Klausureinsicht: Korrektur der Note nach unten erlaubt?

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herbert
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Klausureinsicht: Korrektur der Note nach unten erlaubt?

Beitrag von herbert »

Hallo,

aus aktuellem Anlaß würde es mich mal interessieren ob es eigentlich so ohne weiteres gestattet ist, dass der Veranstalter bei der Klausureinsicht die Note nach unten korrigiert weil ihm auffällt das einem gewisse Punkte nach neuster Methode eigentlich doch nicht zugestanden hätten. Oder auch nur das er neu gefunden Punkte gegen eben solche angeblich doch nicht gerechtfertigten Punkte aufrechnet. Das natürlich obwohl die Punkte und Noten zuvor per Aushang offiziell bekannt gegeben wurden.

Ich weiss nur das das in der Schule nicht möglich war.

Danke

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Yankee
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Beitrag von Yankee »

schau in die APB :)

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Beitrag von Gast »

oder googel doch mal

A.
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Beitrag von A. »

Herbert hat geschrieben:Das natürlich obwohl die Punkte und Noten zuvor per Aushang offiziell bekannt gegeben wurden.
Wobei das bei den meisten Professoren nur "vorläufige" Punkte/Noten sind.

attila
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Beitrag von attila »

Warum sollten die das nicht dürfen?

Bei NCS haben die es sogar extra im Vorfeld angekündigt
[...]aber wir behalten uns auch vor Korrekturfehler zugunsten des Studenten zu korrigieren, falls wir bei der Einsicht welche finden.

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Yankee
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Beitrag von Yankee »

Da steht "zu Gunsten", nicht "zu Ungunsten" ...

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Beitrag von Gast »

Warum sollten die das nicht dürfen?
Warum sollten die das dürfen?

Es kann ja gut sein das es erlaubt ist, nur ist das doch ein naheliegendes Streitthema, deswegen denk ich es ist müsste irgendwo geregelt sein.
Dann werd ich halt mal selber nachschaun, es hätte ja sein können irgendein im wohlverstandenen Eigeninteresse skeptischer Student hätte sich da schonmal informiert.

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Yankee
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Beitrag von Yankee »

Ich denke, dass die wenigsten schon einmal so ein Problem gehabt haben.
Es wäre aber schön, wenn Du Deine Erkenntnisse hier kundtun würdest.

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Trigger
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Beitrag von Trigger »

Yankee hat geschrieben:Da steht "zu Gunsten", nicht "zu Ungunsten" ...
Korrekturfehler die zu Gunsten des Studenten waren werden verbessert - musste den Satz auch zweimal lesen, bis es gepasst hat.

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Yankee
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Beitrag von Yankee »

Ah stimmt %>
Das kann man aber so oder so lesen .. ;)

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guido
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Beitrag von guido »

Yankee hat geschrieben:Ah stimmt %>
Das kann man aber so oder so lesen .. ;)
Finde ich nicht -- man muss nur das Zitat (wie oben) genau lesen:
aber wir behalten uns auch vor Korrekturfehler zugunsten des Studenten zu korrigieren, falls wir bei der Einsicht welche finden.
Der Vorbehalt war also, Korrekturfehler zum Vorteil der Studierenden zu korrigieren. Sprich: der Student hatte weniger Punkte als ihm / ihr "zustanden" - eben durch einen "Korrekturfehler". Und das wurde dann korrigiert...

Guido

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Yankee
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Beitrag von Yankee »

Ja, so habe ich das ja auch erst gelesen.

Man könnte es aber auch so lesen:
"(Korrekturfehler zugunsten des Studenten) zu korrigieren"

anstatt
"Korrekturfehler (zugunsten des Studenten) zu korrigieren"

Also, dass Korrekturfehler, die zunächst zu Gunsten des Studenten waren, wieder zu korrigieren.

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Trigger
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Re: Klausureinsicht: Korrektur der Note nach unten erlaubt?

Beitrag von Trigger »

herbert hat geschrieben:Ich weiss nur das das in der Schule nicht möglich war.
Hab mal ein wenig Gegoogelt. Zumindest in Bayern geht sowas:
Bei einer Extemporale bekam ich neulich einen Zweier. Ein Klassenkamerad erhielt die Note 3, obwohl er genauso viele Punkte hatte wie ich. Als er das dem Lehrer meldete, erklärte dieser, dass meine Arbeit - aufgrund der Punktezahl - eine Drei sei; er setzte also die Note herab. Ist das erlaubt? Es heißt doch immer, man könne sich im Nachhinein nicht verschlechtern?

Michael K. - W.

Aus rechtlicher Sicht kann der Lehrer auch nach Herausgabe einer schriftlichen Arbeit die Note ändern; Grund dafür ist das Prinzip der Gleichbehandlung aller Schüler, das in Art. 52 Abs. 3 des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) verankert ist. Bedenken sollte man dabei, dass ja ansonsten Schüler, die mit der gleichen Fehleranzahl bzw. Punktezahl von vornherein eine schlechtere Note erhalten haben, benachteiligt wären. Natürlich kann sich eine Note im Nachhinein nicht nur verschlechtern, sondern auch verbessern.

Urs
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Beitrag von Urs »

guido hat geschrieben:
Yankee hat geschrieben:Ah stimmt %>
Das kann man aber so oder so lesen .. ;)
Finde ich nicht -- man muss nur das Zitat (wie oben) genau lesen:
aber wir behalten uns auch vor Korrekturfehler zugunsten des Studenten zu korrigieren, falls wir bei der Einsicht welche finden.
Der Vorbehalt war also, Korrekturfehler zum Vorteil der Studierenden zu korrigieren. Sprich: der Student hatte weniger Punkte als ihm / ihr "zustanden" - eben durch einen "Korrekturfehler". Und das wurde dann korrigiert...

Guido
So klar ist das nicht wirklich.
In meinem Fall hab ich die wirkliche Bedeutung erfahren.
Bei einer Antwort in meiner Klausur gab es eine kleine Definitionsfrage und somit Unstimmigkeiten wie dies nun zu werten sei. Da der Prof und der Assistent sich nicht so sicher waren, ob sie mir noch die 2 entscheidenen Punkte geben sollten oder nicht haben sie mir dann 1 Tag später ne Email geschrieben. In der Email hiess es dann:
... Die JPG Aufgabe und XML Aufgabe sind zu gut
bewertet worden. Bei einer Korrektur der A1 nach oben, würden
wir im Gegenzug die anderen beiden Aufgaben nach unten korrigieren...
Nicht das ich mich darüber aufregen würde (hab auch so schon ne Note mit der ich zufrieden bin) allerdings find ich das ganze doch recht komisch...

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guido
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Beitrag von guido »

Urs hat geschrieben: So klar ist das nicht wirklich.
In meinem Fall hab ich die wirkliche Bedeutung erfahren.
Bei einer Antwort in meiner Klausur gab es eine kleine Definitionsfrage und somit Unstimmigkeiten wie dies nun zu werten sei. Da der Prof und der Assistent sich nicht so sicher waren, ob sie mir noch die 2 entscheidenen Punkte geben sollten oder nicht haben sie mir dann 1 Tag später ne Email geschrieben. In der Email hiess es dann:
... Die JPG Aufgabe und XML Aufgabe sind zu gut
bewertet worden. Bei einer Korrektur der A1 nach oben, würden
wir im Gegenzug die anderen beiden Aufgaben nach unten korrigieren...
Nicht das ich mich darüber aufregen würde (hab auch so schon ne Note mit der ich zufrieden bin) allerdings find ich das ganze doch recht komisch...
Ich interpretiere die Antwort so, dass Dir vermutlich auf die beiden anderen Aufgaben an sich zu viele Punkte gegeben wurden. Wenn nun die Aufgabe A1 (was immer das war...) nachkorrigiert würde, sollen im Gegenzug auch die beiden anderen Aufgaben abgewertet werden. Das ist in diesem Fall durchaus legal, da es sich ja um eine Fehlerkorrektur handeln würde (die Korrekteure hatten Dir zu viele Punkten gegeben), es also keine "Runterkorrektur" an sich ist. Das fällt dann wohl in die Kategorie "dumm gelaufen"...

Guido

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