Vorlesung... -.-

robert.n
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Vorlesung... -.-

Beitrag von robert.n »

Hallo zusammen,

ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich verstehe momentan in der Vorlesung so gut wie überhaupt nichts. Ich bin schon froh, wenn ich ab und zu den Formeln auf der Tafel etwas aus der Schulzeit zuordnen kann (so geschehen z.B. bei der linearen Unabhängigkeit, die mal sowas von eindeutig viel zu umständlich eingeführt wurde).

Solche Begriffe wie "lineare Hülle", "Untervektorraum" oder "Spat" sagen mir derzeit noch überhaupt nichts, werden aber in der Vorlesung immer häufiger verwendet. Ein Blick in das Skript ist diesbezüglich auch vollkommen kontraproduktiv, danach weiß ich meistens weniger als vorher. :| (Liegt vllt. auch daran, dass es im Skript kaum noch Beispiele gibt im Vergleich zu dem Mathe1-Teil?)

Da ich mir eigentlich ziemlich sicher bin, dass 99% meiner Kommilitonen vor dem selben Problem stehen frage ich mich, ob man diese Begriffe nicht vllt. mal an zentraler Stelle etwas verständlicher erklären kann.

Ich meine... spätestens in der Lernphase vor der Klausuren werde ich mich das ganze so lange anschauen, bis ich es verstehe (= sehr lange), aber muss das denn sein!? Ich hab den Prof. Streicher ja inzwischen richtig lieb gewonnen im Vergleich zum 1. Semester, aber so manche Dinge sind einfach immer noch total für den Popo. Man geht in die Vorlesung für (fast) nichts und wieder nichts, das geht mir so langsam aber sicher richtig derbe auf die Nerven. War im 1. Semester nicht viel anders, wobei es sich gegen Ende des Semester in meinen Augen deutlich verbessert hatte.

PS: Verständnisprobleme beginnen so (gemessen am Skript) ab Definition VII.3.2...

Naja, erstmal möchte ich eigentlich nur wissen, wie es meinen Kommilitonen mit der Vorlesung aktuell ergeht. Vllt. bin ich ja einfach nur extrem dumm und ungeeignet zu "einfachen mathematischen Überlegungen"...

MfG, Robert

Xelord
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Re: Vorlesung... -.-

Beitrag von Xelord »

Hallo,

ich habe das zwar alles schon hinter mir, aber zu meiner Zeit war das so, dass die Vorlesung total für den POPO war. Die Zeit war besser angelegt die Übungen sorgfältig durchzuarbeiten und sich ins LZM zu setzen und es sich dort erklären zu lassen.
Problem ist, dass der Veranstalter denkt, dass man alles, was dort steht direkt im Kopf abgespeichert hat und verwenden kann.
Mein Tipp: Bleib fern von dem Verwirrungsquatsch.

xarfai
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Re: Vorlesung... -.-

Beitrag von xarfai »

Ich habe ähnliche Probleme wie du, aber ich schau mir dann die Sachen in dem Finkensteinbuch an und weiß danach wenigstens worum es geht. Die Begriffe die ich dann noch nicht kenne lassen sich per Internet bequem nachschlagen.

Übrigens kann man das auch VOR der Vorlesung machen. Das Script ist immer der Vorlesung ein paar Seiten voraus. Die Beweise versteh ich zwar trotzdem nicht, aber voll fürn Arsch find ich die Vorlesung jetzt nicht.

fetzer
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Re: Vorlesung... -.-

Beitrag von fetzer »

Was mir bisher immer recht gut geholfen hat war eine Internetrecherche (wikipedia hat teilweise schöne Formulierungen, die das ganze verständlicher darlegen, ansonsten gibt es zig Mathe-Foren und Sites, die sich mit diesen Themen beschäftigen) nach der Vorlesung und das Bearbeiten der Übungen in Gruppen.
An der Komplexität kann man denke ich mal nicht viel ändern. Es wird eben alles von Grund auf eingeführt und nicht wie in der Schule einfach ein Gesetz genannt, welches in den Aufgaben angwendet werden muss. Da kann auch der Herr Prof. nichts ändern. Ich bin aber recht zuversichtlich, dass sich das in Veranstaltungen ändern wird, in denen man dieses Wissen anwenden kann.
Ich schreib ausserdem seit Ende des letztes Semesters mit und kann das wirklich nur jedem auch empfehlen. Gerade Zeichnungen o.ä. sollte man sich vermerken, denn diese sagen oft mehr aus, als eine Formel im Skript. Hier würde ich mir auf jeden Fall mehr umgangssprachliche Erklärungen wünschen, auch, wenn diese nicht die Genauigkeit einer Formel aufweisen können.

Viel schlimmer finde ich dagegen den Raum S101/01. Dort eine Mathevorlesung in einem bis unter die Decke vollen Raum abzuhalten, ohne Tafelbeleuchtung und Mikro ist eine absolute Zumutung. Ich saß im letzten Drittel heute und hab nur max. die Hälfte mitbekommen, da es entweder zu laut war oder Prof. Streicher Richtung Tafel gesprochen hat. Da man dort nicht mal wlan hat kann man auch nicht mal kurz auf Wikipedia eine Erklärung nachschauen, während die Tafel gewischt werden.

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oren78
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Re: Vorlesung... -.-

Beitrag von oren78 »

falls es den einem oder anderem etwas hilft, ich habe auf meiner seite einige anschauliche beispiele zu aufgaben aus (unter anderem) linearer algebra,
das ganze entstand damals noch aus meiner zeit in Mathe 1, 2 und hat mir und meinen Kommilitonen etwas geholfen...
vielleicht ist was brauchbares für euch dabei 8)


http://www.halvani.de/math
"Unter allen menschlichen Entdeckungen sollte die Entdeckung der Fehler die wichtigste sein.", Stanisław Jerzy Lec

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olg
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Re: Vorlesung... -.-

Beitrag von olg »

In groben Zügen kann ich Robert da zustimmen, ich habe mit mehreren in der Vorlesung gängig verwendeten Begriffen einige Probleme, die durch das akustische Verständnisproblem im AudiMin verstärkt werden (Ich saß gestern auch im letzten Drittel). Ich hab mich vorher immer gefragt, warum sich denn soviele Leute in die Vorlesung setzen, nur um zu schwätzen - Musste gestern aber feststellen, dass ich auch in sehr ruhigen Momenten dem Prof. Streicher nur bedingt verstehen konnte, vor allem wenn er zur Tafel spricht.

Wir kennen die Einstellung des Prof. Streicher bzgl. Mikrofone ja noch aus dem ersten Semester. Ich hatte vorher eigentlich erwartet, dass sich derjenige, der die Vorlesung hält, auch um die technische Ausrüstung sorgt - bzw. zumindest dem zuständigen Hausmeister einen Hinweis gibt ;)

Es geht (und ging) mir in Mathe immer mal wieder so, dass ich mit nur begrenzt erweiterten Wissensumfang aus der Vorlesung gehe und mir das dann über alternative Quellen verinnerliche. Gestern war dafür ein "gutes" Beispiel, auch wenn das jetzt rein durch die Akustik bedingt war.

Letztes Semester gab es übrigens kein eigenes Skript von Prof. Streicher, und mein Bruder hatte damals freundlicherweise eins von seinen Mitschriften erstellt. Es ist zwar auch recht konkret gehalten, aber darin verstehe ich gewisse Inhalte (dank bildlicher Unterstützung) doch erheblich besser :)

http://www.comdc.de/Mathe2-SS08-Vorlesungsskript.pdf
"To Perl, or not to Perl, that is the kvetching." ~Larry Wall

d_s
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Re: Vorlesung... -.-

Beitrag von d_s »

Mir hat Matroids Matheplanet schon oft weitergeholfen. Dort gibt es viele gute Artikel und hilfreiche Foreneinträge.

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Blub
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Re: Vorlesung... -.-

Beitrag von Blub »

Hallo,

ich bin zwar selber nicht sehr oft in den Vorlesungen anwesend (eigentlich sogut wie nie :p) da ich bereits lineare Algebra I+II und Analysis I+II für Mathematiker gehört habe, aber mache die Hausübungen etc, weil ich dieses Semester Mathe I+II für Inf schreiben will.

Wenn wir zu irgendeiner Zeit gleiche freie Blöcke haben, oder sich eine andere Überschneidungszeit findet, an der ich und du Zeit habe, können wir uns auch gern mal treffen, dann versuche ich dir alles was du nicht so verstanden hast sogut ich kann zu erklären. So wiederhole ich das alles auch gleich nochmal und dir hilft es vllt auch weiter :)

Also falls Interesse besteht kannst du dich bei mir per PM oder so melden.


Gruß,
Christian
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Re: Vorlesung... -.-

Beitrag von JanPM »

Hallo, also ich finds wichtig trotzdem in die Vorlesung zu gehen, auch wenn man glaubt nix zu verstehn, ein bisschen was bleibt doch meistens hängen. Was ich auch noch empfehlen kann sind die Vorlesungsaufszeichnungen vom MIT über "Multivariable Calculus", der erste Abschnitt beschäftigt sich mit Vektoren und Matrizen, nicht so tiefgehend wie bei uns, aber ich finds gut als Grundlage. Ist natürlich auf englisch, aber ich finde man kann es gut verstehn.

http://ocw.mit.edu/OcwWeb/Mathematics/1 ... /index.htm

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Re: Vorlesung... -.-

Beitrag von Bastix86 »

Ich denke auch das die Vorlesung hier nur gedacht ist, um einen groben Überblick zu erhalten und dem Prof vielleicht ein paar Fragen zu stellen.
Hinzu kommt das man ja immer mit einer Vor-und Nachbereitungszeit von mindestens einer Stunde rechnen muss (ist das nicht auch so in der CP Berechnung drin?).
Mathe ist eben eine typische Veranstaltung wo man einmal richtig "studieren" darf. Eben sich das Wissen durch intensives Arbeiten aneignen muss.
An sich ist die Vorlesung da als grober Überblick ganz in Ordnung.

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Tigger
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Re: Vorlesung... -.-

Beitrag von Tigger »

Bastix86 hat geschrieben: Hinzu kommt das man ja immer mit einer Vor-und Nachbereitungszeit von mindestens einer Stunde rechnen muss (ist das nicht auch so in der CP Berechnung drin?).
Man muss bedenken, dass es sich hier um ein 9 cp Fach handelt. Sprich bei nem Arbeitsaufwand von 25-30 Stunden pro cp, kommt man auf gut 10 Stunden Arbeit pro Woche (inkl. Vorlesungsfreier Zeit). Was heißt, nach 2 Vorlesungen a 1 1/2 Stunden und einer Übung pro Woche, sind noch über 5 Stunden für Vor- und Nachbereitung und Hausaufgaben angedacht. Das bedeutet, dass man den größten Teil der Arbeit mit Eigenstudium verbringt. Keiner kann erwarten, dass der Stoff nur durch Besuch der Vorlesung und Übungen sitzt. Wie schon gesagt: Das ist halt Uni.

robert.n
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Re: Vorlesung... -.-

Beitrag von robert.n »

Wer findet noch, dass die heutige Vorlesung überdurchschnittlich gut war?

@Blub: Danke für das Angebot, ich werde es bei Bedarf gern in Anspruch nehmen. Bis jetzt hat sich alles gelichtet (obwohl ich die Hoffnung schon aufgegeben hatte)...

mister_tt
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Re: Vorlesung... -.-

Beitrag von mister_tt »

Ja, es kamen halt ausnahmsweise mal wieder Beispiele vor, was natürlich enorm zum Verständnis beiträgt...

Gerade beim Matrixprodukt (ich weiß, das war schon davor ^^) konnte ich mir nach der Summenformel für die einzelnen Glieder noch nichts darunter vorstellen - ein Blick auf ein ausführlicheres Beispiel bei wikipedia hat aber alles geklärt...

robert.n
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Re: Vorlesung... -.-

Beitrag von robert.n »

Eine Bitte an unsere Mathe-Cracks: Wenn ihr die einzigen seid, die gerade noch mitkommen, dann NICHT melden, wenn der Prof. eine Frage stellt. Ihr habt nix davon und der Prof. denkt zu allem Überdruss auch noch, es würden alle noch mitkommen und es wäre ja total einfach... (Verallgemeinerung von einem Mathematiker, unfassbar :mrgreen: ).

Bester Spruch heute war aber ganz klar "noch offensichtlicher als es eigentlich schon ist" o.ä. :lol:

fetzer
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Re: Vorlesung... -.-

Beitrag von fetzer »

Also so langsam reicht es doch. Deine Hasstriaden im Gdi1-Forum, sowie in deinem Blog und nun auch hier sind doch absolut nutzlos. Wenn du etwas gegen die Vorlesung hast, dann besuch sie nicht oder beschwere dich direkt beim Veranstalter. Aber die Leute anschwärzen, dass sie in der Vorlesung nicht mehr aktiv mitarbeiten sollen ist doch wirklich die unterste Schublade.
Lass dir Nachhilfe geben, wenn du es nicht verstehst. Es ist keine Schande sich von einem Mitkomilitonen etwas erklären zu lassen, das machen 97% deiner Mitstudenten genauso. Die allerwenigsten Studenten verstehen jede kleine Einzelheit auf Anhieb.

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