Selbstständig als Student?

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sensei
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Selbstständig als Student?

Beitrag von sensei »

Servus,

ich hab ein Job-Angebot von einer Firma im Supportbereich bekommen. Geht eigentlich hauptsächlich um Netzwerk-Administration.
Die Firma hätte aber gerne, dass ich mich selbstständig mache und meine geleistete Arbeit in Rechnung stelle.
Jetzt durchforste ich schon den ganzen Morgen das Netz auf der Suche nach Infos über Selbstständigkeit als Student, hab aber noch nichts wirklich (für mich) brauchbares gefunden.
Macht vielleicht jemand von euch so was in der Art?
Wie sieht es dabei mit Kindergeld, Kranken- und Sozialversicherungen und Steuerfreibetrag aus?

Dankö!!!

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Jtb
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Re: Selbstständig als Student?

Beitrag von Jtb »

sensei hat geschrieben: ich hab ein Job-Angebot von einer Firma im Supportbereich bekommen. Geht eigentlich hauptsächlich um Netzwerk-Administration.
Die Firma hätte aber gerne, dass ich mich selbstständig mache und meine geleistete Arbeit in Rechnung stelle.
mmh, bekommst du da nicht ganz schnell Probleme mit Scheinselbstständigkeit?
mfg Jens

..etwas gutes hat der Terrorismus - man sieht wie der Staat die Demokratie mit Füssen tritt :(

Gast
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Re: Selbstständig als Student?

Beitrag von Gast »

sensei hat geschrieben:[...]Kranken- und Sozialversicherungen [und Rentenversicherung]
Genau das spart die Firma durch deine Scheinselbstständigkeit.
Du musst selber dafür sorgen.

PS. die Beiträge für die Krankenverscherung sind als Selbstständiger verdammt hoch (glaube, es beginnt so bei 250€ => wenns nur nen 400€-Job ist kannst du das vergessen :wink: ) --> auf jeden Fall vorher bei der Krankenkasse erkundigen!!

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Prom
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Beitrag von Prom »

Solang man selbstständig ist, aber unter einem gewissen Umsatz bleibt, sollte man eigentlich noch bei seiner Familie mitversichert bleiben (wenn du das noch bist).
Kindergeld gibts auch unterhalb dieser Grenze noch (ich glaub es waren 13000 Euro / Jahr oder sowas, aber ohne Garantie...)

Am besten du fragst einfach mal bei nem Steuerberater nach, oder beim Gewerbeamt bei dir auf der Stadt, die sollten das ja wissen.

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H3LL
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Beitrag von H3LL »

Also, ich bin Student und seit 2 Jahren NEBENBEI selbstsändig...
Das ist alles total easy. Du gehst zur Stadtverwaltung, gründest entweder ein Gewerbe eine GBR (neben beruflich) oder lässt dich als "freier Mitarbeiter" eintragen. Von nun an kannst du deine Arbei in Rechnung stellen und fertig !
Steuerrecht ist wie immer MwSt. muss sowieso abgeführt werden, und wenn du über eine gewissen Grenze mit deinem Einkommen bist musst du halt auch Lohnsteuer zahlen...
Alles recht simpel ;)
CU - H3LL


Wer mit künstlicher Intelligenz arbeitet, muß auch mit natürlicher Dummheit rechnen. ;)

A.
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Beitrag von A. »

Prom hat geschrieben:Solang man selbstständig ist, aber unter einem gewissen Umsatz bleibt, sollte man eigentlich noch bei seiner Familie mitversichert bleiben (wenn du das noch bist).
- Laut TK (hab grad das Heft in der Hand): ab 345 Euro "monatlichem Gesamteinkommen" ist man nicht mehr in der Familienversicherung ("muss man sich selbst versichern"). Oder wenn man halt über 25 (+Dienstzeit) ist.

- zum Beitrag/Status in der KV ist es entscheidend, ob du hauptberuflich selbständig oder Student bist. Wenn festgestellt wird, dass du hauptberuflich selbständig bist (bzw. deine KV einen entsprechenden Verdacht hat und das feststellen lässt), musst du dich auch als solcher versichern (Mindestbeitrag in der TK: 153,35 EUR/Monat gegenüber 46,60 EUR/Monat als Student)
siehe auch: http://www.existenzgruender.de/03/03/11 ... 0281133440
(generell ganz gute Seite, nur etwas unübersichtlich)

- Kindergeld gibts bis zum eigenen jährlichen Einkommen des Kindes von 7188 Euro (alle Einkünfte).

- RV oder AV fallen als Selbständiger nicht an.

- PV: abhängig vom KV-Status

zur Scheinselbständigkeit:
in der beschriebenen Situation würde ich sagen, du bist "Arbeitnehmerähnlicher Selbständiger". Nach einem Clearing-Verfahren durch die BfA (wobei den Antrag dafür allerdings m.W. du oder der Unternehmer stellen muss) könntest du unter die RV-Pflicht fallen, und zwar rückwirkend.

Tobias
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Beitrag von Tobias »

Ich bin zwar nicht selbständig, sondern angestellt, möchte aber noch was ergänzen. Bei Selbständigen ist das sicherlich ähnlich.
A. hat geschrieben:- Laut TK (hab grad das Heft in der Hand): ab 345 Euro "monatlichem Gesamteinkommen" ist man nicht mehr in der Familienversicherung ("muss man sich selbst versichern")..
Bei BEK muss man sich selbst versichern, wenn man regelmäßig mehr als diesen Betrag verdient. "Regelmäßig" heißt bei denen "länger als einen Monat". Wenn man also nur in den Semesterferien arbeiten will, sollte man auf solche Besonderheiten achten, um Geld zu sparen.
A. hat geschrieben:- zum Beitrag/Status in der KV ist es entscheidend, ob du hauptberuflich selbständig oder Student bist. Wenn festgestellt wird, dass du hauptberuflich selbständig bist ...
Damit man Student bleibt, sollte man während der Vorlesungszeit maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. In der vorlesungsfreien Zeit gibt es soweit ich weiß keine Beschränkung.
A. hat geschrieben:- Kindergeld gibts bis zum eigenen jährlichen Einkommen des Kindes von 7188 Euro (alle Einkünfte).
D. h. auch inklusive etwaiger Zinsen von Sparkonten und dergleichen!
Wise people talk, because they have something to say; fools, because they have to say something. (Plato)

A.
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Beitrag von A. »

Tobias hat geschrieben:Ich bin zwar nicht selbständig, sondern angestellt, möchte aber noch was ergänzen. Bei Selbständigen ist das sicherlich ähnlich.
A. hat geschrieben:- Laut TK (hab grad das Heft in der Hand): ab 345 Euro "monatlichem Gesamteinkommen" ist man nicht mehr in der Familienversicherung ("muss man sich selbst versichern")..
Bei BEK muss man sich selbst versichern, wenn man regelmäßig mehr als diesen Betrag verdient. "Regelmäßig" heißt bei denen "länger als einen Monat". Wenn man also nur in den Semesterferien arbeiten will, sollte man auf solche Besonderheiten achten, um Geld zu sparen.
Ok, fällt bei mir nicht an, bin sowieso selbst versichert :wink:
Tobias hat geschrieben:Damit man Student bleibt, sollte man während der Vorlesungszeit maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. In der vorlesungsfreien Zeit gibt es soweit ich weiß keine Beschränkung.
Für die vorlesungsfreie Zeit gilt: Maximal 53 Kalender(-arbeits-)tage im Jahr (um keine AV bezahlen zu müssen). Sollte man auch vorsichtig sein, kann man auch leicht drüber kommen, wenn man in beiden Ferienblöcken arbeitet.

Und beim Kindergeld nicht vergessen... wenn man drüber ist, ist das Kindergeld fürs komplette Jahr weg (Zurückzahlung sofort, und zwar auf einmal).

Xelord
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Beitrag von Xelord »

Die Steuererklärung ist halt bißchen dumm immer. Wenn du über ein bestimmten Satz kommst glaube 750€ mwst, musst du vierteljährliche umsatzsteuer machen. Dann halt die Fristen einhalten und ansonsten halt die erwähnten 20 Stunden und der Freibetrag fürs Kindergeld der erhöht sich jedes jahr um en bißchen...dieses jahr sollten es 7680€ sein (laut Bundesamt der finanzen). Um keine Scheinheiligkeit zu haben, solltest du mehrere Kunden haben, die mehr oder weniger regelmäßig bedient werden. Wenn du nochwas wissen willst, kannst dich gerne bei mir melden...

sensei
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Beitrag von sensei »

Hey, danke für die vielen Tipps.
@Xelord: Also kann ich bei dn Freibeträgen von den selben Zahlen wie bei ner normalen Anstellung ausgehen?!?
Als Kunden werde ich nur diese eine Firma haben. Der Chef hat aber gemeint als Student wär das alles kein Problem und Mwst. muss ich nicht unbedingt auf meinen Rechnungen ausweisen und dann bräuchte ich auch keine Steuererklärung machen. Weißt du was dazu?

Xelord
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Beitrag von Xelord »

Also du meinst die Kleinunternehmerreglung nach §19 Ust. Dann darf dein Umsatz nicht größer als 17.500€ sein (oder sowas in der Richtung). Du musst auf deinen Rechnungen kenntlich machen, dass keine Mwst enthalten ist. Steuernummer, vollständigen Namen und Anschrift, sollten aber dennoch auf jeder Rechnung angeben werden. Die Kleinunternehmerreglung müssen mit dem zuständigen Finanzamt abgeklärt werden.

Kindergeld gilt der Gewinn also Einnahmen-Ausgaben. Ansonsten muss es zurückgezahlt werden.

Krankenkasse ist denke ich mal studentisch versichert das einfachste (54€/monatlich und nachweis, dass nicht mehr als 20Stunden gearbeitet werden reicht). Familienversichert kenn ich die Grenzen nicht.
Und normal versichert bis 805€/monatlich sind es 120€ oder sowas...und darüber halt der normale Krankenkassensatz für freiwillig versicherte.

Ansonsten keine weiteren Kosten.
Es kann sein, dass sich die Stadt bei dir meldet wegen Müll etc. Kann man mit einem geschickten Briefchen aber dann ablegen.

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korpsvart
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Beitrag von korpsvart »

Zu Selbständigkeiten und sonem Kram schau mal bei den Industrie- und Handelskammern. Da gibts oft gute Infos.

Vielleicht mal in Verbindung mit Dienstleistung suchen.
Ein gutes Stichwort ist auch Gewerbe und so.

Eigentlich gibts da nicht viel zu machen.
Du holst dir beim Gewerbeamt nen Gewerbeschein, füllst den aus und meldest dich an.
Dann bekommste nen Wisch vom Finanzamt und da gehste dann erst mal zur Beratungsstelle und lässt dir alles ordentlich erzählen. Was Du wie auszufüllen hast und wie oft Du wann was für Steuern usw. absetzen musst.

Da Du nur Dienstleistungen anbietest hast Du keine anfallende zu bezahlende Umsatzsteuer (die im Volksmund noch Mehrwertsteuer heißt) und daher wäre es für dich auch nicht nötiog Umsatzst. auszuweisen. Das heißt Du aknnst direkt einen Antrag nach §ioasdphsa stellen ;) und als Kleingewerbe fungieren. Denn Du verdienst ja sicher nicht sehr viel Geld im Jahr.

Vorteile:
- Du brauchst (und darfst!) dann keine Umsatzsteuer ausweisen (wenn Du sie doch ausweist musst Du sie natürlich auch abführen!) und damit bist Du u. U. ein klein wenig günstiger
- Du brauchst als Kleingewerbebetrieb nur 1x im Jahr einen Wisch ans Finanzamt schicken und nicht Quartalsweise

- Du brauchst glaube ich irgendwelche anderen Steuern nicht zu bezahlen.


Ansonsten brauchst Du noch nen Konto (wäre sinnvoll, vielleicht nen Gewerbekonto oder so, lass dich beraten).
Du brauchst für deine Firma nen eindeutiges Pseudonym (als normales Einzelgewerbe, also keine OHG oder GmbH und dergleichen hast Du keinen Firmennamen da Du keinen Handelsregister hast).

Ja ich glaube das wars fast.

Lass dich beim Finanzamt mal beraten, die sind eigentlich recht nett.


Ach ja und falls Du Quartalsweise doch deinen Wisch abgeben musst, musste glaube das Steuerprogramm ELSTER benutzen um das schon vorher elektronisch einzureichen bevor Du es per Post shcickst (das ist noch etwas unausgegoren und doppelt gemoppelt).


Falls Du dir total unsicher bist und das nicht genau weißt, dann geh zu nem Steuerberater bzw. Anwalt/Notar für son Kram. Das kostet zwar, aber die können dir helfen.

Ach ja:
Und lass dir von der Firma ne Bestätigung (am Besten schriftlich) geben, dass die dir dann auch Aufträge geben. Nicht, dass Du dann ne Firma gründest und die dir dann sagen "ja sie waren zu langsam" oder "iwr haben kein interesse mehr" oder so.

Viel Spaß und Glück! :)


Ps.:
Um Krankenkasse brauchst Du dir gar keine Gedanken machen. Du musst nur Sozialabgaben an Angestellte (bzw. für die) abführen und musst dich als Selbständiger gar nicht Krankenversicher (da gibt es keine Pflicht) und Du bist sicher noch bei deinen Eltern und bei der Uni ja auch (glaube nur für die Zeit wo Du in der Uni bist) mitversichert.

Aber da kannste ja auch einfach mal die Krankenkasse fragen für welche Fälle Du denn als Kleingewerbetreibender nun nicht(!) versichert bist.
Du bist was Du warst
Und Du wirst sein was Du tust

A.
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Beitrag von A. »

korpsvart hat geschrieben: [...] und bei der Uni ja auch (glaube nur für die Zeit wo Du in der Uni bist) mitversichert.
bitte was? weder versichert dich die uni, noch ist sie selbst versichert :wink:

Bis zum Alter von 25 Jahren (oder einem gewissen regelmässigen Einkommen, siehe oben) ist man familienversichert. Ab dann musst du dich als Student selber versichern.
Dafür gibt es einen Sondersatz bei den gesetzlichen Krankenkassen (derzeit ca. 10%), anteilig vom BAFöG-Höchstsatz, d.h. derzeit 46,60 Euro. Dazu kommt noch Pflegeversicherung in Höhe der normalen 1.7% bzw 1.95% (wenn keine Kinder), ebenfalls am BAFöG-Höchstsatz berechnet.
Das ganze nennt sich "studentische Versicherungspflicht" und gilt solange, wie kein anderer Versicherungsschutz besteht.
Die studentische Versicherungspflicht endet mit Eintreten eines der folgenden Ereignisse:
a) - man exmatrikuliert sich bzw. wird exmatrikuliert.
b) - es besteht ein anderer Versicherungsschutz (beispielsweise weil man hauptberuflich arbeitet und dann da KV zahlen muss).
c) - das Semester, in dem man 30 geworden ist, endet.
d) - man erreicht das 15te Fachsemester.

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korpsvart
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Beitrag von korpsvart »

@A.

Ja, ich habe ja geschrieben "glaube" ... ich bin mir da nicht 100% sicher. Ich weiß aber von einer Bekannten die in Mainz studiert hat (auch wenn das eine andere Uni ist) die Ärger bekommen hat mit ihrer Krankenversicherung, weil sie sich an der Uni eingeschrieben hatte, obwohl sie mit einem anderen Studium schon fertig war und arbeitete.


Du bist natürlich nicht dafür versichert, wenn Du an der Uni versehentlich ein Auto demolierst oder so. Das ist klar!
Das meinte ich auch nicht.

Das mit dem Sondersatz wusste ich auch nicht.


Aber mal eine andere Frage (das war das was ich meinte):
was ist denn nun wenn ich in der Uni unterwegs bin (oder zur Uni) und irgendwie (sei mal egal wie) ganz derbe meinen Oberschenkelhals breche und ab da eine Behinderung am Bein habe und dadurch nicht mehr 100% fit bin (also eine leichte Gehbehinderung habe)?
Wenn man arbeitet gilt das auf der Arbeit oder auf dem Weg von oder zur Arbeit als Arbeitsunfall und man wird dann von der BG (Berufsgenossenschaft) behandelt und hat u. U. sogar Anspruch auf Invaliditätsrente usw. usf.

Und wie sieht das an der Uni aus?

Wenn es so ist wie Du sagst, würde das ja heißen, dass ich bei einem solchen Unfall nur die normale Arztbehandlung bekomme (die ich dann wahrscheinlich über meine eigene Versicherung abwickeln müsste) und das wars?

Ich weiß noch aus der Schule (da hatte ich mal irgendwas), dass ich dort mit einem Zettel zum Sekretariat musste, weil das nicht die eigene Krankenkasse bezahlt hat.

Ich hab immer angenommen, dass es an der Uni ähnlich ist.


Oder ist das alles über die studentliche Versicherungspflicht (die Du da ansprichst) abgedeckt?

Dann meinen wir vielleicht dasselbe!? :)
Du bist was Du warst
Und Du wirst sein was Du tust

A.
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Beitrag von A. »

korpsvart hat geschrieben:Aber mal eine andere Frage (das war das was ich meinte):
was ist denn nun wenn ich in der Uni unterwegs bin (oder zur Uni) und irgendwie (sei mal egal wie) ganz derbe meinen Oberschenkelhals breche und ab da eine Behinderung am Bein habe und dadurch nicht mehr 100% fit bin (also eine leichte Gehbehinderung habe)?
Wenn man arbeitet gilt das auf der Arbeit oder auf dem Weg von oder zur Arbeit als Arbeitsunfall und man wird dann von der BG (Berufsgenossenschaft) behandelt und hat u. U. sogar Anspruch auf Invaliditätsrente usw. usf.

Und wie sieht das an der Uni aus?
Die Uni ist nicht dein Arbeitgeber und hat somit auch keine unfallversicherungs-verpflichtungen gegenüber dir.
Was anderes dürfte es da sein, wenn es an der uni einen unfall gibt (dir fällt n Stück Decke im Audimax aufn Kopf oder so). Da ist die Uni ganz normal zur Haftung verpflichtet. Da hat natürlich dann die Uni ein Problem, weil sie nicht haftpflichtversichert ist, aber du würdest deine Behandlung/Rente bezahlt bekommen.

ganz großer EDIT:
In Kassel hat das Studentenwerk eine Gruppenunfallversicherung für alle Studenten abgeschlossen. Wäre mal interessant, wie dass in Darmstadt ist.
Sowas scheint aber Hessen-spezifisch zu sein.
korpsvart hat geschrieben: Wenn es so ist wie Du sagst, würde das ja heißen, dass ich bei einem solchen Unfall nur die normale Arztbehandlung bekomme (die ich dann wahrscheinlich über meine eigene Versicherung abwickeln müsste) und das wars?
yup. ist dasselbe, wie wenn du auf dem weg zum einkaufen nen Unfall hast.

du kannst privat natürlich noch ne Unfallversicherung abschließen :wink:

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