Übung 4 Aufgabe 1

strauß
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Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von strauß »

Hey,
ich habe eine Frage zu der MULÖ bei Übung 4 Aufgabe 1.
Dort heißt es auf Folie 6:
R1: (ABCDE. {{A,B},{D,E}}) f1: AB->CD, DE->AB, AB->δ
"2. NF nicht erfüllt, da in R1 C nur von E abhängt"

Aber das stimmt hier ja nicht, da C eben von AB abhängt. Von E hängt C in R4 ab..
Ist das also ein Schreibfehler und es müsste heißen: "2. NF nicht erfüllt, da in R1 C nur von AB abhängt"
oder habe ich einen Denkfehler :)

Steven
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Re: Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von Steven »

Die Musterlösung ist korrekt. Zur Bestimmung der Normalform betrachtest du die Schlüsselkandidaten, also {A,B}, {D,E}, {A,G}, {A,H}, {B,D,F}, {D,G}, {D,H}. Die zweite Normalform ist genau dann erfüllt, wenn alle nicht-Schlüsselattribute vollständig von den Schlüsselkandidaten abhängen, d.h. keines echte Teilmenge eines Schlüsselkandidaten darf alleine ein nicht-Schlüsselattribut bestimmen.
Nehmen wir den Schlüsselkandidaten {D,E}. Mit der FD E->C gilt, dass C allein von E bestimmt wird, wir das D im Schlüsselkandidaten also gar nicht brauchen, um C eindeutig zu bestimmen. Das verletzt die zweite Normalform.

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blackcomb
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Re: Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von blackcomb »

Ich hätte noch eine Frage zur 2NF:

In der MuLö wird auf S. 3 als Begründung für die Nicht-Erfüllung der 2NF angeführt, dass H partiell abhängig ist vom Schlüsselkandidat DG.
Meine Frage: Ist die partielle Abhängigkeit von H nicht irrelevant, da H doch selbst zu den Schlüsselattributen zählt?

Wie Steven auch schreibt, habe ich die 2NF so verstanden, dass alle Nicht-Schlüsselattribute vollständig von den Schlüsselkandidaten abhängen müssen. H ist aber in dem Beispiel kein Nicht-Schlüsselattribut.

ami_05
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Re: Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von ami_05 »

Hallo,
eine Frage dazu:

Wie werden eigentlich zusätzlich die Schlüssel
{A,B,F}, {A,G}, {A,H},
{B,D,F}, {D,G} und {D,H} ausgewählt und warum?

Danke und Gruß......

homeless
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Re: Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von homeless »

Ich habe das so verstanden. Prinzipiell muss man schauen, welche Attribute dazu führen, dass die Relation komplett und vor allem eindeutig abgebildet wird. Schlüsselkanditaten sind die kleinste Menge an Attributen, die eine Relation eindeutig darstellen. ( Deshalb stimmt meiner Meinung nach der Schlüsselkandidat {B,D, F} nicht. Da hier 3 Attribute die Relation beschreiben. Bei den anderen Schlüsselkandidaten sind es jeweils nur 2 Attribute.)

Nun zu deiner Frage wie man zu den anderen Schlüsselkandiaten kommt: Ich versuche es anhand des Schlüsselkandidaten {D,H} zu erklären.

es gilt H ->BF , BF-> EG, E-> C, jetzt fehlen noch die Attribute A und D, um die Relation vollständig darstellen. Jetzt fügst du D als Attribut hinzu (D bildet auf jedenFall sich selbst ab) Und nun schaust du welche Attribute oder Attributkombnation A abbilden. In unserem Falle durch DE-> AB. (E ist ja schon erhalten siehe letzte Zeile). Also folgt das {D,H} ein Schlüsselkandidat ist.

War das verständlich? Ich hoffe.

xAx
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Re: Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von xAx »

homeless hat geschrieben:Schlüsselkanditaten sind die kleinste Menge an Attributen, die eine Relation eindeutig darstellen. [...] ( Deshalb stimmt meiner Meinung nach der Schlüsselkandidat {B,D, F} nicht. Da hier 3 Attribute die Relation beschreiben. Bei den anderen Schlüsselkandidaten sind es jeweils nur 2 Attribute.)
Du hast die Minimal-Eigenschaft eines Schlüsselkandidats falsch verstanden. Ein Schlüssel S (Menge von Attributen) von Relation R ist minimal, wenn für jede echte Teilmenge T von S gilt: T ist kein Schlüssel von R mehr. Versuch das mal mit {B,D,F}, weder {B,D}, {B,F}, {D,F}, {B}, {D}, {F}, {}, sind Schlüsselkandidaten der Relation.
Nichts ist wie es scheint!
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ShabbY
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Re: Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von ShabbY »

Ich habe auch nochmal ne Frage zur Begründung der 2NF in der Mulö.

Ich habe es so verstanden, das die Normalform abhängig ist von dem Primärschlüssel. also wenn ich zum Beispiel {D,E} als Primärschlüssel wähle, Ist die Bedingung der 2NF (mit Primärschlüssel {D,E}) nicht erfüllt, da die FD (E->C) besagt das C nur von einem Teil des Schlüssels(von E) abhängig ist. So gehe ich Dann durch meine Schlüsselkandidaten durch. und wenn Es einen Primärschlüssel gibt für den Die Bedingung der 2NF erfüllt ist, so ist die Relation in der 2NF mit dem jeweiligen Primärschlüssel.

jetzt zu meinem Problem, wenn ich Primärschlüssel {A,B} wähle, finde ich keine FD die die Bedingung der 2NF verletzt. wo ist mein Denkfehler ?

Greetz ShabbY
bomberman > all

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blackcomb
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Re: Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von blackcomb »

ShabbY hat geschrieben:Ich habe es so verstanden, das die Normalform abhängig ist von dem Primärschlüssel.
Das glaube ich nicht; die Frage nach der höchsten erfüllten NF wird in den Übungen nie bezüglich eines bestimmten Primärschlüssels gestellt.

In den DKE-Folien auf S. 84 müsste es deshalb meiner Meinung nach auch statt
Eine Relation ist in 2NF wenn sie in 1NF ist und alle
Nichtschlüsselattribute vollständig vom Primärschlüssel
abhängen.
heißen:
Eine Relation ist in 2NF wenn sie in 1NF ist und alle
Nichtschlüsselattribute vollständig von allen Schlüsselkandidaten
abhängen.

ami_05
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Re: Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von ami_05 »

Vielen Dank für deine Antwort, ich denke dass ich es jezt verstanden habe... :D
homeless hat geschrieben:Ich habe das so verstanden. Prinzipiell muss man schauen, welche Attribute dazu führen, dass die Relation komplett und vor allem eindeutig abgebildet wird. Schlüsselkanditaten sind die kleinste Menge an Attributen, die eine Relation eindeutig darstellen. ( Deshalb stimmt meiner Meinung nach der Schlüsselkandidat {B,D, F} nicht. Da hier 3 Attribute die Relation beschreiben. Bei den anderen Schlüsselkandidaten sind es jeweils nur 2 Attribute.)

Nun zu deiner Frage wie man zu den anderen Schlüsselkandiaten kommt: Ich versuche es anhand des Schlüsselkandidaten {D,H} zu erklären.

es gilt H ->BF , BF-> EG, E-> C, jetzt fehlen noch die Attribute A und D, um die Relation vollständig darstellen. Jetzt fügst du D als Attribut hinzu (D bildet auf jedenFall sich selbst ab) Und nun schaust du welche Attribute oder Attributkombnation A abbilden. In unserem Falle durch DE-> AB. (E ist ja schon erhalten siehe letzte Zeile). Also folgt das {D,H} ein Schlüsselkandidat ist.

War das verständlich? Ich hoffe.

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Re: Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von ^Lara^ »

Hi,
ich hoffe du hast jetzt das richtige verstanden :) - das was homeless geschrieben hat ist falsch!! xAx hat die minimaleigenschaft richtig definiert und {B,D,F} ist auch ein Schlüsselkanidat!
Lg

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Re: Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von oren78 »

^Lara^ hat geschrieben:Hi,
ich hoffe du hast jetzt das richtige verstanden :) - das was homeless geschrieben hat ist falsch!! xAx hat die minimaleigenschaft richtig definiert und {B,D,F} ist auch ein Schlüsselkanidat!
Lg
Richtig ! xAx hat es exakt getroffen, habe gestern auch 2 leute erlebt die das falsch verstanden haben, daher nochmal: Minimalität, damit ist NICHT die anzahl der attributen gemeint !
"Unter allen menschlichen Entdeckungen sollte die Entdeckung der Fehler die wichtigste sein.", Stanisław Jerzy Lec

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Re: Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von xAx »

blackcomb hat geschrieben:
ShabbY hat geschrieben:In den DKE-Folien auf S. 84 müsste es deshalb meiner Meinung nach auch statt
Eine Relation ist in 2NF wenn sie in 1NF ist und alle
Nichtschlüsselattribute vollständig vom Primärschlüssel
abhängen.
heißen:
Eine Relation ist in 2NF wenn sie in 1NF ist und alle
Nichtschlüsselattribute vollständig von allen Schlüsselkandidaten
abhängen.
glaube ich mittlerweile auch, obwohl's sogar im buch so wie in den folien ist. aber wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Normalisie ... _.282NF.29) meint dazu:
Eine Relation ist genau dann in zweiter Normalform, wenn sie

1. in der ersten Normalform ist und
2. für jeden Schlüsselkandidaten (Key Candidate, KC) und jedes Attribut a der Relation gilt:
* a gehört zu KC oder
* a ist nicht von einer echten Teilmenge von KC abhängig.
Nichts ist wie es scheint!
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Re: Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von Jo(h)nny »

Steven hat geschrieben:Die Musterlösung ist korrekt.
ich glaube die musterlösung ist nicht richtig. Wenn man C streicht, dann erfüllt R1 die 2. NF, soweit alles ok, aber die eigentliche Frage lautete:
Uberprufen Sie nochmals, ob das Ergebnis die 3NF erfullt. Falls nein, wie mussen die Relationenschemata verandert werden um die 3NF zu erfullen?
R1, R2, R4 erfüllen die 3.NF. R3 erfüllt die aber nicht, weil für jeden Schlüsselkandidat transitive Abhängigkeiten existieren. Also z.B. für BF - G->H
Atomenergie ist wie Sex - im Prinzip genial, wenn man nur wüsste wohin mit den Endprodukten.

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^Lara^
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Re: Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von ^Lara^ »

Darüber habe ich auch eben nachgedacht, aber ich habe es mir jetzt so erklärt, dass du nur "relationen-intern" prüfst, also:

R4: {EC, {E}}, also ob auf EC die 3.NF mit E als Schlüssel erfüllt ist...

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Jo(h)nny
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Re: Übung 4 Aufgabe 1

Beitrag von Jo(h)nny »

nun ja, wenn die frage aber so gestellt ist, dann müsste man die R3 auch noch verändern, da steht ja nirgendwo, dass man nur R1 verändern soll, deswegen ist die musterlösung falsch
Atomenergie ist wie Sex - im Prinzip genial, wenn man nur wüsste wohin mit den Endprodukten.

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