Interessanter Artikel über Studiumsabbruch

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kahler
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Beitrag von kahler »

Yankee hat geschrieben:Kann man das?
In den Bachelorstudiengängen wohl schon. Zumindest in Hessen.
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Arki
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Beitrag von Arki »

Also soweit ich weiß, ist das nicht an Diplom- oder Bachelorstudiengängen gebunden, sondern daran, in welchem Zweig man sein Fachabi gemacht hat. Ich kenn die Schulstruktur nur aus Bayern und dort ist es so, dass man üblicherweise das Fachabi an einer Fach- oder Berufsoberschule machen und in feste Zweige (technisch, wirtschaftlich, sozial) eingeteilt werden kann (je nach Präferenz oder nach Berufsausbildung im Falle von Berufsoberschulen). Mit dem Fachabi eines entsprechenden Zweiges kann man dann ein Universitätsstudium ähnlicher Ausrichtung (technisch, wirtschaftlich, sozial) beginnen.
Der Biber machts richtig: Nagt alles kaputt!

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tiwoc
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Beitrag von tiwoc »

Man kann mit der Fachhochschulreife (=Fachabi) einen beliebigen Bachelor-Studiengang beginnen:
http://www.tu-darmstadt.de/stud_sekreta ... zungen.tud

plasma
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Beitrag von plasma »

Ob man bei Durchfallquoten von 70-80% wirklich noch den Studenten die Schuld geben kann?

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foo
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Beitrag von foo »

plasma hat geschrieben:Ob man bei Durchfallquoten von 70-80% wirklich noch den Studenten die Schuld geben kann?
Ja?

Tomi
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Beitrag von Tomi »

foo hat geschrieben:
plasma hat geschrieben:Ob man bei Durchfallquoten von 70-80% wirklich noch den Studenten die Schuld geben kann?
Ja?
Ich glaube, die rhetorische Frage von Plasma zielte eigentlich auf die Frage hinaus, ob bei besagten Durchfallquoten die Schuld wirklich mehrheitlich bei den Studenten liege.

HTH,
Tomi

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Yankee
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Beitrag von Yankee »

Ja?

Tomi
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Beitrag von Tomi »

Syntaktisch ist das ja alles klar, aber semantisch kann ich Deine Antwort nicht wirklich verstehen, Yankee. Würde statt dem Fragezeichen ein Punkt oder Ausrufezeichen stehen, würde es einen Sinn für mich ergeben.

Gruß,
Tomi

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Yankee
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Beitrag von Yankee »

Ich wollte nur mein tief empfundenes Interesse an Deinem inhaltsvollen Kommentar zu diesem noch wertvolleren Beitrag plasma's zum Ausdruck bringen.

A.
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Beitrag von A. »

Da jemand anderes FH erwähnt hat... mal als ehemaliger FH-Student:
Jtb hat geschrieben:eine handvoll Studenten kommen auf einen Prof.
Kommt hin (10-15 zu 1). Dafür gibts keine Mentoren, keine Studienberatung, keine "Anlaufstellen".
Jtb hat geschrieben:Dieser hat wöchentlich eine Sprechstunde.
Kommt nicht hin. Nur mit Anmeldung. Wenn er Lust hat. Sonst trifft man ihn bei kurzen Fragen halt in der Cafeteria oder so.
Jtb hat geschrieben:Assis oder studentische Tutoren zum Abfangen gibt es quasi nicht.
Ja - dafür ist nämlich kein Geld da.
Jtb hat geschrieben:Meistens freut sich der Prof wenn ihn mal wieder jemand besucht
Nicht wirklich bei jedem.
Jtb hat geschrieben:Praktika werden direkt von den Profs geleitet (teilweise mit Unterstützung eines studentischen Tutors).
Ja (mit gepr. HiWi als Assistent, manchmal halt auch nur mit dem). "Praktika" im Sinne von Laboren entsprechend RTP.
Jtb hat geschrieben:Prüfungen zum Programmieren sind praktisch am PC zu machen (anstatt einer Klausur)!
Ja (kam zumindest bei mir vor).
Jtb hat geschrieben:Stundenplan ist quasi für eine "Klasse" (Zug) fest, so dass man immer mit den gleichen Leuten zusammen sitzt.
Nicht komplett, aber so ähnlich. Da gibts dann natürlich noch Vertiefungsrichtungen, "geteilte" Labore (aus Platzmangel), "Klappveranstaltungen" mit Parallelkursen, zusätzliche Veranstaltungen etc.
Jtb hat geschrieben:Große Vorlesungsräume wie an der TUD gibt es garnicht.
Kommt drauf an, was man als "groß" definiert. Durchaus größer als Seminarräume - Audimax-Verhältnisse aber definitiv nicht.
Jtb hat geschrieben:Durch die geringe Menge von Hörern in einer Vorlesung kann man ohne Probleme Fragen stellen und sogar Mini-Übungen während der Vorlesung machen.
Durchaus. Auch wenns meist eher frontal läuft.
Jtb hat geschrieben:Belegen von LV und Klausuranmeldungen kann man über ein Webinterface machen.
Bei uns ging das noch über das Sekretariat. Und es gab keine Anmeldungen, sondern nur Abmeldungen von Klausuren (d.h. auf dem Zettel streichen, was man nicht will). Jedes Semester.
Jtb hat geschrieben:Nach zwei Semestern kennt man seine Mit-Studenten und vor allem die Profs.
Eher ein Semester. Dafür ist nach ein bis zwei Semestern auch die Hälfte des sowieso kleinen "Kurses" wieder raus.

Wem das ganze zu "verschult" vorkommt:
Es gab - zumindest bei uns - keine Verpflichtung irgendeine LV zu einem bestimmten Punkt/Semester zu belegen. Lediglich die, sie für den Abschluß irgendwann in der Tasche zu haben (wie ja an der Uni für gut 75% der CP auch), und der hatte entsprechende Fristen (wie ja an der Uni effektiv auch eingeführt).
Dafür wurde jede LV auch jedes Semester angeboten, teilweise von mehreren Profs (wegen Parallelkursen).

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Trendopfer
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Beitrag von Trendopfer »

A. hat geschrieben:Da jemand anderes FH erwähnt hat... mal als ehemaliger FH-Student:
Jtb hat geschrieben:Nach zwei Semestern kennt man seine Mit-Studenten und vor allem die Profs.
Eher ein Semester. Dafür ist nach ein bis zwei Semestern auch die Hälfte des sowieso kleinen "Kurses" wieder raus.
Das ist, wie ich finde ein enorm großer Vorteil!!! Ich bin zwar ziemlich umgänglich(denke ich zumindest) und hab daher auch nicht soo die Probleme Leute kennenzulernen, aber es ist echt ein Vorteil wenn man im 'Klassenverband' Leute zwangsmäßig kennelernt.
Natürlich gibt es darunter immer mal Menschen mit denen man wirklich nur das notwendigste zusammen machen möchte, aber das gleicht sich wieder mehr als aus wenn man Leute kennenlernt die man von sich aus nie angesprochen hätte, die sich im Nachhinein aber als echt gute Kumpanen herausstellen. (Prinzip Bundeswehr)

Bis auf diesen Punkt finde ich es an der TU aber echt besser schon allein wegen der ganzen Freiheiten die man hat. Ne echte Uni eben...

A.
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Beitrag von A. »

Von den Freiheiten her - naja, Uni halt.

Was mich an der TU öfters mal frustriert, ist, daß hier massiv bei der Organisation gespart wird - seitens des Landes, nicht der Uni selbst.
Auf die Anerkennung meines Antrags zum Studienzeitkonto damals durfte ich zum Beispiel 10 Monate warten - der Grund? Es gab um die 6000 Anträge, aber nur zwei halbe Stellen zur Bearbeitung.

90% aller "Anlaufstellen" an dieser Uni - sei es Sekretärinnen, Hiwis, Ämter, sonstiges - sind maximal halbtags angestellt. Und stehen meist noch weniger "öffentlich" zur Verfügung (wobei die TUD dabei im Vergleich zu anderen Unis immer noch sehr gut abschneidet - im Vergleich zu BA/FH aber absolut nicht!). Und sorry, aber das Meiste - gerade wenn man sich rechtlich absichern will - läßt sich nun mal nicht per email lösen.

Das Kernangebot an Lehre ist - zumindest in unserem Fachbereich - ziemlich gut. Was nicht zuletzt damit zusammenhängt, daß wir an sich recht viele Institute haben, plus die Verknüpfung mit den Fraunhofer-Instituten. Da kommt halt einfach viel zusammen, wenn jedes Institut so drei bis fünf LV macht. Am "erweiterten Angebot" der TUD wird aber immer mehr der Rotstift angesetzt - dem Sprachenzentrum wurden rund 50% der Mittel gekürzt, die HLB würde ich als eher sehr mittelmäßig bezeichnen (was ausleihbares! Studienmaterial angeht), die interdisziplinären Studiengänge sehen - zumindest aus dem Kopf raus - wesentlich mehr auf Seminarform hin gestrafft aus. Also nix mehr zum "Reinschnuppern".

Und dann kommt natürlich noch die Bologna-Umstellung dazu. Bei der die TUD natürlich unbedingt den Vorreiter spielen wollte und will. Hat ja beim ersten Versuch nicht so ganz geklappt - also neuer Anlauf. Der geht halbwegs, aber Prof Weihe möchte ja noch gewisse Ziele verwirklicht sehen. Also noch einer. Und die Leute, die schon vor dem ersten Anlauf da waren? Tja, sind ja nicht mehr so viele - sollen se doch sehen, wo se bleiben, irgendwie kriegt man die schon los?

Teilweise is es schon sehr frustrierend. Ich kenn auch an sich recht viele Studenten an der TUD, die wirklich am liebsten das Ganze sein lassen würden. Ein, zwei Semester raus aus dem Ganzen, arbeiten gehen und den Kopf etwas entspannen, und dann kann man wieder - ich kenn einige Leute an der TUD, die das gern machen würden. Ich habs gemacht, und jetzt bin ich nur noch hier mit dem Ziel "jetzt muß ein Abschluß her, egal wie".

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godfather
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Beitrag von godfather »

mal zurück zum Thema, ich denke, es sind weit höhere Zahlen, was den Dropout-Faktor betrifft.. ich schätze mal von den 400 Studenten, die mit mir angefangen haben sind nur noch max 80-100 übrig..
also liegt der DOF bei einer Zahl oberhalb der 75% ..

Das so viele Studenten merken, dass Sie nicht für das Fach tauglich sind liegt aber meine Meinung nach an der schlechten Aufklärung und Berufsorientierung in der Schule.. Die Leute, die wirklich motiviert und geeignet sind, setzen sich immer durch an der Hochschule..

Die ersten 2 der 3 Vorschläge de Stifterverbandes in dem Spiegel halte ich auch für eine einseitige Sichtweise.. Es gibt keine direkte Beziehung zwischen Qualität der Lehre und der Zahl der Abbrecher/Absolventen. Und meiner Meinung nach stimmt die Qualität der Lehre durchaus, nur die Studenten (mir inklusive) werden (wurden) während dem Studium nicht ausreichend betreut und unterstützt.. Daher finde ich das neue Mentorenprogramm so wichtig und notwendig..

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