Use Cases - letzte Übung

null
Endlosschleifenbastler
Endlosschleifenbastler
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Use Cases - letzte Übung

Beitrag von null »

Hallo zusammen,

warum werden bei Aufgabe 3 in der letzten Übung so unglaublich viel Use Cases verwendet? In der Vorlesung wurde uns doch gesagt, dass man einen use case nur dann erstellen soll, wenn es erstens einen messbaren Wert und zweitens nicht ein einzelner Schritt ist. Das Beispiel war, einen Schritt auf einem Spielbrett zu machen. Dies sei zu wenig für einen Use case. In der Musterlösung gibt es use cases wie "receive message", "delete entry" etc, eigentlich alles atomare Tätigkeiten. Müsste man also nicht eigentlich einen use case wie "profil_verwalten" erstellen? Ich habe den Eindruck, dass für jede später möglich vorkommende Methode ein Use Case erstellt worden ist.

Kann mir jemand weiterhelfen?

Vielen Dank

Hentschel
Mausschubser
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Re: Use Cases - letzte Übung

Beitrag von Hentschel »

Hi,

ja richtig, alle Use Cases der Lösung haben einen messbaren Wert für den Akteur.
Was als einzelner Text oder Use Case modelliert wird, ist eine schwierige Aufgabe und muss sorgfältig ermittelt werden.
In unserem Fall, Aufgabenstellung lesen und nachdenken (Fallen in kurzer Zeit mögliche Einzelschritte eines Use Case ein oder geschieht im System für den Akteur verborgen ein komplexer Prozess, ist es wahrscheinlich ein Use Case und kein Schritt).

Ich persönlich habe meist im Hinterkopf, dass jeder Use Case später eine Eingabemaske (Fenster, Dialog, Teil eines Fensters, ...) benötigt.
Somit ergibt sich:
- Edit Profil (Schritte laut Text: Anzahl Lernende definieren, Abschluss definieren, Erfahrung definieren)
- Edit Entry (Fach definieren, Klassenstufe definiere, Entlohnung definieren)
- Delete Entry (z.B. Löschvorgang bestätigen)

- Write Message (z.B. Text definieren, Anhang definieren, Emoticon hinzufügen)
- Receive Message (z.B. Startdatum definieren, Enddatum definieren, Chats auswählen)
=> Können im Chat jedoch nur einzelne Texte ausgestauscht werden, ist auch ein Use Case "Chat in Chatroom" denkbar.

Mfg

Martin

Erich
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Re: Use Cases - letzte Übung

Beitrag von Erich »

Mal eine Frage zu nicht-menschlichen Akteuren.

Wieso wird der Messenger nicht als solcher angegeben? Man könnte ja schon sagen, dass er am Use Case "Send Message" aktiv beteiligt ist, oder wo liegt hier mein Denkfehler?

L4_
BASIC-Programmierer
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Re: Use Cases - letzte Übung

Beitrag von L4_ »

Erich hat geschrieben: Wieso wird der Messenger nicht als solcher angegeben?
Man darf die Musterlösung nicht als einzige Lösung sehen.
Jedoch wird Messenger von den Usern genutzt, daher würde ich es nicht als Akteur sehen.

In meinem eigenen Domainmodel habe ich z.B. die Klasse "Messenger" mit einer 1:n Assoziation zur Klasse "Mitglied" erstellt.
Das bedeutet, dass n Mitglieder gleichzeitig den selben Messenger benutzen, um miteinander Nachrichten zu schreiben.
Hingegen hat die Musterlösung die Klasse "Message" erstellt, jedoch frei gelassen, wie die Messages übertragen werden.
Daher wäre es in meinem Fall auch unpassend eine Klasse als Akteur zu sehen.

Hoffe das hilft? ;)

Hentschel
Mausschubser
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Beiträge: 62
Registriert: 1. Okt 2012 16:15

Re: Use Cases - letzte Übung

Beitrag von Hentschel »

Hi,

Akteure sind nicht Teil des Systems sondern agieren mit dem System. Aus der Aufgabenstellung lese ich eher, dass der Messanger Teil des Systems ist.
Wäre der Messanger eine externe Komponente, wie z.B. Skype und Skype würde Nachrichten an das System schicken, dann könnte der Messanger als Akteur modelliert werden.

Mfg

Martin

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