Frauenquote am Fachbereich

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Christian M.
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Re: Frauenquote am Fachbereich

Beitrag von Christian M. »

cygne hat geschrieben: Aber warum ist jetzt wohl eigentlich der Frauenanteil bei uns in Eurecom so hoch? Warum ist er nicht so niedrig wie sonst auch überall in der Informatik? Liegt das jetzt wirklich nur daran, dass es Frankreich und die Côte d'Azur ist, wie jetzt schon mehrere Leute aus Deutschland gemeint haben, denen ich davon erzählt habe? Möglicherweise, aber das erscheint mir als Antwort doch etwas "eindimensional". Hat es nicht vielleicht eher (auch) etwas damit zu tun, dass hier allgemein darauf Wert gelegt wird, dass die Leute nicht nur Informatik machen, sondern auch "General courses" belegen wie Wirtschaftskurse, Managementkurse und Kurse zur persönlichen Entwicklung sowie Sprachkurse (es sei betont, dass das nur ein geringer Anteil des Programms ist, der deutliche Löwenanteil der Kurse hier sind natürlich Informatikkurse)? Oder hat es vielleicht auch etwas damit zu tun, dass hier alles sehr viel sozialer und familiärer zugeht als an einer deutschen Uni, weil das Betreuungsverhältnis so gut ist? Oder hat es etwas damit zu tun, dass hier über 40 verschiedene Kulturen aufeinander treffen?
Mhm ... Ich glaube allerdings, das gesamte System in Frankreich ist so ausgelegt (persönlicher, direkter, genereller). Damit "verfällt" das als Vorteil speziell für die Informatik, da es für alle so ist.
Bei mir beispielsweise in Lyon habe ich auch die Situation so, wie du sie beschreibst (Wirtschaftskurse, Sprachkurse, sehr kleine Uni, sehr direkter Kontakt und Betreuung (ist sogar obligatorisch, in etwa wie das Mentorensystem nur ausgedehnter)), und die Frauenquote ist trotzdem in etwa so wie in Deutschland bei den Maschbauern oder Informatikern. [Gut, das Studium hier ist auch ein Ingenieurstudium, aber die gesamte Thematik der Frauenquote mitsamt Problemfeldern und Gründen lässt sich ja durchaus vergleichen.]

Ich glaube, Gründe dafür muss man nicht mit der Lupe suchen: Frauen interessieren sich halt generell einfach weniger für Technik. (Na und? Sehe das ähnlich wie Red*Star.) Ich meine, mit wievielen Frauen hat man schon gesprochen, die als Grund dafür, kein Informatikstudium begonnen zu haben, die Situation des Informatikstudierens oder die Umgebung oder die schlechte Betreuung oder ähnliches genannt haben? Bei mir ist eigentlich der Grund immer eindeutig gewesen: "ich mag keine Informatik / Mathematik / Technik / Theorie". Umso erfreulicher natürlich, falls das Gegenteil der Fall ist. Und die hohe Abbrecherquote speziell bei Frauen ist natürlich ein Problem, wenn auch ein anderes.

yourmaninamsterdam
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Re: Frauenquote am Fachbereich

Beitrag von yourmaninamsterdam »

Ich finde es ziemlich witzig, wie viele Leute doch der Meinung sind, dass Frauen nicht Informatik studieren, weil sie das nicht können oder (informiert) nicht wollen. Das halte ich ehrlich gesagt für ein Gerücht. Meine persönliche Vermutung zu dem Thema ist nur so dahergesagt und stammt aus meiner höchsteigenen vermutlich nichtrepräsentativen empirischen Erhebung ("gelegentliches Reden mit Leuten"), aber ich dachte immer, dass das so auffällig ist, dass man das nicht explizit erwähnen muss.

Ist sonst noch niemandem aufgefallen, dass kein Mensch weiß, was Informatik eigentlich ist? Für die meisten ist es "irgendwas mit Computern", für andere "irgendwas mit Programmieren". Das mag beides ja auch stimmen, aber das ist ja ungefähr so wie Deutsch "irgendwas mit Kugelschreibern" ist. Solange keiner weiß, was er bekommt, wenn er Informatik studieren geht, kann man auch nicht so gut versuchen, irgendwas daran zu ändern. Das Image, das Frauen verschreckt, ist ein Image der Informatik, das für Frauen und Männer gleichermaßen nicht adäquat darstellt, was das Studium zum Inhalt hat.

Am geilsten finde ich ja dann den Vorschlag, die "langweiligen" mathelastigen Sachen durch irgendwas "spannendes" zu ersetzen. Das halte ich für einen völlig abwegigen Ansatz und kann nur stauen, wenn der Vorschlag auch noch zustimmung findet. Wer das so unerträglich langweilig findet, soll bitte was anderes studieren gehen, was ihm besser zusagt, statt anderen Leuten in ihr Studium reinzureden.

Es gibt genug andere Studiengänge mit Psychologie und Mediendesign. "Psychologie" und "Mediendesign" zum Beispiel. Lieber weniger rechnen, dafür mehr Hacken: Vielleicht wäre eine Programmiererausbildung besser gewesen?

Um jedenfalls den Bogen zurück zur Frauenquote zu spannen: Das mag schon richtig sein, dass ein allgemeines "diffuses" Gefühl besteht, dass eine höhere Frauenquote besser wäre. Es ist aber ungerecht, von Leuten, die das nicht so sehen, eine wasserdichte Begründung einzufordern. Wo kommen wir denn da hin, wenn irgendwer Behauptungen und Forderungen aufstellt und es liegt dann an allen anderen, das gründlich zu widerlegen. Stattdessen sollen sich die Fürsprecher mal gute Gründe organisieren und die auch vernünftig vermitteln.

Da das nun gesagt ist, möchte ich hier nochmal klarstellen, dass ich nichts gegen eine höhere Frauenquote habe und mir persönlich der "diffus vorhandene" Vorteil eine ausreichende Begründung ist.

Bezweifeln möchte ich aber, dass das der richtige Ansatz ist. Stattdessen sollte man die Arbeit vielleicht zunächst ganz allgemein darin investieren, das verzerrte Image der Informatik in der Gesellschaft richtigzurücken. Damit erreicht man nämlich auch Frauen. Denn wenn sich Leute (und sehr oft auf Frauen) in der Öffentlichkeit rumposaunen, was für Mathematik- und Technikversager sie doch sind und von der Gesellschaft auch noch Zuspruch oder gar Mitleid und Verständis für ihre "mangelnde Begabung" bekommen, dann laufen da ganz andere Dinge schief, die man bei einem Girls Day nicht behoben bekommt.

Mal davon abgesehen. Das mag jetzt offensichtlich klingen, aber ist irgendwem schonmal aufgefallen, dass sich mit Frauensachen ausschließlich Frauen befassen? Mir drängt sich immer automatisch die Frage auf, ob das einfach an mangelndem Interesse seitens der Männer liegt, oder ob Männer da gar nicht zugelassen werden... Ich versuche mir dann immer unvorstellbare Arbeitsgruppen und Ausschüsse vorzustellen, bei denen nur Männer erlaubt sind. Wenn es jedenfalls stimmt, dass die Gespräche mit dem anderen Geschlecht ach so anders und interessant sind, vielleicht sollte man dann bei den Informationstagen nicht nur Frauen losschicken, um mit den Frauen zu reden.

yourmaninamsterdam
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Re: Frauenquote am Fachbereich

Beitrag von yourmaninamsterdam »

Ach, und zu der Oren-Thematik: Guck dir mal so ein BWL-Grundstudium an und erzähl mir, dass das spannender ist, als das Informatik-Grundstudium. Mit so Glanzperlen wie Buchführung und Kosten-Leistungsrechnen. Studieren trotzdem viele; auch Frauen.

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oren78
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Re: Frauenquote am Fachbereich

Beitrag von oren78 »

yourmaninamsterdam hat geschrieben:Ach, und zu der Oren-Thematik: Guck dir mal so ein BWL-Grundstudium an und erzähl mir, dass das spannender ist, als das Informatik-Grundstudium. Mit so Glanzperlen wie Buchführung und Kosten-Leistungsrechnen. Studieren trotzdem viele; auch Frauen.
Du vergleichst hier leider Äpfel mit Birnen lieber Artem ;-)

aus deiner sichtweise als mann wird dir KLR, BWL etc. eventuell langweilig vorkommen (mir übrigens auch..), aber frauen ticken
etwas anders als wir (gott sei dank) und empfinden diese fächer als wesentlich angenehmer als die klassischen informatik grundstudiums-fächer
ala fgi, gdi und vor allem aber tgi ! nun fragst du dich eventuell woher der gute Oren das mal wieder weiß, ich kenne im gegensatz zu einigen
informatiker-schmocks hier genügend frauen und deren meinung über die unterschiede der studiengänge...
"Unter allen menschlichen Entdeckungen sollte die Entdeckung der Fehler die wichtigste sein.", Stanisław Jerzy Lec

fetzer
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Re: Frauenquote am Fachbereich

Beitrag von fetzer »

oren78 hat geschrieben:aber frauen ticken etwas anders als wir (gott sei dank) und empfinden diese fächer als wesentlich angenehmer als die klassischen informatik grundstudiums-fächer ala fgi, gdi und vor allem aber tgi ! nun fragst du dich eventuell woher der gute Oren das mal wieder weiß, ich kenne im gegensatz zu einigen informatiker-schmocks hier genügend frauen und deren meinung über die unterschiede der studiengänge...
Hammer, Dude! Jetzt bekommt die Diskussion endlich Vorurteils-Pep! :mrgreen:

robert.n
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Re: Frauenquote am Fachbereich

Beitrag von robert.n »

@yourmaninamsterdam:
Ich glaube du hast Recht. Gute Einwände... gefällt mir.

Sylvia G.
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Re: Frauenquote am Fachbereich

Beitrag von Sylvia G. »

Also ich kann dazu nur sagen, dass ich zumindest aus einem Abijahrgang einer Schule komme, der erstaunlich gut verteilt gewesen ist: Männer und Frauen ziemlich genau halbe halbe, bei den Männern viele technikaffine, aber mindestens genauso viele, die mit Mathe und sogar Computern überhaupt nichts am Hut hatten. Bei den Frauen genauso: viele angeblich "typische Frauen", die nicht viel für Technik und solche Dinge übrig hatten, aber auch genauso viele die sich sehr stark für Mathe und Naturwissenschaften interessiert haben. Wir hatten sogar einen Informatikkurs mit 6 Frauen und 2 Männern aus unserem Jahrgang...!?!
Also im Grunde war an unserer Schule von der angeblichen "klassischen" Interessenverteilung nicht so viel zu spüren. Viele meiner Freundinnen vom Abi studieren auch zur Zeit "technische" Fächer (einige auch an der TUD) - Elektrotechnik, Mathe, Physik, Chemie.... aber ich bin definitiv die einzige Frau aus meinem Abijahrgang von meiner Schule, die Informatik studiert. Und ich glaube sogar, ich bin überhaupt die einzige aus meinem 120 Leute starken Jahrgang, die Informatik studiert (beim nächsten Jahrgangstreffen mal checken, ob nicht zwischenzeitlich doch mal jemand damit angefangen hat)... Aber woran liegt DAS jetzt wohl?

Ich kann nur sagen, dass ich auf den Jahrgangtreffen oft sowas gesagt bekomme wie "Informatik? Ach du Scheiße... So mit den ganzen Nerds und so?" oder auch (erstaunlicherweise) "Informatik? Also das wäre mir zu einseitig gewesen, nur mit Computern...." oder (noch unglaublicher!) "Informatik? Also das wäre mir zu einfach gewesen, dann doch lieber was "Richtiges", so wie Mathe und Physik". Vielleicht ist also doch was an dem dran, dass viele Leute ein völlig falsches Bild von der Informatik haben....

Can
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Re: Frauenquote am Fachbereich

Beitrag von Can »

Ich finde es gibt zwei große Gründe, die auch hier eigentlich schon von verschiedenen Personen teils genannt worden sind, wieso eine geringe Anzahl an Frauen ein Informatik-Studium in Erwägung zieht.

1) Informatiker - Image
Nerds, Dauer-Pizzaesser, WoW-Spieler, Kellerkinder, unhygienische langhaarige bärtige schmächtige oder dicke elektrosmog-erbläßte Freaks, gesellschaftsscheu, schüchtern, introvertiert, kein Draht zu Frauen.
Welche Frau will mit solchen Typen zusammen studieren? Sehr wenige - es sei denn sie ist gerade die weibliche Version davon oder überzeugt von den hohen Gehaltsvorstellungen in der Zukunft.

2) Informatik - Image
Was ist eigentlich Informatik? - "PCs reparieren, programmieren, immer in den Monitor glotzen, da gehen doch die Augen kaputt", zu komplex, zu mathematisch
Wem wurde noch nicht gesagt, dass er dann ja später bestimmt gute Jobaussichten hat, weil ja alles jetzt durch Computer ersetzt wird, und er dann ganz viele PCs reparieren könnte?
JA, diesen Satz hab ich ehrlich schon zu hören bekommen.. traurig aber wahr.

Fassen wir zusammen, an 2) können wir vielleicht Einiges ändern, indem wir Aufklärungsarbeit leisten, was ja auch z.B. mit diesen Girls Days usw. getan wird.
Bei 1) müssten wir uns auch an die eigene Nase fassen. Zu behaupten auf alle Informatiker würden diese Eigenschaften aus 1) passen, wäre eine maßlose Übertreibung, aber dass sie auf keine geringe Anzahl an Leuten zutrifft, ist meiner Meinung nach nicht abzustreiten. Da könnte man "Resozialisierungsmaßnahmen" selbst ergreifen, was aber wenige tun werden. Und seien wir mal ehrlich, wir werden im Bachelor-Studium regelrecht zu Fachidioten ausgebildet. Während z.B. Studenten aus anderen Fachbereichen den ein und selben Sprachkurs jedes Semester von Neuem werten lassen können (fragt nicht nach dem Sinn), können wir nicht mal einen Einzigen einbringen.
Letztendlich stehen wir draußen zur Schau, und stellen die Informatiker dar. Und wäre es nicht schön, wenn Einige mehr im Fachbereich den Spruch "Echt - Du studierst Informatik? Hätte ich nicht gedacht, bist ganz anders" zu hören bekommen, und wir dadurch vllt. irgendwann auch endlich ein besseres Image in der Allgemeinheit genießen können?

WIR WOLLEN MEHR FRAUEN!!! :)
Cogito ergo sum

Steven
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Re: Frauenquote am Fachbereich

Beitrag von Steven »

Ich denke, die Diskussion wird oftmals "von hinten aufgezogen". Meines Erachtens muss sich jede Wissenschaft überlegen, wie sie sich fokussieren will und welche Außendarstellung die Inhalte und Charakteristiken ihres Gebiets am besten repräsentiert. Meines Erachtens macht es wenig Sinn, zuerst eine Personalstruktur zu entwerfen und die Wissenschaft dann um diese herum auszurichten. Schließlich ist das Primärziel, Wissen zu schaffen, und nicht gesellschaftspolitische Ziele zu erreichen.

Für das Studium (und auch die verwandten Ausbildungsgänge) gilt analoges. Speziell das Studium soll möglichst gut an der entsprechenden Wissenschaft ausgerichtet sein. Die Struktur der Studenten resultiert (mehr oder weniger direkt) aus dem Selbstbild und der Außenwirkung der entsprechenden Wissenschaft. Ich sehe jede externe Steuerung sehr kritisch, sei das nun die Förderung bestimmter Personalstrukturen oder die Einflussnahme der Wirtschaft (Studium != betriebliche Ausbildung). Beide Beispiele tendieren dazu, den Studiengang von der Wissenschaft weg auf externe Ziele zu biegen.

Das heißt natürlich: Wenn wir die Informatik so dargestellt haben, wie wir es für angemessen halten und daraus eine niedrige Frauenquote resultiert, ist das eben so. Das kann man dann begrüßen oder bedauern, aber allein deswegen am Bild dieser Wissenschaft "herum zu biegen", ist der falsche Weg. Andere Studiengänge sprechen andere gesellschaftliche Gruppen an. Man könnte ansonsten genauso gut darüber philosophieren, warum bei BWL-Studenten eine bestimmte wirtschaftspolitische Richtung sehr dominant ist (habe ich in einigen Vorlesungen zumindest so erlebt) und dann anfangen, die BWL so zu ändern, dass hier (externes Ziel hier einsetzen) erreicht wird - ähnlich absurd.

Das heißt aber auch, dass Artjom recht hat: Jede Wissenschaft muss ihre Selbst- und Außendarstellung ständig überprüfen. Wenn die Informatik in der Gesellschaft ein Bild hat, das nicht zu ihr passt, muss man das korrigieren - und zwar allgemein, nicht als gruppenspezifische Fördermaßnahme. Leider erlebe ich selbst immer wieder das Bild "Informatiker = Computerschrauber". So ziemlich jeder kann sich etwas unter Chemie vorstellen, das zumindest halbwegs passt. Bei der Informatik sieht es da wesentlich schlechter aus. Entweder das Bild ist diffus oder schlicht falsch.

Artjoms Beitrag finde ich übrigens auch in den restlichen Punkten sehr gut. Insbesondere: Die mathematischen und theoretischen Aspekte gehören zur Informatik. Die können und dürfen wir nicht aus irgendwelchen externen Gründen herauswerfen (siehe Abhandlung oben).

Noch ein vorerst letzter Denkanstoß: Welches Bild vermittelt die Informatik in den Schulen? Passt das eigentlich (noch)? Wird da wirklich Informatik betrieben oder wird da auf technischer Ebene programmiert ("stecke A und B per Code zusammen, damit's läuft")?

ice-breaker
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Re: Frauenquote am Fachbereich

Beitrag von ice-breaker »

Steven hat geschrieben:So ziemlich jeder kann sich etwas unter Chemie vorstellen, das zumindest halbwegs passt. Bei der Informatik sieht es da wesentlich schlechter aus. Entweder das Bild ist diffus oder schlicht falsch.
andererseits hat die Informatik auch solch ein großes Spektrum an Tätigkeiten und Möglichkeiten, dass du Informatik eigentlich nicht mehr 1-2 Sätzen beschreiben kannst ohne eine komplett abstrakte Definition abzuliefern unter der sich niemand mehr etwas vorstellen kann.

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mantra
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Re: Frauenquote am Fachbereich

Beitrag von mantra »

Wollen wir wirklich Frauen am FB, die ein in den 80ern und frühen 90ern im Fernsehen geprägtes Informatik-Männerbild für bare Münze nehmen, und nicht in der Lage sind, es zu hinterfragen?

Wer heutzutage gebetsmühlenartig wiederholt, der heutige Informatiker sei kein pizzafressender Kellermensch, der hält einerseits die Erinnerung an das falsche Image wach, und andererseits ist er genauso unzutreffend pauschal, wie das verneinte Vorurteil.

Nerds gibt es überall, nicht nur in der Informatik (fahrt einmal morgens Zug; oder guckt euch G. Westerwave an). Und es gibt Menschen, die dieses Image absolut nicht erfüllen, mit denen man es aber trotzdem keine 30 Sekunden aushält, weil sie einen zum Beispiel mit Vorurteilen zuquatschen, einem nicht zuhören, einem ihre Sicht der Dinge als die Wahrheit präsentieren (weil sie zum Beispiel ja so viel mehr gesehen haben von der Welt).

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