweite Zeile in der Tabelle ausfüllen. Dann sollst du konkret folgende Regel ausprobieren:

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a(A) :- l(X, A, Y), m(X)
Jetzt gibst du du nacheinander alle a()-Beispiele (oben in der Aufgabenstellung) in diese Regel ein. Fangen wir mit a(v) an:

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a(v) :- l(X, v, Y), m(X)
Was dich ja interessiert, ist, was das m(X) werden kann. Also guckst du in dein Hintergrundwissen für l(), wo das zweite Element v ist. Dazu passt z.B. l(v, v, v). Also wieder einsetzen:

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a(v) :- l(v, v, v), m(v)
Jetzt steht da bei m() keine Variable mehr, sondern ganz konkret m(v). Jetzt guckst du wieder in deinem Hintergrundwissen nach und stellst fest: es gibt zwar m(r), m(s), m(x) und m(y), aber kein m(v). Also ist das so falsch. Jetzt gehst du also einen Schritt zurück und suchst nach (hoffentlich) besseren Beispielen für l(), wo aber immer noch das zweite Element v sein muss. Es gibt aber kein weiteres l(IRGENDWAS, v, IRGENDWAS). Also gehen wir wieder einen Schritt zurück und halten fest: a(v) ist kein geeignetes Beispiel, um

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a(A) :- l(X, A, Y), m(X)
wahr werden zu lassen. Das heißt, das gerade war für die Katz, und wir sind genauso schlau wie vorher.

Dann setzt du das nächste Beispiel, also a(w) ein, also konkretisierst du zu

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a(w) :- l(X, w, Y), m(X)
X muss bestimmt werden, geeignetes Hintergrundwissen dazu ist l(y, w, r), also muss X = y sein, also

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a(w) :- l(y, w, r), m(y)
Und siehe da, m(y) kommt im Hintergrundwissen vor. Das heißt, a(w) ist ein positives Beispiel.

Dieses Spielchen wiederholst du mit allen a(), die gegeben sind. für die in der Aufgabenstellung oben positiv markierten a machst du p in der aktuellen Zeile (momentan sind wir ja bei m(X)) um 1 größer. Für die negativen a(), die unsere momentan probierte Regel wahr werden lassen, machst du n um 1 größer. Wenn du alle a()-Beispiele für eine Zeile eingegeben hast, hast du eben p und n für diese Zeile ermittelt.

Und dieses Spielchen wiederum wiederholst du dann für alle übrigen Zeilen in der Tabelle, also setzt für LITERAL alle anderen nacheinander ein.

Ich hoffe, das war verständlich. ^^

Daki
Nein, mein Nick hat nichts mit Kissen zu tun!

MarioS
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Re: Beispiel Klausur SS10 Aufgabe 7

Beitrag von MarioS »

Und das soll unter "Realbedingungen" herausgefunden und dann auch durch exerziert werden? Na klasse..

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Freundschaft
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Re: Beispiel Klausur SS10 Aufgabe 7

Beitrag von Freundschaft »

top erklärung, danke dafür!
http://dershit.de/ - das ist der shit punkt de e.

anox
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Re: Beispiel Klausur SS10 Aufgabe 7

Beitrag von anox »

Danke für diese super ausführliche Erklärung, damit hätte ich nicht gerechnet :) Ich werde sie jetz mal durchgehen und sie versuchen nachzuvollziehen.
@MarioSm, ja wohl oder übel. Ich hab mich schon bei einigen aufgaben öfters "verguckt" und einfache sachen übersehen, wie das in der klausur wird will ich gar nich dran denken :cry:

anox
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Re: Beispiel Klausur SS10 Aufgabe 7

Beitrag von anox »

So jetzt hab ichs nochmal durchgespielt. Und siehe da ich habs verstanden ;) der Denkfehler lag daran, das ich übersehen habe, das ich die Regel verfeinern soll (heißt ja eigentlich das wir schon einen Schritt gemacht haben (Daher die Regel a(A) :- l(X,A,Y)) und es jetzt noch positive Beispiele haben, also die Regel noch verfeinern müssen).

Ich hab einfach vergessen es das ich das m(A) oder in deinem Beispiel m(X) noch an l(X,A,Y) anhängen muss.

Riesen Dank nochmal an dich. Jetzt hab auch ich es verstanden. Wie das morgen in der Klausur dann wirken wird, warten wir mal lieber ab, da bringt man eh immer irgendwas durcheinander :P

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