Modulare Modellbildung Gleichungen

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Modulare Modellbildung Gleichungen

Beitrag von Firehouse » 1. Mär 2011 19:19

Bei der Übung 12 steht in der Musterlösung sowas:

Flussgleichungen:
U.I - R1.I = 0
R1.I - L.I - C.I = 0
L.I - R2.I = 0
C.I + R2.I - U.I = 0

Nun bin ich etwas verwirrt, dass dort fast überall ein - steht. Laut meinem Klausurhilfszettel gilt für Flussgleichungen F1 + F2 + F3 = 0.
Und wenn es nur das wäre, könnt ich ja einfach akzeptieren dass da wohl immer ein - hin muss. Doch warum ist in der letzten Gleichung da aufeinmal ein +?

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JanM
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Re: Modulare Modellbildung Gleichungen

Beitrag von JanM » 1. Mär 2011 22:16

das ding ist, dass der eine eingang positiv ist und der andere negativ und damit addierst du teilweise negative zahlen auf

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Re: Modulare Modellbildung Gleichungen

Beitrag von chillkroete » 2. Mär 2011 19:20

Hätte dazu auch noch eine Frage
Warum werden bei der 12.2b) die Gewichtskräfte plötzlich negativ angenommen.
-K.G2 - D.G2 - M.G + F = 0
Und in der Übungsklausur (Aufgabe 9) wieder positiv
A.G + S.G1 = 0 ; S.G2 +M.G = 0

Hier ist ja sowohl der Ein- als auch der Ausgang positiv, oder hängt das irgendwie mit der äußeren Kraft F zusammen?

Firehouse
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Re: Modulare Modellbildung Gleichungen

Beitrag von Firehouse » 2. Mär 2011 22:49

JanM hat geschrieben:das ding ist, dass der eine eingang positiv ist und der andere negativ und damit addierst du teilweise negative zahlen auf
Macht zwar soweit Sinn, allerdings müsste es, wenn zb. R1.I negativ wäre, trotzdem nicht U.I + R1.I = 0 heißen? Sonst krieg ich ja doch wieder ne Addition und werde nicht auf 0 kommen..

Entweder der eine Eingang ist negativ (dann muss ein + hin) oder, er ist positiv, aber ich muss mir irgendwie zusammenreimen, dass da ein - hin muss. Wie kann mich mir das aber jetzt zusammenreimen?

@chillkroete
In der Sprechstunde heute wurde mir das so erklärt, dass die Gewichtskraft eben nach unten zeigt, also in entgegengesetzte Richtung. Somit muss es abgezogen werden. (Macht nicht unbedingt Sinn imo, aber ich reproduziere nur)

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Re: Modulare Modellbildung Gleichungen

Beitrag von Sepp » 3. Mär 2011 00:34

@chillkroete: Es macht durch aus Sinn, denn wie schon erwähnt, wirkt die Gewichtskraft (also die ganzen Gs) nach unten, die äußere Krafteinwirkung F dagegen nach oben (sprich entgegengesetzt). Ich denke, es würde keinen Punkteabzug geben*, wenn man die Gleichung als K.G2+D.G2+M.G - F = 0 schreiben würde. Verdeutlicht halt nur, dass F nicht auch noch an der Masse zieht, sondern "dagegen drückt".

@Firehouse: JanM hat Recht. Schau dir dazu mal die Folien (gms-13 F.13) an. Dort siehst du, dass überall noch die Flussrichtung (der große Pfeil unter dem Element und zwischen den U's) angegeben ist und die Flussvariablen mit -I und +I für die passende Richtung angegeben sind.
Wenn du nun auf den elektrischen Schaltkreis aus der Aufgabe schaust, siehste z.Bsp. für die letzte Flussgleichung, dass es sich hier um den Ausgang des Kondensators, Ausgang des zweiten Widerstands und den Eingang der Spannungsquelle handelt. Jetzt schauste wie oben angegeben in die Elemente-Tabelle und guckst nach was für die Eingänge steht und was für die Ausgänge.
Daraus ergeben sich dann zwei positive I's (Kondensator und Widerstand) und ein negatives I (Spannungsquelle). Dann noch die Modulnamen (C, R2 und U) anhängen und das ganze zusammen setzen. Schon haste deine Flussgleichung wie in der MuLö.

(Und nur weil bei den anderen drei Gleichungen immer ein Minus steht, heißt das ja nicht, dass alle Flussvariablen negativ sind. :-)

Bei der Modularen Modellierung lohnt es sich, nicht zu sehr auf den Sinn zu achten, auch wenn durch aus einer vorhanden ist. :D


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Re: Modulare Modellbildung Gleichungen

Beitrag von chillkroete » 3. Mär 2011 11:28

Alles klar danke, macht schon Sinn das Ganze. Man muss sich das also ausm Zusammenhang zusammenreimen

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