Warum Linux nie ein Windowsersatz sein will

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Julius
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Warum Linux nie ein Windowsersatz sein will

Beitrag von Julius »

Habe ich gerade gelesen und fand das alles sehr schön auf den Punkt gebracht. Ist sehr viel Text, aber vielleicht lohnt es sich das mal zu lesen.

http://www.felix-schwarz.name/files/ope ... t_Windows/

LukasRos
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Beitrag von LukasRos »

Schöner Text!

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Jtb
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Beitrag von Jtb »

ein Vergleich der für viele User überhaupt nicht zutrifft: den Standard-PC Benutzer..

CLI gibt es auch unter Windows und wird mit monad nochmal wesentlich mächtiger werden (imho ist monad vom Konzept her viel besser als das Unix-CLI-Konzept). Wer wirklich in die Tiefen von Windows hinabsteigt, wird auch die CLI nutzen (Bsp: Wartung des AD über ntdsutils).

Aber für den 0815 User dem man Word oder gar erst Windows in Schulungen erklären muss, ist es völlig egal ob KDE oder Windows / Word oder OpenOffice.

Wo der Text aber Recht hat: mangelnde Integration - bestes Beispiel: Zertifikatsverwaltung von Thunderbird, Firefox, OpenOffice, KDE, Gnome, Mozilla und was es sonst noch so gibt. Jedes Programm hat eine eigene unabhängige Verwaltung :(
Unter Windows gibt es dafür die CryptoAPI.. Aber das nutzen Firefox und Thunderbird unter Windows auch nicht :'(
mfg Jens

..etwas gutes hat der Terrorismus - man sieht wie der Staat die Demokratie mit Füssen tritt :(

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kahler
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Beitrag von kahler »

@Jens: Der Standard PC Benutzer ist nicht das Ziel von Linux.
Wenn du dir den Text richtig durchgelesen hättest, dann hättest auch du das verstanden.
Auch ist nicht die einfache Benutzung (im Sinne von "Integration") wie du sie beschreibst das Ziel sondern die schnelle Benutzung.

Es geht in dem text nicht darum die Leute von Linux zu überzeugen sondern darum Leute die sich nciht auf das Konzept einlassen wollen davon abzuhalten Linux zu benutzen...

...aber vielleicht solltest du dir einfach den Text nochmal unvereingenommen durchlesen.
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Jtb
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Beitrag von Jtb »

das war eigentlich nicht als Kritik an Linux gemeint, sondern am Text.
Der Text erzählt was von vi - das wird nie ein Standard PC Benutzer nutzen. Dafür gibt es OpenOffice :)

Und das doppeltes Eintragen von Zertifikate schnelle Benutzung sein soll? ;)
mfg Jens

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kahler
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Beitrag von kahler »

Jtb hat geschrieben:...das wird nie ein Standard PC Benutzer nutzen.
Linux wurde auch nicht für den Standard PC Benutzer entwickelt...genau das sagt der Text aus.
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Christian
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Beitrag von Christian »

kahler hat geschrieben:Linux wurde auch nicht für den Standard PC Benutzer entwickelt...genau das sagt der Text aus.
IBM und andere investieren also so viel Geld in ein Projekt von und für "Hobbyisten"?

Und was sind das eigentlich für merkwürdige Hobbyisten, die Spaß haben, ein altmodisches Betriebssystem mit Hilfe einer veralteten Shell zu bedienen. Wenn es wirklich nicht um Standard-PC-Benutzung ginge, warum verwenden sie dann nicht Plan9 und seine moderne Shell rc, oder experimentieren gar mit EROS OS. Wozu gibt es dann Gnome und KDE anstatt etwa nur wmii? Wozu gibt es OpenOffice, wenn Emacs (manche würden sich gar mit vi begnügen) und LaTeX doch alles bietet, um Texte zu schreiben, die von viel höherer Qualität sind, als WinWord-Dokumente. Warum wird das innovative ReiserFS mit dem erzkonservativen und also kein bißchen hobbyistischen Argument niedergebügelt, es würde sich nicht an die Standards von vorgestern halten?

Es geht bei Linux doch um den Versuch, Standard-PC-Benutzung mit den Möglichkeiten der Unix-Tools zu kombinieren. Darunter scheinen beide Aspekte zu leiden. Wenn ich mir LINQ und Monad ansehe, befürchte ich, dass Linux gegenüber Windows ins Hintertreffen geraten könnte. Und so verstehe ich auch den Kommentar von Jtb.
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SmilingJ
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Beitrag von SmilingJ »

mmh.... so ab und zu hab ich den eindruck, dass auch der autor von Gnome/Kde Nutzern nich wirklich überzeugt is ...

heißt das nun, dass ich meine seit Jahren andauernden Gehversuchen mit SuSE (ja! SuSE, denn das find ICH persönlich für den Umstieg am besten) gegen ein Debian austauschen soll oder evtl. sogar den kernen selbst kompilieren soll? oder darf ich weiterhin mein SuSE zum lernen benutzen?
Drei Menschen können ein Geheimnis bewahren, wenn zwei von ihnen tot sind. - Benjamin Franklin

Christian
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Beitrag von Christian »

Wenn Du das Linux-Buch von Kofler hast (aber natürlich nur dann), darfst Du auch SuSE verwenden. Gerüchteweise gehört ja selbst da neben KDE auch die bash zum Lieferumfang - dafür reicht der Kofler dann allerdings nicht mehr und es empfiehlt sich die "Klassische Shell-Programmierung" von Robbins und Beebe (m.E. eines der besten Bücher zum effizienten Umgang mit Unix).

Solange Du natürlich noch nicht gegen Debian und FreeBSD (und andere werden sich sicherlich finden, die hinzufügen: Gentoo, Linux from Scratch) gekämpft hast und auch noch keinen eigenen Kernel compiliert hast, müssen wir leider arrogant auf Dich hinabblicken und Dich fragen, ob Du nicht doch eigentlich lieber bei Windows bleiben solltest, denn auch im Unix-Himmel ist nur Platz für 144.000 Menschen und Du wirst sicherlich nicht dazu gehören ;-)
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