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JulM
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Re: heh

Beitrag von JulM » 18. Mär 2011 01:30

-py- hat geschrieben:Die Klausur war eine einzige Katastrophe... Hatte mir 7 Bonuspunkte schwer erkämpft und jetzt hab ich die Klausur voll in den Sand gesetzt... :cry:

Aber schon interessant - die Unterschiede zwischen den Posts in diesem Thread und dem aus dem letzten Jahr...
Dazu gebe ich jetzt auch mal meinen Senf. Ich war heute leider nicht das erste Mal bei einer Klausur der Mathe 1 anwesend. Das erste Mal war genau diese in dem, von dir verlinkten, Thread.
Und dazu muss man sagen,(Achtung meine persönliche Meinung!) das man die Voraussetzungen der beiden Klausuren nicht miteinander vergleichen kann. Letztes Jahr im WS hat eine Vorlesung stattgefunden, bei der in den letzten Wochen nur noch geschätzte 50 Leute im Hörsaal saßen. Der Dozent schrieb trotzdem ungehindert weiter sein Skript an die Tafel und räusperte dazu in sein Mikrofon. Dadurch hatte ein Großteil der Studenten natürlich keine Ahnung von dem Stoff, der in der Vorlesung behandelt wurde und so kam es auch nicht zu besonders guten Ergebnissen.
Heute hatten wir jedoch eine andere Situation, ich denke das während der Vorlesungszeit vom Veranstalter kaum ein Fehler begangen wurde. Der Stoff wurde gut übermittelt und soweit ich das mitbekommen habe, haben auch viele Erstsemester den Stoff gut verinnerlicht und sind mitgekommen. Letztes Jahr war dem nicht so.
Dadurch finde ich es jetzt unfair die Klausuren miteinander zu vergleichen. Die Klausuren der letzten Jahre waren doch alle vom Muster ähnlich, in der alten Mathe 2 kam meistens eine Aufgabe zu Schnittpunkten, das Invertieren von Matrizen, Eigenwerte, noch ein paar zusätzliche Sachen und das war es. So konnte man sich doch auch ohne wirklich den Stoff verinnerlicht zu haben, einfach stupide auf diese Art der Aufgaben vorbereiten und hat doch irgendwie bestanden mit Glück. Im Nachhinein ärgere ich mich darüber, das ich dies nicht einfach schon letztes Jahr gemacht habe, so wäre mir das heute wohl erspart geblieben...
Man wird sehen, wie die Klausur benotet wird und ich denke, das wird so ausfallen, das die Mehrheit zufrieden sein wird (Alleine schon aus statistischen Gründen ;) ). Außerdem werden sich die Veranstalter, vor allen Dingen, wenn sie einen der Threads hier lesen, wohl auch ihre Gedanken dazu machen. Und hoffentlich für das nächste Semester daraus lernen und eine Klausur erstellen, bei der man mit seinem eigenen Wissen punkten kann und nicht mit der doch so gerne bekannten Methode "puh nochmal Glück gehabt - wurde runtergesetzt". Denn ersteres gibt eindeutig einen größeren Motivationanstieg für das weitere Studium!

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Re: heh

Beitrag von MaMaj » 18. Mär 2011 01:30

oren78 hat geschrieben:
MaMaj hat geschrieben:Ich tue und lerne viel für meinen Erfolg an dieser Uni - und heute habe ich wieder mal einen Schlag ins Gesicht bekommen.
MaMaj, ganz ehrlich - du sprichst mir "direkt aus der Seele..."

Wenn du über Leute redest, die viel Einsatz bringen und trotzdem immer wieder aufs Neue von der Uni eins in die Fresse kriegen, dann bin ich dein Mann ;-)
Ich hatte schon viele solcher Erlebnisse hier gehabt (so wie bei dir heute) die mich immer wieder vor die Frage gestellt haben aufzugeben und zur FH oder ähnliches zu wechseln. Trotzdem bin ich hier geblieben - alleine schon deswegen um all diese Ochsen mit meiner Anwesenheit zu strafen 8)

Weißt du, eine wichtige Sache habe ich hier an der TU definitiv gelernt (neben den ganzen Informatik Zeugs) ---> Wenn man hier "überleben" will, muss man kämpfen bis zum Umfallen und man muss Ungerechtigkeit ertragen können. Hat man es jedoch geschafft, das Ganze zu ertragen, wird man dementsprechend belohnt und glaub mir - ich weiß wirklich GENAU wovon ich rede, überzeuge dich von einigen alten Threads hier im Forum, insbesondere zu denen der Veranstaltung FoC :lol:
Gib also nicht einfach so auf und kehre der TU den Rücken zu, dies wäre zu einfach...
Danke für deine Worte! ;)

Bei mir gestaltet es sich nur leider so, dass ich aus privaten Gründen gar nicht die Zeit habe "so lange zu kämpfen bis ich Umfalle", geschweige denn die Kraft und die Nerven aufbringen kann. Ich wollt eigentlich sehr zeitnah meine BA-Thesis schreiben und habe deshalb wie bekloppt für Mathe 1 gelernt, weil ich es nach meinem ersten Misserfolg so lange nach hinten geschoben habe. Ich wollte ganz sicher sein es zu bestehen und nun stehe ich vor den Trümmern meiner Pläne und Absichten. Ich bin mir gar sehr sicher, dass ich Mathe nicht bestanden habe, weil ich bisher ein super Gespür dafür hatte, wann etwas wirklich verwertbares auf meinen Zetteln stand und wann nicht. Diesmal ist das viel gequirlte Sch...! Ich will jetzt nicht meine ganze mir gebliebene Kraft in die Thesis stecken, um dann beim dritten Versuch von der Uni zu fliegen - fairer wird es nicht, die Hoffnung hab ich aufgegeben und all die Bekundungen, dass unsere Kritik für die nächste Klausur einfließen soll, helfen doch keinem, der die aktuelle Klausur geschrieben hat (Wieder das Beispiel HCI: Was bringt es mir, wenn der Veranstalter zwar einsieht, dass die Fragestellung äußerst weit ausgelegt werden kann und meine Interpretation dieser Frage auch sehr schlüssig und meine Antwort darauf sinnig ist, ich aber trotzdem keine Punkte dafür bekomme, weil der Katalog das so nicht vorsieht - man aber meine Kritik sich zu Herzen nehmen will und in der nächsten Klausur die Fragestellung präzisiert????).

Außerdem, wann soll mein nächster und letzter Versuch sein? In der Nachholklausur, zu der wohl weder mein hart erkämpfter Bonus angerechnet noch großartig Hilfestellung seitens der Veranstalter gegeben wird? In einem Jahr, so dass ich gut sechs Monate mit einer abgegebenen Thesis und angelegter Pistole am Kopf zur Uni gehe, ohne zu wissen, ob sie abfeuert?! Ich will gar nicht wissen, wie schrecklich ich mich beim dritten Versuch fühlen werde. Da kann doch keiner einen klaren Kopf behalten, dem es dabei um etwas geht. Es müsste schon die aktuelle Klausur annulliert werden, damit ich noch Kraft aufbringe - das ist noch unwahrscheinlicher, als eine faire nächste Klausur. Und dann der Mist mit der Regulierung nach erfolgter Exmatrikulation... Wo bitte wird Mathe 1 nicht verlangt? Ich fühle mich, als ob der Ofen dann aus wäre...

Das schlimme ist ja, dass wir ("meckernden") Studenten von den Veranstaltern und der Universitätsobrigkeit doch gar nicht ernst genommen werden. Wer bitte liest sich hier, außer uns Studenten, schon die Beiträge durch? Wer von den Leuten, die was zu sagen haben, nimmt schon die Kritik ernst und steht helfend zur Seite? Das wird doch alles als Gejammer und Beweihräucherung ohne Substanz gewertet und ignoriert.

Hätten wir einen Musterstudenten mit den besten Aussichten auf eine zukünftige summa cum laude Bewertung, so würden die Fanfaren erklingen. Der Rest bringt eben nur Semesterbeiträge! :-P

Ich habe jetzt fürs erste "Semesterferien"... wooohooo... die kann ich bestimmt genießen! Hey... ich habe ja wirklich noch ein paar Tage bis die Uni wieder losgeht... hatte schon Semester, in denen ich direkt im Anschluss an die letzte Prüfung / Abgabe die erste Veranstaltung des neuen Semesters besuchen durfte. Wenigstens etwas... *kopfwehkrieg

Gute Nacht allen zusammen!

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Re: heh

Beitrag von GNut » 18. Mär 2011 01:48

Mirlix_ hat geschrieben:Ich fand die Klausur auch recht happig und im Vergleich zur Probeklausur uebertrieben schwer und Umfangreich. Zum Ferienuebungsblatt denke ich das Mathematiker ein Pool an Aufgaben haben bei denen man weiss das sie lösbar sind, aber man keine Loesungsweg hat, daher finde ich die Argumentation an sich schlüssig und es gab in der Klausur keine Aufgabe die es nur auf dem Ferienblatt gab, daher musste man als Student sich nicht mit dem Ferienuebungsblatt beschaeftigt haben um die Klausur schaffen zu koennen, somit find ich das Argument das es als rechtliche Absicherung veroeffentlich wurde doch recht abstruse.
Ich fand jedoch, ohne das Ferienblatt haette ich deutlich weniger aufgaben loesen koennen. Einige Aufgaben aus der Klausur waren sehr aehnlich zu denen im Ferienblatt (vor allem die Konvergenzaufgaben) und ohne das Ferienblatt haette ich wohl einfach kreuz und quer Aufgaben gerechnet. Weiterhin trug das Ferienblatt zu einem besseren Verstaendnis des Stoffes bei und wer zumindest alle uebungsaufgaben aus dem Skript mal bewiesen hat, hat ja schon Aufgabe 3b) geschenkt bekommen.
Und weil viele kritisieren, dass es keine Musterloesung gab, es hatte auch eine positive Seite. Und zwar die, dass hier im Forum rege ueber Loesungswege diskutiert wurde, was sicher einem besseren Verstaendnis gedient hat, als sich einmal die Loesung durchzulesen (was nichts bringt).
Insgesamt ist das fuer jeden Ersti natuerlich ein Schock, so ne Klausur vorgelegt zu bekommen. Nur mach ich mir keine Hoffnungen, dass Mathe 2 einfacher werden soll. Es ist wohl irgendwo Gewoehnungssache. Ich fand die Klausur zumindest bestehbar und hatte auch schon schwerere. Bin kein Mathe Crack, aber Analysis und Lineare Algebra aus der Physik gepraegt. Man muss sich nur an das Niveau gewoehnen, irgendwann klappt das schon ;) . Was auch zu beachten ist:
Das war auch die erste Mathe fuer Informatiker Veranstaltung von unserem Dozenten, der halt optimistisch war. Es wird bestimmt einfacher in den kommenden Jahren werden, oder zumindest halbwegs ersehbar, wie schwer die Klausur wird.

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Re: heh

Beitrag von robert.n » 18. Mär 2011 02:00

Ihr könnt darauf hoffen, dass sehr großzügig korrigiert wird. Ich wünsche euch dabei viel Glück.

Ist auch besonders bitter für diejenigen, die auf den Abgang vom Streicher gewartet haben (zurecht).

TU Darmstadt ... umwerfend!

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Re: heh

Beitrag von mba » 18. Mär 2011 02:16

MaMaj ich kann deine Gedanken und Sorgen ganz gut nachvollziehen. Ich bin in einer ähnlichen Situation, habe aber "das Glück" nur meinen ersten Versuch zu verbraten, weil ich wie du Mathe bis aufs letzte geschoben habe und auf den Abgang von Streicher gewartet habe. Wenn ich mir das jetzt so anschaue, dann weiß ich das Warten war ein Fehler.

Klar die Klausur war schon machbar und würde man sich die Lösung anschauen, dann denkt man sich was hat man da bloß verbockt. Aber wer ist schon in der Lage in einer Stressituation immer 100% zu geben und alles auf anhieb zu verstehen wo die ganzen Fallen sitzen. Obwohl ich schon viele TUD Klausuren geschrieben habe und durch viele schwere Fächer durch bin, macht mir Mathe sorgen und ich hoffe dass man durch diesen Horror-Trip früher oder später durchkommt.

Ich wünsche dir das du es knapp, aber dennoch bestanden hast!

P.S.: Zum Thema es ließt hier einer mit, wohlmöglich aber ob es irgend eine Auswirkung hat? Oder es einen kümmert, was die Studis im Forum über eine Klausur schreiben? Wer weiß das schon. Hauptsache wir zahlen die Studiengebüren, stellen möglichst wenig Fragen gehen zu keinen Sprechstunden um die Kosten zu senken und die Durchfallquote stimmt, damit alle sagen WOW TUD ist echt hart und die Ratings stimmen. Wir können froh sein, dass wir hier unzensiert und "anonym" unsere Meinung sagen dürfen.
Zuletzt geändert von mba am 18. Mär 2011 02:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: heh

Beitrag von MaMaj » 18. Mär 2011 02:23

Ach, ich kann nicht schlafen... :(

"Großzügige" Korrektur ist zwar schön und gut, aber ich wette, dass es genug Leute gibt, die extrem wenig verwertbares niedergeschrieben haben, weil sie in Panik verfallen sind! *hierichichich

Ich habe bereits Mathe 2 hinter mir und alle anderen Veranstaltungen, in denen man z.B. irgendwie Eigenwerte berechnen musste. Ich berechne Eigenwerte sogar privat immer wieder für die verschiedensten Sachen. Und was konnte ich heute nicht? Eigenwerte berechnen... ich habe mich anfangs einmal verrechnet, hab den Fehler entdeckt und hab es nochmal versucht... und dann geriet ich in Panik... mir wollte das charakteristische Polynom einfach nicht gelingen... dabei habe ich das tausende Male geübt und benutzt... und hier total der Furz! :cry:

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Re: heh

Beitrag von MaMaj » 18. Mär 2011 02:25

mba hat geschrieben:Wir können froh sein, dass wir hier unzensiert und "anonym" unsere Meinung sagen dürfen.
Und trotzdem habe ich das Gefühl du weißt wer ich bin, und ich weiß wer du bist! :mrgreen: Saßen wir heute nebeneinander? :-P

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Re: heh

Beitrag von mba » 18. Mär 2011 02:28

In Panik verfallen ist das Übel aller Klausuren, dann gelingen nicht mal die Sachen, welche man hoch und runter gerechnet hat, hunderte von malen. Wenn man sich dabei erwischt, dass man in Panik gerät, muss man sich wieder runter bringen und weitermachen. Aber das ist natürlich viel einfach gesagt als getan. Ich kenne sogar einige Studis, die sich Wochen vor Klausuren Homeopathisches Zeugs reinfahren, damit sie ruhig bleiben. :D

Jaaaa, aber solange wir uns nur kennen, ist man ja noch immer recht gut unterwegs haha :D

Ich habe es heute geschafft zwei beidseitig vollgekritzelte Zettel abzugeben, mal schauen was davon "Großzügig" verwertbar ist :oops:
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Re: heh

Beitrag von MaMaj » 18. Mär 2011 02:43

Ich habe gerade die erste Aufgabe gelöst, was mir während der Klausur nicht in vier Anläufen geglückt ist... Dabei habe ich sogar einen im Tee... Vielleicht sollte ich mich ja mal gut vor Mathe besaufen... Meinem alten Mathelehrer scheint das auch geholfen zu haben. Der hat aber nicht Klausuren geschrieben, sondern schreiben lassen...

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Re: heh

Beitrag von spyro.makedonski » 18. Mär 2011 04:02

MaMaj hat geschrieben:Ach, ich kann nicht schlafen... :(

"Großzügige" Korrektur ist zwar schön und gut, aber ich wette, dass es genug Leute gibt, die extrem wenig verwertbares niedergeschrieben haben, weil sie in Panik verfallen sind! *hierichichich

Ich habe bereits Mathe 2 hinter mir und alle anderen Veranstaltungen, in denen man z.B. irgendwie Eigenwerte berechnen musste. Ich berechne Eigenwerte sogar privat immer wieder für die verschiedensten Sachen. Und was konnte ich heute nicht? Eigenwerte berechnen... ich habe mich anfangs einmal verrechnet, hab den Fehler entdeckt und hab es nochmal versucht... und dann geriet ich in Panik... mir wollte das charakteristische Polynom einfach nicht gelingen... dabei habe ich das tausende Male geübt und benutzt... und hier total der Furz! :cry:
genau das hat mit mir auch heute passiert

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Re: heh

Beitrag von tonyp » 18. Mär 2011 10:07

Also ich fand die Klausur auch zu schwer - ich denke da sind sich hier alle einig.

Die Aufgabe 1a war schon machbar - aber bei der b) war mir schon nicht mehr klar was ich genau machen soll. Wollten die wirklich Eigenvektoren, dann die S Matrix, diese invertieren und dann S * D^213 * S^(-1) ausgerechnet haben? Das hab ich auf jeden Fall weggelassen, schon so war die Klausur ja zeitlich anspruchsvoll. Zumal es ja "nur" 10 Punkte für die ganze Aufgabe 1 gab.

Irgendwie hab ich auch erwartet, dass die Klausur ein paar einfachere Aufgaben parat hat - es wurde ja doch sehr(!) oft betont, dass sich die Klausur am Niveau und am Schwierigkeitsgrad der Probeklausur orientieren wird.
Dass nicht schon wieder ein ggT dran kommt war ja zu erwarten - aber wo war die HNF - wo war Gauß? Wegen mir auch noch ein Basiswechsel oder ähnliche LA Aufgaben.

dees
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Re: heh

Beitrag von dees » 18. Mär 2011 11:03

Also ich würde gerne mal folgende Kritiken aussprechen, ich weiss nicht ob andere Leute das ähnlich sehen:

1. Aufgabe 1 einfach zu zeitaufwendig, ich hab mich einmal verrechnet und schon merke ich nach einer 3/4 Seite Rechnung dass meine Eigenwerte nicht stimmen können, danach konnte ich wegen Zeitmangels die Aufgabe knicken. Ich fands auch extrem schlecht, dass der Aufgabenteil b) und c) auf dem Teil a) aufgebaut hatte, denn ich wusste genau wie ich die b) und c) beantworten konnte, aber ohne Diagonalmatrix und Eigenvektoren konnte ich halt keine Aussagen machen.

2. Der abelsche Beweis mit not(g*h) = not(g)*not(h). Ich hatte keine Ahnung wie ich diesen hätte angehen soll mangels fehlender Informationen. Hier im Forum hatte ich dann gelesen dass wir uns auf die Informationen aus H15 stützen müssten, als ich das dann gesehen hatte war der Beweis natürlich einfach aber warum kann so eine Info nicht auf der Klausur vermerken? So etwas wie "Hinweis: es gilt not(g1*g2) = not(g2) * not(g1)" oder "Hinweis: Es gelten die Regeln aus H15".
Dadurch war für mich die Aufgabe in der Klausur unlösbar.

3. Ähnlich wie oben. Der Beweis mit er orthogonalen Untergruppe. Es stand zwar schön da dass die Bermerkung 2.3401i340j43 aus dem Skript nicht gilt aber hätte man die Seite wo die Allgemeine lineare Gruppe definiert ist nicht mal angeben können? Oder gleich auf der Klausur vermerken können wie diese nochmals definiert war? Ich habe im Skript gesucht und sie nicht gefunden, ok jeder sollte natürlich fähig sein irgendwas nachzuschlagen aber mit diesem Zeitdruck hört man auch mal schnell auf zu suchen wenn man etwas nach kurzer Zeit nicht gefunden hat.

4. Ist zwar auch eine Kleinigkeit, trotzdem: In der MC-Aufgabe gab es sowas wie "Eine beschränkte Folge die streng monoton... konvergiert". Ist ja schön und gut, diesen Satz gibt es bei uns im Skript allerdings nur für einen monotone Folge und nicht streng monoton, die Definition von "streng monoton" gibt es bei uns im Skript nicht? (Falls es sie doch gibt und ich sie nicht gefunden habe tuts mir leid). Aber wie sollen wir eine Aussgabe über etwas machen, was nichtmal bei uns im Skript definiert ist?

In diesem Sinne war die Matheklausur für mich persönlich eine riesen Enttäuschung da ich sehr viel Zeit in die ganze Veranstaltung investiert habe und wahrscheinlich durchgefallen bin.

mfG

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Re: heh

Beitrag von MaMaj » 18. Mär 2011 11:38

dees hat geschrieben:Also ich würde gerne mal folgende Kritiken aussprechen, ich weiss nicht ob andere Leute das ähnlich sehen:

1. Aufgabe 1 einfach zu zeitaufwendig, ich hab mich einmal verrechnet und schon merke ich nach einer 3/4 Seite Rechnung dass meine Eigenwerte nicht stimmen können, danach konnte ich wegen Zeitmangels die Aufgabe knicken. Ich fands auch extrem schlecht, dass der Aufgabenteil b) und c) auf dem Teil a) aufgebaut hatte, denn ich wusste genau wie ich die b) und c) beantworten konnte, aber ohne Diagonalmatrix und Eigenvektoren konnte ich halt keine Aussagen machen.

2. Der abelsche Beweis mit not(g*h) = not(g)*not(h). Ich hatte keine Ahnung wie ich diesen hätte angehen soll mangels fehlender Informationen. Hier im Forum hatte ich dann gelesen dass wir uns auf die Informationen aus H15 stützen müssten, als ich das dann gesehen hatte war der Beweis natürlich einfach aber warum kann so eine Info nicht auf der Klausur vermerken? So etwas wie "Hinweis: es gilt not(g1*g2) = not(g2) * not(g1)" oder "Hinweis: Es gelten die Regeln aus H15".
Dadurch war für mich die Aufgabe in der Klausur unlösbar.

3. Ähnlich wie oben. Der Beweis mit er orthogonalen Untergruppe. Es stand zwar schön da dass die Bermerkung 2.3401i340j43 aus dem Skript nicht gilt aber hätte man die Seite wo die Allgemeine lineare Gruppe definiert ist nicht mal angeben können? Oder gleich auf der Klausur vermerken können wie diese nochmals definiert war? Ich habe im Skript gesucht und sie nicht gefunden, ok jeder sollte natürlich fähig sein irgendwas nachzuschlagen aber mit diesem Zeitdruck hört man auch mal schnell auf zu suchen wenn man etwas nach kurzer Zeit nicht gefunden hat.

4. Ist zwar auch eine Kleinigkeit, trotzdem: In der MC-Aufgabe gab es sowas wie "Eine beschränkte Folge die streng monoton... konvergiert". Ist ja schön und gut, diesen Satz gibt es bei uns im Skript allerdings nur für einen monotone Folge und nicht streng monoton, die Definition von "streng monoton" gibt es bei uns im Skript nicht? (Falls es sie doch gibt und ich sie nicht gefunden habe tuts mir leid). Aber wie sollen wir eine Aussgabe über etwas machen, was nichtmal bei uns im Skript definiert ist?

In diesem Sinne war die Matheklausur für mich persönlich eine riesen Enttäuschung da ich sehr viel Zeit in die ganze Veranstaltung investiert habe und wahrscheinlich durchgefallen bin.

mfG
Ja, ich gebe dir recht. Die Klausur war unter dem Zeitdruck einfach nicht lösbar, weil überfüllt mit Transferaufgaben der Sorte "das erste was dir morgens nach dem Aufwachen einfallen sollte, ist die Lösung! Wenn du auf dem Klo sitzt, denkst du an die Lösung! Machst du liebe mit einer Frau - denke an die Lösung!".

Wie schon gesagt: Ich habe Aufgaben nicht geschafft, die ich sonst jeden Tag löse. Das kann man genauso auf das Suchen und Finden irgendwelcher Hinweise in einer Kofferklausur beziehen. Ich mag Kofferklausuren nicht, ich finde sie sind auch nur Vorwand den Schwierigkeitsgrad nach belieben zu regeln. Für diese Klausur habe ich auch nur das nötigste mitgenommen und hatte auch eine kurze Zusammenfassung aller Themen, für Situationen, in denen ich vielleicht nicht ganz suverän eine Entscheidung für das weitere Vorgehen finden kann. Dass diese Zusammenfassung nicht alle Details enthalten kann, sowie Permutationen irgendwelcher Zusammenhänge und Beziehungen, ist wohl ersichtlich. Das Skript, sowie alle Übungen mit vorgegebenen Lösungen, sowie meinen eigenen handschriftlichen Lösungen lagen neben mir. Doch wie soll man in der Zeit ein solches Archiv durchwälzen, wenn sogar schon die PostIt-Sticker-Lesezeichen / -Denkhilfen so zahlreich sind, dass es schon eine gefühlte Ewigkeit dauert diese durchzuschauen.

Ein Prof, welcher sein Leben der Mathematik widmet, mag das zwar nicht mehr nachvollziehen können, weil er alles immer und ständig parat hat (was ich auch nicht glaube), doch es sollte für jemanden mit Lehrauftrag möglich sein diese Transferleistung zu erbringen, um das Niveau von Studenten richtig einzuschätzen. Epic Fail!

Was die Folge angeht, so habe ich das mit wahr beantwortet. Ich dachte mir: Na ja, wenn eine monotone Folge, welche in ihrer Monotonierichtung beschränkt ist, irgendwann konvergiert, dann muss die Verschärfung erst recht konvergieren, weil ja streng monoton bedeutet, dass jedes nächste Folgenglied echt größer bzw. echt kleiner als das Vorgängerfolgenglied ist und die Folge noch schneller gegen die Schranke donnert, ähnlich wie wir gestern gegen die Wand. Aber als ich das Skript aufschlug, um eben dies in der Hektik zu verifizieren sah ich ebenfalls keine Übereinstimmung. Das war dann auch so... "okay, ich hoffe ich habe jetzt keinen dummen Denkfehler..."

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Re: heh

Beitrag von GNut » 18. Mär 2011 12:11

dees hat geschrieben:Also ich würde gerne mal folgende Kritiken aussprechen, ich weiss nicht ob andere Leute das ähnlich sehen:

1. Aufgabe 1 einfach zu zeitaufwendig, ich hab mich einmal verrechnet und schon merke ich nach einer 3/4 Seite Rechnung dass meine Eigenwerte nicht stimmen können, danach konnte ich wegen Zeitmangels die Aufgabe knicken. Ich fands auch extrem schlecht, dass der Aufgabenteil b) und c) auf dem Teil a) aufgebaut hatte, denn ich wusste genau wie ich die b) und c) beantworten konnte, aber ohne Diagonalmatrix und Eigenvektoren konnte ich halt keine Aussagen machen.

2. Der abelsche Beweis mit not(g*h) = not(g)*not(h). Ich hatte keine Ahnung wie ich diesen hätte angehen soll mangels fehlender Informationen. Hier im Forum hatte ich dann gelesen dass wir uns auf die Informationen aus H15 stützen müssten, als ich das dann gesehen hatte war der Beweis natürlich einfach aber warum kann so eine Info nicht auf der Klausur vermerken? So etwas wie "Hinweis: es gilt not(g1*g2) = not(g2) * not(g1)" oder "Hinweis: Es gelten die Regeln aus H15".
Dadurch war für mich die Aufgabe in der Klausur unlösbar.

3. Ähnlich wie oben. Der Beweis mit er orthogonalen Untergruppe. Es stand zwar schön da dass die Bermerkung 2.3401i340j43 aus dem Skript nicht gilt aber hätte man die Seite wo die Allgemeine lineare Gruppe definiert ist nicht mal angeben können? Oder gleich auf der Klausur vermerken können wie diese nochmals definiert war? Ich habe im Skript gesucht und sie nicht gefunden, ok jeder sollte natürlich fähig sein irgendwas nachzuschlagen aber mit diesem Zeitdruck hört man auch mal schnell auf zu suchen wenn man etwas nach kurzer Zeit nicht gefunden hat.

4. Ist zwar auch eine Kleinigkeit, trotzdem: In der MC-Aufgabe gab es sowas wie "Eine beschränkte Folge die streng monoton... konvergiert". Ist ja schön und gut, diesen Satz gibt es bei uns im Skript allerdings nur für einen monotone Folge und nicht streng monoton, die Definition von "streng monoton" gibt es bei uns im Skript nicht? (Falls es sie doch gibt und ich sie nicht gefunden habe tuts mir leid). Aber wie sollen wir eine Aussgabe über etwas machen, was nichtmal bei uns im Skript definiert ist?

In diesem Sinne war die Matheklausur für mich persönlich eine riesen Enttäuschung da ich sehr viel Zeit in die ganze Veranstaltung investiert habe und wahrscheinlich durchgefallen bin.

mfG
1. Die A1 a) war ziemlich schnell machbar, wenn man gesehen hat, dass man ausklammern konnte.

2. Hat mir zumindest eine aehnliche Aufgabe aus der Probeklausur geholfen, die zu loesen. Na klar, ich haette es auch gern, wenn in der Klausur Hinweise auf aehnliche Aufgaben geben werden, aber wenn ich dann die ganze klausur nur noch aus meinen Aufzeichnungen abschreibe, ist das dann wirklich noch eine Klausur? Das kann man wohl wirklich nicht verlangen.

3. Daher fand ich A3a) eigentlich geschenkt, wenn man die Aufgabe mal selber gemacht hat. Und es ist sicher nicht so, dass keiner die moeglichkeit hatte, die uebungsaufgaben im skript, die nicht in der Hausuebung gezeigt werden sollten, mal selbst zu rechnen. Zudem waren die Definitionen bereits angegeben, z.B. GL als Gruppe von allen invertierbaren Elementen.

4. Also streng monoton, kenn ich noch von meiner Schulzeit... Und auch waehrend der Mathe1 Veranstaltungen ist der Begriff mehrmals gefallen. Heisst einfach, dass jedes Folgenglied > oder < als das darauffolgende ist, und nicht wie bei einfacher Monotonie <= oder >= .

Flo S
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Re: heh

Beitrag von Flo S » 18. Mär 2011 14:58

Also ich fand die Klausur lösbar.
Sie war nicht übertrieben einfach wie manche andere Klausure, aber ich fand sie auch nicht zu schwer.

Aufgabe 1 war lösbar, aber hat anscheinend viel Zeit verschlungen.
Aufgabe 2 waren die meisten Folgen/Reihen minimal umzuformen und man konnte direkt die Lösung sagen bzw waren bekannte Fälle
Aufgabe 3 a.) gab es fast schon in den Übungen und war nahezu nur Copy Paste b.) war auch relativ einfach
Aufgabe 4 Hier gab es die Hälfte der Punkte alleine schon dafür zu sagen ob die Aussage Wahr oder Falsch ist, die andere Hälfte für Begründung
Aufgabe 5 Wenn man sich mit der Übungsaufgabe auf der diese Aufgabe beruht beschäftigt hat und sie gelöst hat, war sie auch lösbar
Aufgabe 6 - Naja Multiple Choice halt. Besser als der in NCS hoffe ich ^^ da hatten letztes Semester fast alle 0 Punkte :D

Alle Aufgaben waren leichter als in den Übungen und es kam auch nichts dran das nicht behandelt wurde.
Was jedoch unpraktisch war, war die Probeklausur. So ziemlich jede Probeklausur die ich bisher geschrieben habe enthielt nur Stoff,
der in der richtigen Klausur nicht mehr drankam. Wenn man das allerdings nicht weiß und annimmt, dass die Klausur ähnlich wie die
Probeklausur wird, dann kann man die Entrüstung hier verstehen. Die Probeklausur war ja zu etwa 50% eine Schulklausur und nur zu
50% eine Uniklausur. Die Hälfte war ja stupides Rechnen (Ebenen, Euklid..).

Schön war, dass in der Klausur die Aufgabenstellungen gut verständlich waren. In den Übungen waren doch einige Aufgabestellungen, die
mathematisch falsch bzw unvollständig waren (Das sagen sogar ihre eigenen Kollegen am FB ;)).

Bezüglich dem streng monoton:
Das ist auch etwas komisch, da ich streng monoton als unmögliche Eigenschaft kenne (Sie gibt es theoretisch, aber keine Folge/Reihe/Funktion kann sie haben)
Eine monotone Folge ist ja eine Folge, die sowohl monoton fällt als auch monoton steigt (die Glieder sind also gleich da sie <= und >= sein müssen)
Eine streng monoton fallende bzw steigende Folge ist eine Folge, die entweder immer echt-steigend oder echt-fallend sein muss. Da hier aber von einer
streng monotonen Folge geredet wurde (also nicht fallend bzw steigend), müsste diese echt-steigend und echt-fallend gleichzeitig sein, was wie gesagt unmöglich ist.

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