Testat oder Tribunal

fetzer
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Re: Testat oder Tribunal

Beitrag von fetzer »

Schlussendlich geht es doch darum, dass man seinen Code erklären und dies auch an einem Beispiel erörtern kann. Wer das nicht kann wird eben länger "getriezt". Und die extremen Fälle fallen durch. Ich hab auch schon 2 Testate hinter mir, einmal mit einer Länge von 5min, einmal mit einer Länge von >20min, einmal mit dem Zeichnen eines Graphen, einmal mit einer einfachen Erläuterung des Codes, beide aber dennoch positiv abgeschlossen.
Ich denke, dass, wenn weniger Wert auf Ausführlichkeit gelegt werden würde, hier weitaus mehr durchfallen würden. Daher kann ich Zeiten von 20-30min gut nachvollziehen. Wer 's kann, der kommt auch früher raus, wer es nicht kann wird so lange ausgefragt, bis die Antworten passen oder bis der Prüfer merkt, dass es keinen Sinn macht weiterzufragen.
Und hey, was solls. >90% kommen aus diesen Testaten mit einem guten Ergebnis raus, soweit ich das bisher mitbekommen habe. Somit ist es wirklich kein Stolperstein für die meisten, sondern dient "nur" zur Plagiatsverbeugung.

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Lennart
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Re: Testat oder Tribunal

Beitrag von Lennart »

Somit ist es wirklich kein Stolperstein für die meisten, sondern dient "nur" zur Plagiatsverbeugung.
Das finde ich nicht, denn wenn ich ich mir den Code wirklich von irgendwem geben lasse, dann lass ich ihn mir auch gleich erklären, so dass ich es einigermaßen verstehe und beim Testat nicht durchfalle. Letztendlich ist das Testat doch nur ein Stolperstein, bei dem man nur alles verlieren kann... Es bringt mir nichts, außer dass ich über eine Stunde warten muss, um drei Minuten meinen Code zu erklären...

dk1001
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Re: Testat oder Tribunal

Beitrag von dk1001 »

Lennart hat geschrieben:Das finde ich nicht, denn wenn ich ich mir den Code wirklich von irgendwem geben lasse, dann lass ich ihn mir auch gleich erklären, so dass ich es einigermaßen verstehe und beim Testat nicht durchfalle.
Naja, dann hast du aber bereits eine Eigenleistung erbracht, den du hast es verstanden - und wenn du es wirklich verstanden hast und auch erklären kannst, dann hättest du es wohl auch selber hinbekommen. Zusätzlich dazu ist es oft so, dass man selbst glaubt "jaja, das hab ich verstanden" und wenn man es dann jemand anderem erklären soll schnell nur noch "ähm... taja... öhm..." bei herauskommt. Irgendwie schafft man es dann zwar dennoch es zu erklären, spätestens fürs nächste Mal bereitet man sich dann aber besser vor, den nur weil man etwas versteht heißt noch lange nicht, dass man es auch anständig erklären kann... ;)
MfG. David Kalnischkies
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flieb
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Re: Testat oder Tribunal

Beitrag von flieb »

Ging mir ähnlich. Mein Testat war auch top.
2cl Cointreau + 2cl Gin + 2cl Rum (braun) + 2cl Tequila (weiß) + 2cl Wodka + 4cl O-Saft + 1cl Zitronensaft + 7cl Cola = 22cl Long Island Ice Tea (18 Volt)

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Re: Testat oder Tribunal

Beitrag von Mspringer »

dk1001 hat geschrieben:... weil man etwas versteht heißt noch lange nicht, dass man es auch anständig erklären kann... ;)
Gilt übrigens auchandersrum. Nur weil man es verstanden hat, heißt das noch lange nicht, dass man es auch gleichzeitig selbst programmieren kann. Und genau das ist ja der Sinn dahinter.

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taufrisch
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Re: Testat oder Tribunal

Beitrag von taufrisch »

flieb hat geschrieben:Bedenke: anonym != nutzlos
Jupp, machmal hilft es auch durch die Diskussion die Argumente besser zu formulieren, so daß man dem Tutor dann konstruktive Kritik vorbringen kann. Oder man kann durch ein Meinungsbild erfahren ob es nur ein persönliches Problem ist, oder es mehreren so geht.
flieb hat geschrieben:Mich stört im Grunde nur die offensichtliche Vorverurteilung als Betrüger, [...]
Das ist hier leider im Fachbereich ein wenig üblich. Ich verstehe das es nicht gut ist wenn jeder einfach nur abschreibt, andererseits hätte ich auch gerne mal Lösungen diskutiert. Vor der Abgabe war das immer sehr schwierig, auch wenn ich schon eine fertig Lösung hatte, und das einfach nur interessehalber wollte.

Maßnahmen gegen Betrüger schön und gut, die Frage ist wie weit die ehrlichen Leute damit in Mitleidenschaft gezogen werden, und ob das in Ordnung ist.
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daniel_b
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Re: Testat oder Tribunal

Beitrag von daniel_b »

Ich seh auch keinen echten Sinn hinter dem ganzen Plagiatswahn. Die Nachteile hingegen wurden schon genannt. Wo könnte man überhaupt plagiieren? Nur dort, wo es allenfalls um Klausurzulassung geht, und spätestens in der Klausur selbst nicht mehr. Wer das Semester lang abschreibt und die Klausur trotzdem schafft, hats wohl auch verdient.

(Jetzt kommt gleich wer und erzählt von Bonuspunkten durch Plagiate..)

// Nachtrag: Um das nochmal etwas zu relativieren.. ich rede von GdI2. Dass bei späteren, "richtigen" Arbeiten das Thema Plagiarismus ne ganz andere Liga ist, ist mir schon klar. Aber da müssen wir doch nicht jetzt schon für trainieren.

Vockilein
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Re: Testat oder Tribunal

Beitrag von Vockilein »

Ich muss daniel_b zustimmen. Es kommt einem so vor, als ob die Veranstalter eine Paranoia gegen Plagiate haben. Da zählt auch dazu, dass man die Übungen handschriftlich und nur in der Übung abgeben darf etc.
Was mich ein bisschen daran stört, ist das dadurch Studenten, die ihre Übung selber machen aber vielleicht mal aus Krankheit oder so nicht in die Übung kommen können dadurch auch benachteiligt werden.

Die Idee mit den Testaten ist nicht schlecht und auch gerechtfertigt um "copy & paste" zu vermeiden, was ich jedoch übertrieben finde, ist die Menge an Studenten die zum Testat eingeladen werden. Soweit ich mich erinnern kann hieß es in der ersten Vorlesung das man durchschnittlich nur 2x zum Testat muss. Ich glaube dass 90% der Studenten die 2x jetzt schon erreicht haben.

Christian M.
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Re: Testat oder Tribunal

Beitrag von Christian M. »

Vockilein hat geschrieben:Die Idee mit den Testaten ist nicht schlecht und auch gerechtfertigt um "copy & paste" zu vermeiden, was ich jedoch übertrieben finde, ist die Menge an Studenten die zum Testat eingeladen werden. Soweit ich mich erinnern kann hieß es in der ersten Vorlesung das man durchschnittlich nur 2x zum Testat muss. Ich glaube dass 90% der Studenten die 2x jetzt schon erreicht haben.
Es hieß, dass man durchschnittlich 4 von 5 Malen hin muss. Das deckt sich auch mit der Statistik, die zur ersten Praktikumsaufgabe in der Vorlesung vorgestellt wurde, wo es hieß dass ca. 80% der Leute zum Testat geladen wurden. Aktuell hat das Praktikum für wohl ca. 15-20% der Stundenten ein Hindernis dargestellt, so dass jetzt vermutlich fast alle Stundenten zu den verbleibenden Testaten müssen (man hat ja immer noch die gleiche Zahl testierender Tutoren, die gleich bezahlt werden, also muss man wohl entweder die Zahl der zu testierenden Studenten senken oder die Testatlänge erhöhen).

Aber Prof. Buchmann sprach auch von etwas gelockerten Regeln in der Vorlesung, d.h. wenn man ein paar Stunden zu spät abgibt oder einem nur ein kleiner Teil einer Praktikumsaufgabe fehlt, und insgesamt durch sich verbessernde Uploads gezeigt hat dass man sich bemüht und auch einiges verstanden hat, könne man hoffen mit den Veranstaltern zu disktuieren und dann von Wesley Terpsta "Spezial" testiert werden.

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