Der obligatorische "Wie wars" Thread

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PeteRepeat
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Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von PeteRepeat »

So, die Klausur ist jetzt ja rum, wollte fragen wie sie bei euch gelaufen ist?
Ich fand sie durchaus anspruchsvoll, gerade die multiple choice Fragen haben mich an den Rande des Wahnsinns getrieben, insgesamt war sie aber fair und auch machbar.

Was ich noch fragen wollte: Wie habt ihr die Aufgabe mit den Duplikaten in O(n) gelöst? Das war die einzige Aufgabe bei der ich mir den Kopf zerbrechen musste, ich habe dann einfach eine Hashfunktion beschrieben die nur für gleiche Matrikelnummern zu Kollisionen führt und in dem Fall wird dann der Eintrag gelöscht... :oops:

Momentan kann ich überhaupt nicht abschätzen was bei mir herauskommt, zwischen gut bestanden und durchgefallen kann ich mir alles vorstellen :shock:

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Tapion
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Re: Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von Tapion »

Ich finde, 50 Punkte waren leicht zu erreichen (Mit Huffman, AVL, Ford-Fulkerson, Multiple-Choice). Danach sind die Aufgaben schrittweise schwerer geworden, aber immer fair geblieben (also nichts gemeines dabei). Die Klausur war insgesamt in etwa auf dem Niveau der Übungsaufgaben, eher sogar noch etwas darunter.

Ich fand's schade, dass weder Dijkstra noch Warshall noch Bellman dran kamen, aber was solls.

Unterm Strich kann ich sagen: Falls ich diese Klausur nicht bestanden haben sollte, habe ich es verdient, exmatrikuliert zu werden. (War ja auch mein dritter Versuch :oops: )
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crstnbr
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Re: Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von crstnbr »

Ich möchte eigentlich nicht darauf eingehen, ob man leicht bestehen konnte, sondern mehr generelle Kritik an der Vorlesung GDI2 vorbringen.

Vorneweg, ich finde die ganze GDI2 Veranstaltungsvorgehensweise "Hier habt ihr ca. 900 Folien (wenn ich mich nicht gerade verzählt habe) mit einer Aneinanderreihung von Definitionen und irgendwas davon kommt dann dran" schon nicht optimal. Wenn dann auch noch in der Klausur nach absolut unwichtigen Grapheneigenschaften wie "Schlichtheit" gefragt wird, die genau auf einer einzigen Folie (Folie 19 - Graphen Definitionen) von 900(!) erwähnt wir, finde ich das nicht akzeptabel. Fairer weise muss man sagen, dass die richtige Antwort nur einen Punkt gebracht hat, doch glaube ich, dass dieses Beispiel meinen Eindruck der Klausur wiederspiegelt. Und das führt mich zur Klausur. Die konkrete Auswahl der Aufgabenthemen, die es in die Klausur geschafft haben, entsprechen nicht den Prioritäten, die in der Vorlesung/Übungen gesetzt wurden (vielleicht auch implizit). Wenn man mich vor der Klausur gefragt hätte, wäre ich jede Wette eingegangen, das mindest eine ausschweifende Aufgabe zum Thema B-Baum oder B+Baum oder auch AVL-Baum drankommt, da es mein subjektiver Eindruck war, das hier in Übungen etc. besonders Wert gelegt wurde (das sehen die meisten meiner Studienkameraden genauso). Weiter sah ich die Graphenalgorithmen a la Dijkstra, A*, BFS, DFS, Bellman, Kruskal, Prim als wesentliches Thema der Vorlesung, was in der Klausur völlig ausblieb. Der Graphenalgorithmus, der dran kam, kam in einer unintuitiven und nicht mit dem Vorlesungs/Musterlösungsformat übereinstimmenden Format daher, dass die Hauptschwierigkeit zunächst darin bestand, zu verstehen, was wie einzuzeichnen ist. Der Inhalt (um den es eigentlich gehen sollte) rückte dadurch in den Hintergrund. Dementsprechend waren die ersten 20 Minuten meiner Klausurbearbeitung ziemlich konfus, was meiner Meinung nach weniger an mir, als am Klausurformat lag. Generell möchte ich aber doch nicht zu hart ins Gericht gehen, da ich mich letztlich doch einigermaßen einarbeiten konnte und meine Note vermutlich zufriedenstellend (um 2,0) liegen wird, allerdings muss ich sagen, das die Klausurzusammenstellung in der Art, wie ich sie heute vorgefunden habe, eine Note im 1,0-1,5 Bereich verhindert hat, was ich schade finde, das ich eigentlich sehr gut vorbereitet war und viel unabgefragtes Wissen unbewertet blieb.

PS: Diese Kritik kommt von einem Studenten, der zum WS hin sowieso die Universität und das Studienfach wechselt und dem die Klausur heute eigentlich egal sein könnte :) Vielleicht macht mich das ja objektiver? :D

ul63ebyz
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Re: Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von ul63ebyz »

Sehe das sehr ähnlich wie crstnbr.

Ich dachte eigentlich die Übungen seien eine obere Grenze für die Arbeit: Kannst du die, kannst du auch die Prüfung. So war zumindest mein Gefühl von Gdi1, FGdI 1, TGdI 1. Hier dagegen hieß es eher "Kannst du die Übungen gut, hast du eine Chance zu bestehen."
Ich habe mich darauf konzentriert die Algorithmen zu beherrschen da das einen großen Teil der Übungen und Vorlesungen ausgemacht hat, oft haben wir doch ganze Vorlesungen damit verbracht Algorithmus X schritt für schritt durch zu kauen. Mit dem Ford-Fulkerson kam zwar einer dran, aber er hatte (zumindest für mich) eine sehr verwirrenden Aufgabenstellung.
Hashing kam überhaupt nicht dran und nur eine sehr kleine Aufgabe zu B-Bäumen.
Mir kam es so vor, als wäre jede dritte Aufgabe eine Frage zur Komplexität gewesen.

Was ist denn der Grad eines B-Baums? Daraus wurde ich nicht schlau und wusste nun nicht ob die Variable k gemeint war.

Allgemein lässt sich imo sagen: Die Übungen waren nicht allzu hilfreich um sich auf die Klausur vorzubereiten, da sie einen anderen Schwerpunkt hatte.

LucasR
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Re: Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von LucasR »

ul63ebyz hat geschrieben:Sehe das sehr ähnlich wie crstnbr.

Ich dachte eigentlich die Übungen seien eine obere Grenze für die Arbeit: Kannst du die, kannst du auch die Prüfung. So war zumindest mein Gefühl von Gdi1, FGdI 1, TGdI 1. Hier dagegen hieß es eher "Kannst du die Übungen gut, hast du eine Chance zu bestehen."
Ich habe mich darauf konzentriert die Algorithmen zu beherrschen da das einen großen Teil der Übungen und Vorlesungen ausgemacht hat, oft haben wir doch ganze Vorlesungen damit verbracht Algorithmus X schritt für schritt durch zu kauen. Mit dem Ford-Fulkerson kam zwar einer dran, aber er hatte (zumindest für mich) eine sehr verwirrenden Aufgabenstellung.
Hashing kam überhaupt nicht dran und nur eine sehr kleine Aufgabe zu B-Bäumen.
Mir kam es so vor, als wäre jede dritte Aufgabe eine Frage zur Komplexität gewesen.

Was ist denn der Grad eines B-Baums? Daraus wurde ich nicht schlau und wusste nun nicht ob die Variable k gemeint war.

Allgemein lässt sich imo sagen: Die Übungen waren nicht allzu hilfreich um sich auf die Klausur vorzubereiten, da sie einen anderen Schwerpunkt hatte.
Da hat wohl Person A die Übungen und Person B die Klausur vorbereitet :)

Die meisten Fragen konnte ich halbwegs beantworten. Übungsrelevanz = 0.

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Michl
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Re: Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von Michl »

Das einzige was man mit Wissen aus den Übungen bearbeiten konnte war wohl der Ford-Fulkerson und die Induktion. Der Rest hatte mal sowas von garnichts mit den Übungen zu tun.
In den Übungen kamen ja quasi zu 90% Algorithmen (Bellman,Ford,Fulkerson,Warshall,Floyd,Kruskal,Dijkstra,Prim,A*,...) dran, in der Klausur nur in einer Aufgabe.

stefan.t
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Re: Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von stefan.t »

PeteRepeat hat geschrieben:Was ich noch fragen wollte: Wie habt ihr die Aufgabe mit den Duplikaten in O(n) gelöst?
Ich habe das ganze mit Radixsort sortiert (geht ja bei Schlüsseln konstanter Länge in O(n) ) und habe anschließend paarweise durch die Schlüssel iteriert und bei 2 identischen einen rausgekickt.

Insgesamt fand ich die Klausur aber fair - eine "gute" Note war da echt zu machen. Die volle Punktzahl ist allerdings sehr schwierig zu erreichen, da man teilweise Grapheneigenschaften wissen musste, die nur auf einer Folie erwähnt waren (ebendiese habe ich dann auch nicht gewusst :wink: )

persiansam
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Re: Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von persiansam »

Ich stimme auch zu, dass die Klausur soo ziemlich anders aufgebaut war als wir es in den Übungen kannten. Es kam mir echt so vor, als ob jemand anderes die Klausuraufgaben gestellt hat als diejenigen die unsere Übungen gemacht haben. Das fande ich ein bisschen ärgerlich weil man ein bisschen viel Zeit damit verbringen musste erstmal zu verstehen was sie von einen wollen. So kam es mir jedenfalls vor. Ansonsten machbar, aber teilweise war ich mir leider nicht sicher ob sie es so wollten wie ich es verstanden habe. Ich hoffe schon :-) . Ich hatte mir auch mehr gehofft und das die Klausur die leichter als die Übungsaufgaben war, tut mir leid das kann ich leider nicht bestätigen. Ich fand sogar das sie ein wenig schwerer war, aber trotzdem nicht so viel schwerer als die Übungsaufgaben.

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Ibliss
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Re: Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von Ibliss »

Kann sich jemand dran erinnern wie viel Punkte die Aufgabe mit AVL-Bäumen trug (Rotation durchführen + Programmieren)?
"Honesty is the first chapter in the book of wisdom.
Alien vs Predator 2 is the movie version of that book."

LucasR
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Re: Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von LucasR »

Ibliss hat geschrieben:Kann sich jemand dran erinnern wie viel Punkte die Aufgabe mit AVL-Bäumen trug (Rotation durchführen + Programmieren)?
18.

JulM
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Re: Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von JulM »

Also ich fand die Klausur auch so naja. Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich mich an die Aufgabenstellung gewöhnt hatte, da sie mich doch sehr verwirrt hatte. Auch die vielen Fragen über Komplexität haben mich doch sehr kalt erwischt und sehr überrascht haben mich die vielen Punkte, die man bei den Multiple Choice sammeln konnte. Wieso ich mir überhaupt nochmal Graphenalgorithmen angeschaut habe, weiß ich auch nicht. Die hätte man auch auslassen können, selbst den Ford-Fulkerson hätte man nicht gebraucht, da er ja komplett anders gestellt wurde wie in den Übungen, ich weiß immer noch nicht, wie genau die Graphen aussehen sollten. Ich finde aber trotzdem das es halbwegs machbar war. :D

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Re: Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von Martek »

Das was meine Vorredner geschrieben haben, kann ich wohl nur unterstreichen, muss aber noch ein paar weitere Anmerkungen zu meinem Empfinden über die Klausur ausformulieren:

Allgemein war die GDI2 Vorlesung und die Übungen dazu das wohl beste in diesem Semester. Dr. Haupt hat die Vorlesung in meinen Augen sehr verständlich und übersichtlich strukturiert und die Übungen waren durchaus anspruchsvoll und hilfreich den Stoff der Vorlesung erneut auf zu arbeiten und zu verstehen.

Wenn es dann meine Aufgabe gewesen wäre eine Klausur zu der Vorlesung zu erstellen, hätte ich mit Sicherheit versucht die Themen der Vorlesung und der Übungen explizit ab zu fragen und ggf. einige knifflige Teilaufgaben für die besseren Studenten mit ein zu bauen. Es gab schließlich genug Algorithmen, aus denen man sich einige schöne Aufgaben zu überlegen kann (siehe Übungen). Was ich dann vorgefunden habe hat mich mehr als überrascht. Mein Zettel, den ich an die doch strengen Richtlinien auf einem beidseitigem DIN A4 Zettel angelegt habe, konnte ich so gut wie gar nicht verwenden. Der Grund: Meinen Erwartungen nach lag der Schwerpunkt meines Zettels auf Algorithmen. Alles was ich in den Wochen zuvor wiederholt hatte und erneut gelernt konnte ich so gut wie gar nicht einbringen und nur bedingt überhaupt wieder erkennen. Den Ford-Fulkerson habe ich dann noch nicht einmal verstanden, obwohl ich diesen in den Übungen noch am einfachsten fand. Da frage ich mich wohl zu recht, warum hier nicht zumindest das selbe Format der Lösungen aus den Übungen gewählt wurde? Vor der Klausur habe ich gelernt um meine Klausur so gut wie möglich zu schreiben. Ich wollte schließlich eine sehr gute Note haben. Ob ich bestehe oder nicht, stand für mich erst gar nicht zur Diskussion. Jetzt nach der Klausur hoffe ich nur noch überhaupt bestanden zu haben. Ich finde das wirklich sehr schade, dass eine Klausur die sonst durchweg gute Vorlesung so ruinieren kann und wünsche den nächsten Studenten von GDI2, dass sie dann mehr Glück haben als ich.
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Re: Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von oren78 »

Was man so hier in diesem Thread liest erfüllt einen nicht gerade mit Freude...habt ihr eventuell daran gedacht, den Veranstalter mal direkt euer Feedback zukommen zu lassen? Ich bezweifel es sehr, dass er hier mitliest, zumal GDI2 forumstechnisch eher im Moodle System angesiedelt ist, soviel ich weiß...
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Stille
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Re: Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von Stille »

Die Veranstalter lesen natürlich mit :)
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Re: Der obligatorische "Wie wars" Thread

Beitrag von oren78 »

Stille hat geschrieben:Die Veranstalter lesen natürlich mit :)
Na das ist doch erfreulich ;-)

Also Hr. Stille, wie beurteilen Sie den Eindruck der Studenten ? Mir persönlich kann's zwar egal sein (GDI2 liegt weit hinter mir 8) )
Aber es tut trotzdem weh, sowas zu lesen zumal ich viele Bekannte habe die diese Vorlesung diesen Semester gehört haben...
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