Formen des Protests

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Welche Mittel des Protests, glaubst Du, wären effektiv(!), um Studiengebühren vielleicht doch noch abwenden zu können?

Persönliche Übergriffe auf Institutionen wie den Hessischen Landtag oder Roland Koch unter Anwendung von Gewalt
11
18%
Verschärfte Demonstrationen wie in Frankreich mit offener Konfronation
19
32%
Friedliche Massendemonstrationen in Wiesbaden vor dem Landtag bzw vor der CDU-Zentrale
17
28%
Kleinere, verteilte friedliche Demonstrationen wie heute in Darmstadt
1
2%
Kein Verfahren ist effektiv, wenn man dafür seine Prinzipien und Moralvorstellungen opfert.
12
20%
 
Abstimmungen insgesamt: 60

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AlexB
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Formen des Protests

Beitrag von AlexB »

Die heutige kleine Demonstration gegen Studiengebühren hat mich zur Überlegung gebracht, ob so eine Form des Protests denn überhaupt auch nur den kleinsten Erfolg zeigen wird. Zwar wird so tatsächlich einigen Leuten das Thema "Studiengebühren" überhaupt erst nähergebracht, aber meiner Meinung nach werden sich die meisten Autofahrer, denen heute der Weg versperrt wurde, über die Verspätung ärgern oder gar denken "Wenn es Gebühren gibt, müssen sich die Studenten wenigstens mit dem Studium beeilen und lungern mir nicht mehr im Weg rum."

Mich interessiert, welche Form des Protests ihr für effektiv haltet, um evtl. die Einführung der Studiengebühren stoppen zu können - auch wenn sie einigen persönlichen Grundprinzipien teilweise konträr entgegenstehen könnten, zum Beispiel den Verzicht auf Gewalt.

Ich möchte daran erinnern, dass die unnachgiebigen und mit großer Härte geführten Proteste in Frankreich zum Erfolg geführt haben. Denn scheinbar lässt sich das Recht auf Demokratie, der Herrschaft des Volkes, in unseren festgefahrenen Systemen nur noch durch den Einsatz extremer Mittel wie der Gewalt durchsetzen.

Mein Standpunkt dazu ist, dass sich die entsprechenden Politiker wie ein gewisser Herr Koch allenfalls zu einem milden Lächeln bewegen lassen, wenn einige hundert Studentlein auf der Straße stehen. Daher sollte man ernsthaft in Erwägung ziehen, die Diskussion und die Formen des Protestes in Zukunft härter zu führen, so weit, bis Personen wie Herr Koch am eigenen Leib spüren, dass die Masse, sprich die ursprünglich vorgesehene Machtbasis der Demokratie (dass wir hier in einer de facto Scheindemokratie leben ist nicht das Thema der Diskussion) derartig unsoziale Entscheidungen nicht zu tolerieren bereit ist.

Folgend dem Motto "Friede den Hütten, Krieg den Palästen."
Sprich: Nicht in Darmstadt demonstrieren. Sondern in Wiesbaden. Und wenn Steine fliegen, wer kann es verübeln? Niemand ist gezwungen, in unsererm Land unsoziale, gegen den Willen des Volkes durchgesetzte Entscheidungen schweigend hinzunehmen. Denn wenn diese nicht auf einem demokratischen Weg (Volksentscheide, Bürgerbegehren, Abstimmungen) abgewendet werden können, ist es - meiner Meinung nach - legitim hierfür den Pfad der Rechtsmäßigkeit zu verlassen. Denn ebenso rechtslos, unter dem Deckmantel der Demokratie betreiben führende Politiker ihre Gesetzgebung (Studiengebühren, Euroeinführung, EU-Verfassung .. wurden wir eigentlich gefragt?).


Zur eigenen Person: Anarchistische oder autonomes Gedankengut liegen mir mehr als fern. Ich sehe den Einsatz von Gewalt grundlegend als die Eingestehung der Niederlage des Intellekts, dennoch glaube ich, in der Anwendung von Gewalt könnte der einzig realistische Weg bestehen, Studiengebühren noch abzuwenden. Das Problem ist, inwiefern solche Taten dann noch moralisch gerechtfertigt werden können. Darum diese Umfrage.
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Tillmann
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Re: Formen des Protests

Beitrag von Tillmann »

AlexB hat geschrieben:Denn scheinbar lässt sich das Recht auf Demokratie, der Herrschaft des Volkes, in unseren festgefahrenen Systemen nur noch durch den Einsatz extremer Mittel wie der Gewalt durchsetzen. [...] (dass wir hier in einer de facto Scheindemokratie leben ist nicht das Thema der Diskussion) [...] Denn wenn diese nicht auf einem demokratischen Weg (Volksentscheide, Bürgerbegehren, Abstimmungen) abgewendet werden können, ist es - meiner Meinung nach - legitim hierfür den Pfad der Rechtsmäßigkeit zu verlassen.
Und eine Abstimmung in einem gewählten Parlament zählt für Dich nicht als demokratischer Weg?
AlexB hat geschrieben:Anarchistische oder autonomes Gedankengut liegen mir mehr als fern.
Sicher?

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tiwoc
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Beitrag von tiwoc »

Schließen sich Antwort 3 und 5 aus?

A.
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Beitrag von A. »

@AlexB:

man sollte vielleicht darauf hinweisen, daß parallel zur Darmstädter FH-Demo (ausser fast der kompletten JuSo-Fraktion war da nämlich kaum einer von der TU) in Frankfurt auch ne kleine Demo lief. mit 6000 Leuten.
und da flogen irgendwann auch Blumenkübel, und es gab ein paar Festnahmen, ein bischen Knüppelaktion, und Pfefferspray.
Zuletzt geändert von A. am 18. Mai 2006 18:36, insgesamt 1-mal geändert.

dcdead
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Beitrag von dcdead »

A. hat geschrieben:@AlexB:

man sollte vielleicht darauf hinweisen, daß parallel zur Darmstädter FH-Demo (ausser fast der kompletten JuSo-Fraktion war da nämlich kaum einer von der TU) in Frankfurt auch ne kleine Demo lief. mit 6000 Leuten.
und da flogen irgendwann auch Blumenkübel, und es gab ein paar Festnahmen, ein bischen Knüppelaktion, und Pfefferspray. und nein, ich habs nicht von der Bambule-Demo.
Jepp, die haben da wohl schon geübt, wie man mit den englischen Hooligans bei der WM umgehen soll - an sich wars friedlich, nur ein paar Leute sind wie immer aus der Reihe getanzt

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Absolut Lord
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Beitrag von Absolut Lord »

ist der post von AlexB nicht irgendwo auch bißchen "aufruf zur gewalttätigkeit"? soweit ich weiß ist das in deutschland eine strafbare handlung... oder?
... if a machine, a terminator, can learn the value of human life, maybe we can too ...

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AlexB
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Beitrag von AlexB »

Absolut Lord hat geschrieben:ist der post von AlexB nicht irgendwo auch bißchen "aufruf zur gewalttätigkeit"?
Nein ist es nicht, zumindest ist es nicht als solches gedacht. Ich möchte klar betonen, dass die Umfrage nach einem _effektiven_ Weg fragt, wie man Studiengebühren stoppen könnte, ob diese Methoden auch moralisch vertretbar wären ist die andere Frage. Insofern hätte ich eigentlich den letzten Auswahlpunkt weglassen sollen, da ich zumindest hoffe, dass die große Mehrheit mit diesem von vorneherein übereinstimmt.
Für mich stellt sich die Frage, wie gerecht eine Abwendung von Studiengebühren wäre, wenn man dafür das Gesetz gebrochen hat. Unrecht gleicht sich nicht mit Unrecht aus. Daher sehe ich nach demokratischen Prinzipien keinen Weg, die Studiengebühren noch aufzuhalten, denn friedliche Demonstrationen sind zwar mit dem Gewissen vereinbar, werden jedoch leider nicht die erwünschte Wirkung zeigen.
Um es kurz zu machen: Die Umfrage soll nur erfragen, wie ihr glaubt, dass die Studiengebühren noch abwendbar wären.

Tillmann hat geschrieben:Und eine Abstimmung in einem gewählten Parlament zählt für Dich nicht als demokratischer Weg?
Bei einer Demokratie in seiner idealisierten Form ist das nicht demokratisch, denn effektiv haben wir in Deutschland nur die Wahl zwischen einer Hand voll Großparteien, die sich in ihren Regierungsbündnissen so oder so nicht grundlegend unterscheiden. Eine Form, die für mich eine wahre Demokratie darstellen würde, aber, was außer Frage steht, nicht realisierbar ist, wäre der vermehrte Einsatz von Bürgerbegehren und Volksbefragungen. Daher stehe ich der Demokratie, wie wir sie erleben, skeptisch gegenüber.

BTW: Ich bevorzuge eine Aristokratie nach dem aristotelischen Prinzip.

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Tillmann
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Beitrag von Tillmann »

AlexB hat geschrieben:
Absolut Lord hat geschrieben:ist der post von AlexB nicht irgendwo auch bißchen "aufruf zur gewalttätigkeit"?
Nein ist es nicht
AlexB hat geschrieben:Denn wenn diese nicht auf einem demokratischen Weg (Volksentscheide, Bürgerbegehren, Abstimmungen) abgewendet werden können, ist es - meiner Meinung nach - legitim hierfür den Pfad der Rechtsmäßigkeit zu verlassen.
AlexB hat geschrieben:Daher sehe ich nach demokratischen Prinzipien keinen Weg, die Studiengebühren noch aufzuhalten, denn friedliche Demonstrationen sind zwar mit dem Gewissen vereinbar, werden jedoch leider nicht die erwünschte Wirkung zeigen.
Also was denn nun? Ist es Deiner Ansicht nach "legitim", den "Pfad der Rechtsmaessigkeit" zu verlassen, oder "gibt es nach demokratischen Prinzipien keinen Weg"?

Und falls Du findest, dass sich das nicht widerspricht: Was verstehst Du unter "rechtmaessig", "legitim" und "demokratische Prinzipien"?
AlexB hat geschrieben:Daher stehe ich der Demokratie, wie wir sie erleben, skeptisch gegenüber. BTW: Ich bevorzuge eine Aristokratie nach dem aristotelischen Prinzip.
Deine Skepsis teile ich, Deine Sicherheit in Bezug auf die Alternative nicht. Die Erfahrung meiner Grosseltern sagt mir: Es gibt schlimmeres.


Nach dem ganzen Drum-Rum-Geschwafel aber noch zu Deiner Frage:
AlexB hat geschrieben:Die Umfrage soll nur erfragen, wie ihr glaubt, dass die Studiengebühren noch abwendbar wären.
Ich glaube nicht, dass sie noch abwendbar sind. In Deutschland gelingt es gesellschaftlichen Gruppen nicht, durch gewaltsame Aktionen derart Druck auf die Politik auszuueben wie in Frankreich, seien es nun Bauern, Schueler, Studenten, Berufsanfaenger, ... Das haengt natuerlich damit zusammen, dass eben keine gewaltsamen Aktionen stattfinden (das koennten wir aber ja aendern). Aber es haengt meines Erachtens auch an der Reaktion der Politik und vor allem der restlichen Gesellschaft auf solche Aktionen (und die koennen wir nicht aendern).

Selbst wenn ich es mit meinem Gewissen vereinbaren koennte, in Wiesbaden zu randalieren, wuerde ich also es nicht tun, weil ich keine realistische Aussicht auf Erfolg vermute.

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AlexB
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Beitrag von AlexB »

Tillmann hat geschrieben:
AlexB hat geschrieben:Denn wenn diese nicht auf einem demokratischen Weg (Volksentscheide, Bürgerbegehren, Abstimmungen) abgewendet werden können, ist es - meiner Meinung nach - legitim hierfür den Pfad der Rechtsmäßigkeit zu verlassen.
AlexB hat geschrieben:Daher sehe ich nach demokratischen Prinzipien keinen Weg, die Studiengebühren noch aufzuhalten, denn friedliche Demonstrationen sind zwar mit dem Gewissen vereinbar, werden jedoch leider nicht die erwünschte Wirkung zeigen.
Also was denn nun? Ist es Deiner Ansicht nach "legitim", den "Pfad der Rechtsmaessigkeit" zu verlassen, oder "gibt es nach demokratischen Prinzipien keinen Weg"?
Den scheinbaren Widerspruch möchte ich so klarstellen: Diejenigen, die bereit sind, unrechtmäßige Aktionen gegen unsoziale Beschlüsse durchzuführen, sollen dies meinetwegen tun, wenn sie sich davon Erfolg versprechen. Wobei das ausdrücklich nicht unbeschränkt für alle Arten ungesetzlichen Vorgehens gilt. Kein Mord lässt sich rechtfertigen, zB. Das zu dem ersten Zitat.
Ich selbst glaube zwar, dass ähnliche Aktionen wie in Frankreich unter Umständen Erfolg zeigen könnten, jedoch widerspricht es meinen Prinzipien an derartigen Aktionen mitzuwirken und zB. auf Polizisten einzudreschen, die wohl ebensowenig für die Beschlüsse der Regierung können wie die Studenten. Das zu Zitat Nummer 2.

Leider vermischen wir hier zwei Theman (woran ich selber nicht ganz unschuldig bin).
Thema 1: Was würde Studiengebühren abwenden, wenn alle Mittel erlaubt wären?
Thema 2: Welche Mittel sind in einem Rechtsstaat unserer Form erlaubt?

Tillmann hat geschrieben:
AlexB hat geschrieben:Daher stehe ich der Demokratie, wie wir sie erleben, skeptisch gegenüber. BTW: Ich bevorzuge eine Aristokratie nach dem aristotelischen Prinzip.
Deine Skepsis teile ich, Deine Sicherheit in Bezug auf die Alternative nicht. Die Erfahrung meiner Grosseltern sagt mir: Es gibt schlimmeres.
mal stark vereinfacht
Diktatur == Herrschaft eines Machtbesessenen, bzw einer Gruppe von Machtfanatikern
Demokratie (in Idealform) == Herrschafft der Masse. Jedoch gilt mBdA (mit Beschränktheit der Allgemeinheit): Masse == dumm => Demokratie == Herrschaft der Dummen
Aristokratie (nach Aristoteles) == Herrschaft der Tugendhaftesten. Aber wie soll man diese finden? Zumindest in der Theorie das schönste Modell. Meiner Meinung nach.
;)
Tillmann hat geschrieben: Ich glaube nicht, dass sie noch abwendbar sind. In Deutschland gelingt es gesellschaftlichen Gruppen nicht, durch gewaltsame Aktionen derart Druck auf die Politik auszuueben wie in Frankreich, seien es nun Bauern, Schueler, Studenten, Berufsanfaenger, ... Das haengt natuerlich damit zusammen, dass eben keine gewaltsamen Aktionen stattfinden (das koennten wir aber ja aendern). Aber es haengt meines Erachtens auch an der Reaktion der Politik und vor allem der restlichen Gesellschaft auf solche Aktionen (und die koennen wir nicht aendern).
Der Ansicht stimme ich weitgehend zu.
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Prom
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Beitrag von Prom »

"Gewöhnliche" Demonstrationen haben ja schon damals bei der Einführung der Langzeitstudiengebühren nicht viel geholfen.
Ich denke es würde mehr Aufsehen erregen, wenn es zu Verzögerungen kommen würde, wenn die Welt zu Gast bei Freunden ist. Allerdings gibt es bestimmt auch für solche Fälle einen Masterplan...

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AlexB
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Beitrag von AlexB »

aber auf der anderen Seite trifft es dann wieder jene, die im Grunde nichts dafür können und so evtl. auf ein Erlebnis verzichten müssen, auf das sie sich lange gefreut und für das sie in vielen Fällen sogar eine weite Reise in Kauf genommen haben. So ziehen die Studenten nur den Unmut auf sich.

Allerdings sollte man sich schon überlegen, wie man während des Ereignisses eventuell die Öffentlichkeit über die Mißstände im Bildungssystem aufklären könnte. Vor allem eben öffentlichkeitswirksam, so dass auch andere Länder darüber berichten. So wird das Thema zumindest publik und vielleicht wird ein wenig mehr Druck auf die Regierung ausgeübt, da dann sicher auch aus dem Ausland die eine oder andere kritische Stimme laut werden könnte.
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michasch
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Beitrag von michasch »

Warum sollte aus dem Ausland kritische Simmen kommen? Es gibt doch (fast) überall sonst schon Studiengebühren... ich denke also, dass solche Aktionen eher den Unmut anziehen würden...

was nicht heißen soll, dass ich Studiengebühren begrüße... :-/
Ich denke, also bin ich - manche sind trotzdem.

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AlexB
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Beitrag von AlexB »

naja, wenn während der WM viele Demos wären, würde zumindest die ausländische Presse und die Beobachter merken, dass nicht alles eitel Sonnenschein ist. Aber wie gesagt, der Erfolg von solchen Aktionen dürfte recht bescheiden sein ...
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SmilingJ
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Beitrag von SmilingJ »

Mit Gewalt gegen Studiengebühren? Zugegeben im ersten Moment recht reizvoll, aber mit Sicherheit gegen meine Überzeugungen.

Ich hoffe immernoch auf Demokratie und die Dreiteilung (Legislative, Exekutive und Judikative) demnach ist an einem erlassenen Gesetz erstmal nichts auszusetzen, jedem steht es ja frei ein solches durch die Gerichte prüfen zu lassen. Und soweit ich informiert bin ist das ja schon in Vorbereitung. Zusätzlich sind friedliche Demos sicherlich ein gutes Mittel der Öffentlichkeit seine Meinung mitzuteilen, denn ich finde, das NICHTS!!! rechtfertigt die legalen Wege zu verlassen.

Außerdem bleibt es jedem überlassen in regelmäßigen Abständen seine Meinung durch Wahlen kundzutun.

Ich bin GEGEN allgemeine Stüdiengebühren (auch wenn ich meine, dass jem. nach 20 Semestern durchaus mal zur Kasse gebeten werden dürfte). Nur um nochmal eine persönliche Meinung einzubringen!

und GEGEN jegliche form der GEWALT
Drei Menschen können ein Geheimnis bewahren, wenn zwei von ihnen tot sind. - Benjamin Franklin

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Absolut Lord
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Beitrag von Absolut Lord »

AlexB hat geschrieben: Allerdings sollte man sich schon überlegen, wie man während des Ereignisses eventuell die Öffentlichkeit über die Mißstände im Bildungssystem aufklären könnte. Vor allem eben öffentlichkeitswirksam, so dass auch andere Länder darüber berichten. So wird das Thema zumindest publik und vielleicht wird ein wenig mehr Druck auf die Regierung ausgeübt, da dann sicher auch aus dem Ausland die eine oder andere kritische Stimme laut werden könnte.
soweit ich mich entsinnen kann, haben die anderen länder direkt erstmal nur mit dem außenministerium/vertretung der bundesregierung zu tun und keineswegs direkt mit den bundesländern im einzelnen... und für die bildung ist jedes bundesland selbst zuständig....
wenn es tatsächlich zu gewalttätigkeiten und zerstörung hierzulande kommen sollte, wird auf der internationalen bühne das sicherlich nicht zu gunsten deutscher studis aufgenommen werden (nur meine meinung)
... if a machine, a terminator, can learn the value of human life, maybe we can too ...

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