Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Prof. Karsten Weihe
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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von Prof. Karsten Weihe » 9. Jul 2015 10:24

hololol2 hat geschrieben:Ich habe meinen Code auch nicht auswendig gelernt.
Ich habe mir lediglich am jeweiligen Tag auf dem Weg nach Darmstadt für ca 20 Minuten meinen Code durchgelesen, da die Bearbeitungszeit schon eine Weile her war.
Damit stellen sich mir zwei Fragen (an alle):

1. Warum glauben manche Studierende, sie müssten ihren Code auswendig lernen, wenn es doch auch anders geht? Haben diese Studierenden recht damit, dass sie individuell tatsächlich ihren Code auswendig lernen müssen, während andere das nicht müssen? Oder machen sich diese Studierenden unnötig viel Arbeit?

2. Was genau ist eigentlich die Semantik, mit der die verschiedenen Foristen hier die Formulierung "auswendig lernen" verwenden? So beinhart auswendig gelernt, dass man den Code wie ein Gedicht "herbeten" kann oder mit allen Details vor seinem geistigen Auge hat, oder was genau?

hololol2 hat geschrieben: Außerdem hatte ich schon bei der Implementierung auf möglichst intuitiven Code geachtet, d.h. mein Code war vermutlich nicht sonderlich performant und so, aber dafür sehr einfach zu verstehen und nachzuvollziehen
Das könnte auf jeden Fall eine Antwort auf meine erste Frage oben sein.

KW

Prof. Karsten Weihe
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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von Prof. Karsten Weihe » 9. Jul 2015 10:59

Janina hat geschrieben: Da habe ich die komplette Aufgaben am Tag vor dem Testat noch einmal bearbeitet und mir mehrmal den Code angesehen, im Testat konnte ich leider wenig davon abrufen.
Hmh, früher habe ich die Drittprüfungsgespräche mit den Studierenden des Fachbereichs Informatik geführt, und genau solche Aussagen habe ich immer wieder gehört, daher geht bei mir gerade eine rote Lampe an.

Sich zielgerichtet die essentiellen Punkte aus einem längeren Text anzueignen, ist eine generelle akademische Kompetenz, die Sie bei der Testatsvorbereitung nicht so recht anwenden konnten, wenn ich Sie recht verstanden habe. Sich "mehrmal den Code angesehen" zu haben, reicht halt nicht (nicht einmal bei eigenen Texten). Aktive Aneignung ist notwendig - und muss auch nicht viel Zeit kosten.

KW

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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von Nullmann » 9. Jul 2015 12:50

Prof. Karsten Weihe hat geschrieben: 1. Warum glauben manche Studierende, sie müssten ihren Code auswendig lernen, wenn es doch auch anders geht?
Ich für meinen Teil war mir einfach unsicher, auch so die Testate bestehen zu können.
Beim zweiten Teil war es bei mir sogar so, dass ich vergessen hatte, die evalaute-Methode zu lernen und hatte mir diese dementsprechend seit 2 Wochen nicht mehr angeschaut. Diese wurde bei mir im Testat gelöscht, ich konnte sie aber wiederherstellen. Daraus würde ich schließen, dass ich es zwar gekonnt hätte, aber nicht sicher genug war. Selbst im Nachhinein betrachtet würde ich behaupten, dass das so am Sinnvollsten war.

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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von Janina » 9. Jul 2015 13:28

Prof. Karsten Weihe hat geschrieben:
Sich zielgerichtet die essentiellen Punkte aus einem längeren Text anzueignen, ist eine generelle akademische Kompetenz, die Sie bei der Testatsvorbereitung nicht so recht anwenden konnten, wenn ich Sie recht verstanden habe. Sich "mehrmal den Code angesehen" zu haben, reicht halt nicht (nicht einmal bei eigenen Texten). Aktive Aneignung ist notwendig - und muss auch nicht viel Zeit kosten.
Ja, Sie haben mich schon richtig verstanden. Bei den Theorie Testaten fällt es mir deutlich leichter, weil ich mir aufgrund der Fragestellung in der Aufgabe, den Wiki Seiten und den Open Learnware Videos schon viele Fragen des Tutoren denken kann. Habe ich allerdings keine solche, sagen wir mal Hilfestellung, fällt es mir tatsächlich schwer, mich auf essentielle Dinge in einem Text zu konzentrieren, bzw. sie mir zu merken.
Auch wenn das jetzt bestimmt zu sehr von Thema abweicht (tut mir leid) , haben Sie vielleicht Tipps?
Zuletzt geändert von Janina am 9. Jul 2015 13:30, insgesamt 1-mal geändert.

Prof. Karsten Weihe
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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von Prof. Karsten Weihe » 9. Jul 2015 13:30

Janina hat geschrieben: Auch wenn das jetzt bestimmt zu sehr von Thema abweicht (tut mir leid) , haben Sie vielleicht Tipps?
Kommen Sie doch einmal direkt auf mich zu.

KW

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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von M3ph1st0 » 9. Jul 2015 17:54

Prof. Karsten Weihe hat geschrieben: Aktive Aneignung ist notwendig - und muss auch nicht viel Zeit kosten.
Ich persönlich habe am Tag vor dem Testat meinen eigenen Code aktiv (Gedankengänge nachvollzogen) zweimal abgetippt (rund 1 Stunde) und war beim ersten Testat nach rund 4 Minuten fertig. Diese Methode hat sich bei den weiteren Testaten ebenfalls bewährt und ich konnte mein Zeit sogar noch weiterdrücken. Dazu ist zu sagen, dass ich mich davor sehr gut in die Themen eingearbeitet habe und mich währenddessen viel mit meinem Code beschäftigt habe (Stichwort Optimierung).
Dies würde ich als aktive Aneignung bezeichnen und ich bin damit sehr gut gefahren.

Vielleicht ist einer der Gründe, seinen Code auswendig zu lernen, dass man noch keine Routine im "Programmieren" hat und somit häufiger nachdenkt, wie man seine Gedanken jetzt in JavaCode bekommt. Somit ist "freies" Programmieren im Testat nicht möglich, da man häufig die Kniffe noch googlen muss, um seine Ideen umzusetzen. Ein auswendig gelernter Code vermittelt einem eventuell die nötige Sicherheit.

Exceptionalist
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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von Exceptionalist » 9. Jul 2015 18:14

M3ph1st0 hat geschrieben:
Vielleicht ist einer der Gründe, seinen Code auswendig zu lernen, dass man noch keine Routine im "Programmieren" hat und somit häufiger nachdenkt, wie man seine Gedanken jetzt in JavaCode bekommt. Somit ist "freies" Programmieren im Testat nicht möglich, da man häufig die Kniffe noch googlen muss, um seine Ideen umzusetzen. Ein auswendig gelernter Code vermittelt einem eventuell die nötige Sicherheit.
Genauso geht es mir als Programmieranfänger (erst seit GdI 1)!

Prof. Karsten Weihe
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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von Prof. Karsten Weihe » 9. Jul 2015 18:37

M3ph1st0 hat geschrieben: Vielleicht ist einer der Gründe, seinen Code auswendig zu lernen, dass man noch keine Routine im "Programmieren" hat und somit häufiger nachdenkt, wie man seine Gedanken jetzt in JavaCode bekommt. Somit ist "freies" Programmieren im Testat nicht möglich, da man häufig die Kniffe noch googlen muss, um seine Ideen umzusetzen. Ein auswendig gelernter Code vermittelt einem eventuell die nötige Sicherheit.
Ok, eine sehr interessante Hypothese.

Ist jemand da draußen, der meint, dass er eigentlich ganz gute Routine in Programmieren hat, sich aber dennoch bemüßigt fühlt, den eigenen Code auswendig zu lernen?

Wenn das nicht der Fall ist, hätten wir vielleicht den entscheidenden Punkt gefunden.

KW

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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von Nasdat » 9. Jul 2015 22:14

Prof. Karsten Weihe hat geschrieben:Ist jemand da draußen, der meint, dass er eigentlich ganz gute Routine in Programmieren hat, sich aber dennoch bemüßigt fühlt, den eigenen Code auswendig zu lernen?
Ich programmiere seit mehreren Jahren und finde das ich eine gute Routine habe, allerdings fällt mir Auswendiglernen ebenfalls sehr, sehr leicht und wie ich bereits geschrieben habe, habe ich mich so abgesichert. Allerdings wird man von einem Einzelfall nicht auf alle schließen können.
Prof. Karsten Weihe hat geschrieben:1. Warum glauben manche Studierende, sie müssten ihren Code auswendig lernen, wenn es doch auch anders geht? Haben diese Studierenden recht damit, dass sie individuell tatsächlich ihren Code auswendig lernen müssen, während andere das nicht müssen? Oder machen sich diese Studierenden unnötig viel Arbeit?

2. Was genau ist eigentlich die Semantik, mit der die verschiedenen Foristen hier die Formulierung "auswendig lernen" verwenden? So beinhart auswendig gelernt, dass man den Code wie ein Gedicht "herbeten" kann oder mit allen Details vor seinem geistigen Auge hat, oder was genau?
Zu 1: Das es anders geht, ist denke ich jedem klar, dass es ja nicht Sinn des Testats sein kann seinen Code auswendig zu lernen bzw. der didaktische Mehrwert "fehlt". Der Grund warum es viele so machen, ist denke ich, dass es mehr Sicherheit schafft. Vielleicht hätte es ein Großteil der Auswendiglerner auch auf andere Weise (wie es die anderen Foristen beschrieben haben) geschafft,. Bei mir war es vorallem so, dass ich größtmögliche Sicherheit haben wollte, die Testate zu bestehen, da davon ja der Modulerfolg bzw. überhaupt die Möglichkeit zur Teilnahme an der Prüfung abhängt, und bei einem Misserfolg (bzw. zwei) der Zug abgefahren wäre. Dieses Semester (bzw. die Veranstaltung/Modul) zu "verlieren" mangels ausreichender Vorbereitung zur Studienleistung (oder auf ein Testat) wollte ich nicht riskieren, dafür hing davon zuviel ab.

Zu 2: Ich konnte den Code 1:1 (Leerzeichen & Leerzeilen außenvor) niederschreiben, was ich auch zur Vorbereitung gemacht habe. (Also Eclispe auf, und dann aus dem Kopf alle Methoden abgetippt). Wie ein Gedicht laut aufsagen habe ich nicht versucht, kam mir leider nicht in den Sinn. :)

Allerdings sollte ich nochmal hervor heben, dass mir Auswendiglernen wirklich sehr einfach fällt, und das auch ein entscheidender Grund war, warum ich es eben so gemacht habe.

h_ar
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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von h_ar » 9. Jul 2015 23:35

Prof. Karsten Weihe hat geschrieben: Damit stellen sich mir zwei Fragen (an alle):

2. Was genau ist eigentlich die Semantik, mit der die verschiedenen Foristen hier die Formulierung "auswendig lernen" verwenden? So beinhart auswendig gelernt, dass man den Code wie ein Gedicht "herbeten" kann oder mit allen Details vor seinem geistigen Auge hat, oder was genau?

KW
Ich habe den Code auch auswendig.gelernt, jedoch hätte ich ihn nicht vollständig wieder aufschreiben können. Ich habe es eher so gemacht, dass ich im ersgen Durchgang durch die Aufgabenstellung gegangen bin, meine Kommentare gelesen habe und versucht habe mich wieder einzuarbeiten. Im zweiten Durchgang habe.ich micb dann auf die mMn wichtigsten Stellen konzentriert und diese "auswendig" gelernt in dem Sinne, dass ich mir gemerkt habe in welcher Reihenfolge ich die einzelnen Schritte auszuführen habe etc. An den wichtigsten Stellen war es auch jeweils 3-4 Zeilen auswendig lernen, ja.

Ansonsten habe ich die einfacheren Codefragmente teilweise auch im Testat anders gelöst.

Als Grund, wieso man auswendig lernt, würde ich dieselbe Antwort wie mein Kommilitone angeben:
Fehlende Sicherheit und/durch fehlende Programmiererfahrung.

prox
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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von prox » 10. Jul 2015 12:56

Hallo,

ich bin immer so vorgegangen, dass ich 1 Tag vor dem Testat versucht habe, das ganze Praktikum nochmal neu zu programmieren. Dazu gehörte auch teilweise mal auswendig lernen, da ich mit der Bearbeitung immer ziemlich früh fertig war und meine Testate recht spät lagen. Das auswendig Lernen einiger Stellen war für mich nur nötig um mich an kleine Details zu erinnern. Im Großen und Ganzen habe ich durch meine Strategie auch alle 3 Testate bestanden und bin zufrieden :D

LG

¯\_(ツ)_/¯
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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von ¯\_(ツ)_/¯ » 10. Jul 2015 21:10

Nasdat hat geschrieben:
Prof. Karsten Weihe hat geschrieben:Ist jemand da draußen, der meint, dass er eigentlich ganz gute Routine in Programmieren hat, sich aber dennoch bemüßigt fühlt, den eigenen Code auswendig zu lernen?
Ich programmiere seit mehreren Jahren und finde das ich eine gute Routine habe, allerdings fällt mir Auswendiglernen ebenfalls sehr, sehr leicht und wie ich bereits geschrieben habe, habe ich mich so abgesichert. Allerdings wird man von einem Einzelfall nicht auf alle schließen können.
Dem kann ich voll und gans zustimmen. Ich habe eig. kein Problem, meine Sachen in Code niederzuschreiben, nur war für Prakt. 1+2 der Code relativ leicht, also auch sehr schnell auswendig zu lernen, für das dritte Testat gab es zu viele "richtige und wichtige Reihenfolgen" im Code, die essentiell waren. Somit war das Auswendiglernen leichter als im Testat die richtige Reihenfolge auszuprobieren bzw sich wieder zu überlegen. Unten dazu mehr.
Nasdat hat geschrieben:
Prof. Karsten Weihe hat geschrieben:1. Warum glauben manche Studierende, sie müssten ihren Code auswendig lernen, wenn es doch auch anders geht? Haben diese Studierenden recht damit, dass sie individuell tatsächlich ihren Code auswendig lernen müssen, während andere das nicht müssen? Oder machen sich diese Studierenden unnötig viel Arbeit?

2. Was genau ist eigentlich die Semantik, mit der die verschiedenen Foristen hier die Formulierung "auswendig lernen" verwenden? So beinhart auswendig gelernt, dass man den Code wie ein Gedicht "herbeten" kann oder mit allen Details vor seinem geistigen Auge hat, oder was genau?
[...] Der Grund warum es viele so machen, ist denke ich, dass es mehr Sicherheit schafft. Vielleicht hätte es ein Großteil der Auswendiglerner auch auf andere Weise (wie es die anderen Foristen beschrieben haben) geschafft,. Bei mir war es vorallem so, dass ich größtmögliche Sicherheit haben wollte, die Testate zu bestehen, da davon ja der Modulerfolg bzw. überhaupt die Möglichkeit zur Teilnahme an der Prüfung abhängt, und bei einem Misserfolg (bzw. zwei) der Zug abgefahren wäre. Dieses Semester (bzw. die Veranstaltung/Modul) zu "verlieren" mangels ausreichender Vorbereitung zur Studienleistung (oder auf ein Testat) wollte ich nicht riskieren, dafür hing davon zuviel ab.
Auch da kann ich zustimmen. Ich fande die Praxis leichter als Theorie und Foo, wollte somit meine "Freiversuche" für diese beiden übrig haben. Da man bei Schusselfehler und Konzentrationsschwierigkeiten und Aufregung z.B. in Foo leicht was falsch machen kann, wollte ich einen möglichen Puffer noch haben. Und wie oben schon erwähnt habe ich auch mein Code auswendiggelernt, weil ich ein sicheres Gefühl habe und mich als gut vorbereitet empfinde und somit entspannter, wenn auch immer noch ziemlich aufgeregt, in das Testat gehen konnte.

Sheldon
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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von Sheldon » 31. Jul 2015 12:50

Ich habe schon etwas mehr Programmiererfahrung, habe die Praktika selbst bearbeitet und habe dennoch auswendig gelernt (damit meine ich vor allem komplexere Teile, Umfang ca. 50-70 % des gesamten Codes, je nach Praktikum, dauert im Schnitt einen Tag). Wie soll ich auch sonst bestehen? Mein Tutor löscht im Schnitt 13 bis 14 Zeilen, z.T. alles am Stück, d.h. auch zwei- bis dreifach verschachtelte Schleifen, bei denen in jeder Iteration mehrere Variablen manipuliert werden. Wird da von mir erwartet, in einer halben Stunde zu debuggen und so alle Fehler auszumerzen? Falls die Anzahl an gelöschten Zeilen bei 5 bis 7 läge, wäre das wohl etwas anderes...

Wäre es wenigstens das Ziel der Prüfer gewesen, durch die Testate den Studenten dazu zu bewegen, möglichst einfachen und verständlichen Code zu schreiben, oder - wie im letzten Testat geschehen - den Umfang des Codes möglichst gering zu halten, wäre das verständlich. Allerdings kann sowas vom Tutor auch ohne zusätzliches Testat überprüft werden.

Das Programmieren der Praktika bereitet an sich viel Freude, vor allem das dritte Praktikum war interessant. Das Prüfen des Studenten auf Rekonstruktion empfinde ich als reine Schickane, ohne persönlichen Mehrwert.

Sebastian Gallus
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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von Sebastian Gallus » 3. Aug 2015 14:52

Mein erstes Testat war P3, und eine Freundin hat ihren Code 1:1 auswedig gelernt, aus Angst ihr Testat nicht zu bestehen. Dies hatte mich etwas beunruhigt, weswegen ich meinen Code in einer vereinfachten Form auswedig gelernt habe. Wenn 5 Zeilen Code Variablen gesetzt haben, so habe ich diese mir diese 5 Zeilen als einen Punkt gemerkt. Zusätzlich habe ich mir die Aufgabe durchgelesen und nochmal überlegt wieso ich die Methode so implementiert hatte, wie ich sie implementiert hatte.
Von den 2 Stellen, mit 4 und 5 Zeilen gelöschten Codes ging eine sehr schnell, bei der anderen hatte ich nicht im Kopf was ich dort genau geschrieben hatte, bzw. welchen Sinn die gelöschten Zeilen hatten. Ich wusste nur noch grob, was ich da gemacht hatte. Kurz vor Testatende ist es mir wieder eingefallen, glücklicherweise, denn sonst hätte ich nicht bestandenden.
Das debugging wäre sonst nur auf gut Glück gewesen.

Nach dieser Erfahrung habe ich für P2 (zu P2 war ich krank, weswegen dies ein Nachtestat war) den Code Zeilenweise gelernt. Zeile 1 In Methode macht dies, Zeile 2 jenes usw. Auch Wenn Zeile 1 und Zeile 2 Daten mainpuliert haben oder beide Variablen verändert haben, habe ich diese Auswedig gelernt. Meine switch Abfrage habe ich mir gemerkt in welchen Fällen was gemacht wird. Also bei "1", "2", ... , "9" mache dies, und bei "0" jenes.

Für mich waren die Praxistestate nicht sehr hilfreich, wie sie waren. Mir persönlich hätte es mehr gebracht den Code zu erklären, bzw wenn irgendwo redundanter Code, umständlich geschrieben, etc. darauf einzugehen und dies dann im Anwendungsfall zu sehen und verstehen. Aus dem Grund fand ich die Theorietestate weitaus hilfreicher und für mich inviduell auch sinnvoller

Die Aufgaben an sich hingegen fande ich super und haben mir viel gebracht.

moritz31
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Re: Eigenen Code für die Testate auswendig gelernt?

Beitrag von moritz31 » 7. Sep 2015 09:27

Hallo, vielleicht ein wenig später die Antwort,
jedoch auch ich habe meinen Code vor den Praxis Testaten "auswendig" gelernt.
Mit auswendig lernen meine ich nicht Zeile für Zeile das ganze aufsagen, sondern ungefährt zu wissen wo ich was mache.
Bei frisch geschriebenem Code habe ich kein Problem zu erklären wo was gemacht wurde und diesen wiederherzustellen, jedoch lag das ganze durch die D-Woche schon längere Zeit zurück (glaub 2 Monate) und ich konnte mich noch kaum an den Code erinnern.


Gruß
Moritz

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