Verständnisfragen zu Übung 2

Moderator: Algorithmische Modellierung

PhilS
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Verständnisfragen zu Übung 2

Beitrag von PhilS » 4. Jun 2014 16:02

Hallo,

ich habe ein paar kleinere Fragen, wie die Aufgabenstellungen in Übung 2 gemeint sind.

* Bei Aufgabe 2.2 steht in der Fußnote, dass durch die Planung jeder Studierende einen überschneidungsfreien Termin haben soll (/könnte). Nun gibt es aber mehrere Tutorien pro Vorlesung und wir wissen nur, wie viele Studierende insgesamt eine Vorlesung besuchen. Außerdem wissen wir durch in_conflict zwar, dass für manche Studierende ein Termin nicht in Frage kommt, aber nicht für wie viele. Ist die Aufgabe so gedacht, dass wir dazu eine weitere Datenstruktur einführen sollen (bzw. mehrere) um die benötigten Informationen festzulegen? Oder reicht es, leidglich zu gewährleisten, dass für jeden Studenten alleine genommen prinzipiell ein Termin möglich wäre, nicht aber zwangsläufig für alle gleichzeitig (Termine also überlaufen sein können)?

* In Aufgabe 2.3 bin ich etwas unsicher, wie ich die "Wunschart" (wäre gut, aber nicht notwendig) "unmöglich" (geht auf keinen Fall) werten soll. Also soll eine solche Wahl als zu erfüllendes Kriterium gesehen werden, da unmöglich eben unmöglich ist? Oder soll es ebenfalls nur ein Optimierungsziel sein, da es zwar "unmöglich" heißt, aber eben dennoch eine Wunschart ist?

* Zu Aufgabe 2.4: Egal wie die Antwort zu Aufgabe 2.2 lautet, ich denke hier wird erwartet eine Zuordnung Student -> Liste von Vorlesungen zu ergänzen. Ist das richtig?

Ich freue mich über jeden Hinweis. Vielen Dank!

Viele Grüße,
Philipp

Prof. Karsten Weihe
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Re: Verständnisfragen zu Übung 2

Beitrag von Prof. Karsten Weihe » 5. Jun 2014 10:04

PhilS hat geschrieben:wir wissen nur, wie viele Studierende insgesamt eine Vorlesung besuchen.
Sie sind der Modellierer und entscheiden daher, welche Daten Sie vom Kunden brauchen (natürlich nur Daten, die der Kunde auch haben sollte). 8)

PhilS hat geschrieben: In Aufgabe 2.3 bin ich etwas unsicher, wie ich die "Wunschart" (wäre gut, aber nicht notwendig) "unmöglich" (geht auf keinen Fall) werten soll. Also soll eine solche Wahl als zu erfüllendes Kriterium gesehen werden, da unmöglich eben unmöglich ist? Oder soll es ebenfalls nur ein Optimierungsziel sein, da es zwar "unmöglich" heißt, aber eben dennoch eine Wunschart ist?
Ihre Aufgabe als Modellierer letztendlich ist die Minimierung der Kundenbeschwerden bzw. Maximierung der Kundenzufriedenheit. Der Kunde wird mit Nachfragen wie der Ihren oftmals überfordert sein. Daher müssen Ihrerseits zwei Entscheidungsmittel hinzukommen: Ihr gesunder Menschenverstand und Ihr Alltagserfahrungswissen. :idea: :shock: :!:

Hope this helps.

KW

the D
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Re: Verständnisfragen zu Übung 2

Beitrag von the D » 13. Jun 2014 13:00

Frage zur Aufgabe 2.2:

Können wir davon ausgehen, dass Veranstaltungen bereits eine feste Anzal Tutoriumstermine besitzen, die wir dann versuchen geeignet zu platzieren oder soll unsere Modellierung selbst herausfinden, wie viele Tutoriumstermine mindestens benötigt werden um theoretisch alle Studenten unterzubringen?

Grüße,
Dominik

Prof. Karsten Weihe
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Re: Verständnisfragen zu Übung 2

Beitrag von Prof. Karsten Weihe » 15. Jun 2014 11:24

PhilS hat geschrieben: ich habe ein paar kleinere Fragen, wie die Aufgabenstellungen in Übung 2 gemeint sind.
Die Aufgabenstellungen sind so formuliert, wie man die Info nach meiner Erfahrung vom Kunden bekommt (wobei ich denke, dass die Info vom Kunden in der Regel schlechter strukturiert ist...). :shock: :twisted: 8)

PhilS hat geschrieben: Ist die Aufgabe so gedacht, dass wir dazu eine weitere Datenstruktur einführen sollen (bzw. mehrere) um die benötigten Informationen festzulegen? Oder reicht es, leidglich zu gewährleisten, dass für jeden Studenten alleine genommen prinzipiell ein Termin möglich wäre, nicht aber zwangsläufig für alle gleichzeitig (Termine also überlaufen sein können)?
Die Aufgabe ist so gedacht, dass das praktische Problem gelöst wird.

Sie haben bei Übungsblatt 2 sogar noch den Vorteil gegenüber der üblichen Beratungssituation, dass Sie als Student Domain-Experte sind.

PhilS hat geschrieben: In Aufgabe 2.3 bin ich etwas unsicher, wie ich die "Wunschart" (wäre gut, aber nicht notwendig) "unmöglich" (geht auf keinen Fall) werten soll. Also soll eine solche Wahl als zu erfüllendes Kriterium gesehen werden, da unmöglich eben unmöglich ist? Oder soll es ebenfalls nur ein Optimierungsziel sein, da es zwar "unmöglich" heißt, aber eben dennoch eine Wunschart ist?
Stellen Sie sich die Situation vor, dass die Angaben der Dozenten tatsächlich keine Lösung zulassen. Wenn die Einhaltung von "unmöglich" ein hart zu erfüllendes Kriterium ist, wird der Löser nichts ausspucken außer dem einen Bit an Info, dass er es nicht lösen konnte. Wie zufrieden wird die Lehrverwaltung dann mit Ihrem Planungstool sein?

Pragmatische Grundregel: Ihr letztendliches Ziel ist immer (nicht nur in der Algorithmischen Modellierung), die Anzahl und Schwere der Kundenbeschwerden zu minimieren, oder? :wink:

PhilS hat geschrieben: Zu Aufgabe 2.4: Egal wie die Antwort zu Aufgabe 2.2 lautet, ich denke hier wird erwartet eine Zuordnung Student -> Liste von Vorlesungen zu ergänzen. Ist das richtig?
Ja, spätestens hier werden Sie nicht umhinkommen, die Studierenden nicht mehr als Quantitäten, sondern als individuelle Objekte zu modellieren.

KW

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