Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

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schikanski*
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Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von schikanski* » 19. Mai 2011 22:14

Hallo,

ich wollte mich mal erkundigen, ob es schon teilweise ersichtlich ist, wie sich die Quote der Bewerber pro Studienplatz sich für den Fahbereich Informatik bei der TU Darmstadt sich verändern wird. Da ja nun die doppelten Jahrgänge nun folgen, mache ich mir sorgen, zumal ich wirklich sehr gerne in Darmstadt studieren möchte, aber erst im Sommer 2012 meinen Abschluss mache. Ich hoffe die Aussagen bezüglich der Zulassungsbeschränkung aus der Schülerinformation 2007/08 wird auch weiterhin aktuell bleiben! Ich gehe zwar definitiv nicht von schlechter als 2.4, ca. 2,1 und bis zu 1.9-1.8 aus, aber Angst habe ich um einen Platz dennoch, weswegen ich wie gesagt weiterhin hoffe, daß es keine Grenzen geben wird...aber nun ja, ich hoffe ich erfahre hier mehr!!


MfG, Schiran

LucasR
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Re: Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von LucasR » 19. Mai 2011 22:19

Von offizieller Seite ist mir bisher nichts bekannt... Sitze aber auch nicht in den entsprechenden Gremien um das frühzeitig zu wissen.

Mirlix_
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Re: Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von Mirlix_ » 19. Mai 2011 23:17

Fuer dieses Wintersemester sind keine Zulassungsbegrenzungen geplant und auch danach wollen wir versuchen diese zu vermeiden, das ist der Wille von Professoren und Studenten. Aber es kann natürlich sein das wir diesen Winter mit Anfänger überrannt werden, sodass wir gezwungen sind eine Begrenzung fuer nachfolgende Semester einzuführen um noch zumutbare Zustände im Studium sicherstellen zu können. Aber erstmal arbeiten alle Beteiligten daran eine Begrenzung zu vermeiden, sie ist also das letzte Mittel der Wahl. So habe ich es jedenfalls aus dem Lehr und Studienauschuss, der sich genau mit dieser Problematik beschäftige, mitgenommen,.
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schikanski
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Re: Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von schikanski » 20. Mai 2011 01:19

Und falls dann doch eine Begrenzung zustande kommt, wäre es eher wahrscheinlich, daß diese eine Aufnahmeprüfung ist, die mathematische Kenntnisse als Beispiel überprüft, oder wäre es doch tatsachlich nach dem Prinzip der Durchschnittsnote, sprich mit NC?

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Thomas
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Re: Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von Thomas » 20. Mai 2011 01:33

Da das Thema NC durchaus relevant ist (ich halte die Kapazitätsprobleme der aktuellen und zukünftigen Semester für DAS Thema in Studium und Lehre an der TU Darmstadt), und es oft falsch heißt „es gibt einen NC von 1,7“ oder ähnliches, hier erstmal ein paar Grundlagen zu Kapazitätsbegrenzungen:

Grundsätzlich gibt es zwei Arten, nicht alle Bewerber für einen Studiengang aufzunehmen, Zulassungsbeschränkungen (1) und Eignungsfeststellungsverfahren (2). Wer wann bzgl. der Informatik-Studiengänge an der TU Darmstadt über solche Sachen entscheidet, beschreibe ich unter (3), unter (4) gibt es die Kurzfassung für Lesefaule.


(1) Zulassungsbeschränkungen
Bei den Zulassungsbeschränkungen werden Zahlen festgelegt, die die „verfügbaren Studienplätze“ für die Fachsemester darstellen, bezogen auf ein Anfangssemester. Dies ist das gängige Verfahren. Die so beschränkten Studiengänge kann man sich etwa auf den TU-Webseiten ansehen. Wenn da nun unter „Studiengänge mit Aufnahmebeschränkung im WS 2011/12“ etwa „Pädagogik (Bachelor of Arts): 1. Fachsemester“ steht, heißt das für Studieninteressierte, die zum kommenden Wintersemester einen B.A. Pädagogik an der TU anfangen wollen, dass eine solche Zahl definiert wurde.

Ich weiß jetzt nicht, warum die Zahlen nicht dabei stehen, nach meinen Quellen sind es aber in dem Fall definitiv 40 Plätze (*). Zu dem „1. Fachsemester“: Wer einen ähnlichen Studiengang, also ein ähnliches Fach schon woanders angefangen hat, und es zum Wintersemester an der TU fortsetzen möchte, kann je nach Äquivalenz der „alten“ Leistungen in ein höheres Semester eingestuft werden. Für den B.A. Pädagogik gibt es dann für dieses Wintersemester keine Beschränkung, die Zahl 40 bezieht sich eben nur auf die, die ganz von vorne anfangen wollen/müssen – in anderen Studiengängen, wie auf der Webseite ersichtlich, gibt es im kommenden Wintersemester auch Beschränkungen für höhere Fachsemester.

Diese Zahlen müssen für ein Wintersemester zum 15.1., für ein Sommersemester bis zum 15.7. jedes Mal neu festgelegt werden, also knapp neun Monate vor dem Studienbeginn, damit die Interessenten frühzeitig Bescheid wissen können. Dann wird irgendwann (Mitte Mai bzw. im Dezember) die Online-Bewerbung freigeschaltet und die Bewerbungen trudeln ein. Nach Bewerbungsschluss (15.7. bzw. 15.1.) werden in dem Beispiel für die 40 Plätze die Bewerbungen nach Abiturnote sortiert und die 40 besten zum Studium zugelassen.

Ein „NC von 1,7“ ergibt sich also im Nachhinein, wenn der 40. Zugelassene eben eine 1,7 im Abitur hatte (Auf Nachrück- und Losverfahren, ex-ZVS etc. verzichte ich der Einfachheit halber mal...). Die Verfahrensergebnisse aus dem Wintersemester 2010/11 kann man sich auch online ansehen, mit den damals definierten Studienplätzen und den „NC-Zahlen“.


(2) Eignungsfeststellungsverfahren
Beim Eignungsfeststellungsverfahren schaut man nicht auf die verfügbaren Studienplätze, sondern auf die Eignung der Bewerber. Man überlegt sich also Kriterien für die künftigen Studenten und entscheidet so über die eintreffenden Bewerbungen. Wie man sich vorstellen kann, ist dieses eventuell gerechtere Verfahren potenziell aufwendiger und es kann je nach Kriterien und Bewerbungen im Studiengang auch zu einer Über- oder Unterbelegung des Semesters kommen.

Eignungsfeststellungsverfahren können auf verschiedene Weisen umgesetzt werden: Im Maschinenbau etwa ist es eine Kombination aus Abiturnoten, biographischem Fragebogen und Eignungsgespräch, in der Chemie macht man es mit Motivationsschreiben und -gespräch. Da muss sich jeder Fachbereich eigene Gedanken machen, der (von den Zahlen her) große Maschinenbau etwa scheut den Aufwand nicht.


(3) Spezifisches zur TU Darmstadt und deren Informatik-Studiengänge
Wie Mirlix schon geschrieben hat, ist aktuell der Lehr- und Studienauschuss (LuSt) des Fachbereichs Informatik an dem Thema dran. Dort sitzen auch studentische Vertreter, wenn man da also Neuigkeiten haben möchte, sollte man die Kommunikationskanäle der Fachschaft (etwa Foren, Blog, Twitter und für Gremiensitzungen den Terminkalender) anzapfen.

Diesen Kanälen konnte man auch schon entnehmen, dass sich der LuSt schon seit vielen Monaten mit dem Thema „G8“ und Zulassungsbeschränkungen beschäftigt. In der Sitzung am 30.11.2010 hat er sich gegen solche Beschränkungen für das Wintersemester 2011/12 ausgesprochen. Dies geschah einstimmig mit dem von Mirlix erwähnten Willen, vor dem Hintergrund der Tragweite der Entscheidung und da der Fachbereich keine Erfahrungen mit Beschränkungen hat. Das Thema wird aber weiterhin diskutiert, da es eben auch niemandem was bringt, wenn wir überrannt werden – es gilt, da eine verantwortungsvolle Entscheidung für alle an der Studiensituation Beteiligten zu treffen.

Zum weiteren Verfahren: Falls sich der Lehr- und Studienausschuss irgendwann und nach gründlicher Diskussion für eine Beschränkung ausspricht, muss dies noch vom höchsten Gremium am Fachbereich, dem Fachbereichsrat (FBR) bestätigt werden. Der LuSt bereitet als „Spezialist“ diese FBR-Entscheidung mit seiner eigenen Arbeit vor, letzlich ist es aber eine so grundlegende Sache, dass es auch durch den FBR muss. Auch im FBR sitzen studentische Vertreter, die auch die Informationskanäle der Fachschaft nutzen (und übrigens bei den Hochschulwahlen in zwei Wochen direkt gewählt werden können...).

Nachdem sich also der Fachbereich Informatik durch den FBR für Beschränkungen ausgesprochen hätte, muss dies noch durch die Gesamt-Universität abgesegnet werden. Dies geschieht durch den Senat, in dem -oh Wunder- auch studentische Vertreter sitzen, allerdings derzeit keine aus der Informatik. Senats-Entscheidungen zu Studium und Lehre werden eigentlich immer durch den Senatsauschuss Studium und Lehre vorbereitet, bevor sie im Senat selbst behandelt werden. Gleiches Spiel: Es sind Studenten beteiligt, aktuell aber auch keine Informatiker. Mit der Zustimmung des Senats ist die Entscheidung dann abgeschlossen, spätestens jetzt sollte auch die Universität und der Fachbereich auf deren Informationskanälen/Webseiten dies kundtun.

Der Senat und seine Unterauschüsse sind übrigens frei in ihren Entscheidungen – so wurde etwa in der Sitzung vom 30.3.2011 eine eigentlich schon vom Fachbereich Maschinenbau beschlossene Änderung ihres Eignungsfeststellungsverfahren abgelehnt:
Senatsprotokoll hat geschrieben:Der Senat stimmt mit 6 Gegenstimmen, 4 Enthaltungen und 10 Jastimmen ab. Das Eignungsfeststellungsverfahren zum B.Sc. Maschinenbau – Mechanical and Process Engineering hat somit keine Mehrheit gefunden. Die bestehende Regelung zum Eignungsfeststellungsverfahren bleibt gültig.
Und in einer früheren Sitzung wurde die Einführung einer Beschränkung bei den Bachelor- und Master-Studiengängen Mathematik abgelehnt, mittlerweile unter Auflagen genehmigt.


(4) Fazit
Um es kurz zu machen: Die Entscheidungs-Deadline für das in deinem Fall relevante Wintersemester 2012/13 ist der 15.1.2012. Bis dahin gibt es ein sicher zulassungsfreies Wintersemester 2011/12, in dessen ersten dreieinhalb Monaten sich der Fachbereich Gedanken über eine Beschränkung fürs WS 2012/13 machen muss. Dies wird unter studentischer Beteiligung und unter Einbezug der Erfahrungen aus dem WS 11/12 und den Bestimmungen eines eventuell beschränkten Sommersemester 2012 geschehen (Deadline dort: 15.7.2011). Ob es Beschränkungen geben wird, kann jetzt keiner sagen. Aktuell will keiner der Beteiligten das, aber sie auszuschließen wäre populistisch.


(*) Die Studienplatz-Zahlen anderer staatlicher hessischer Hochschulen kann man sich etwa fürs Sommersemester 2011 öffentlich in der „Verordnung über die Festsetzung von Zulassungszahlen an den Hochschulen des Landes Hessen im Sommersemester 2011“ ansehen, die z.B. über die Hessenrecht-Webseite im Bereich Rechtsvorschriften > Kultus > Wissenschaft, Forschung und Lehre angesehen werden kann. Die TU Darmstadt ist allerdings eine autonome Universität mit eigenem Gesetz, weshalb bestimmte Vorschriften nicht über das hessische Wissenschaftsministerium laufen müssen. Dazu zählen auch die Zulassungszahlen, wie unter (3) beschrieben. Die TU müsste ihre Zahlen aber auch als Satzungen in den Beilagen der Universitätszeitung veröffentlichen.
Zuletzt geändert von Thomas am 20. Mai 2011 01:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Fazit enthielt logischen Fehler
„Die Universität steht nunmehr vor der Aufgabe, die Lehre vor Qualitätseinbußen zu schützen, damit der dort vorhandene sehr gute Ruf gehalten wird.“
Rechenschaftsbericht des TU-Präsidiums 2009-2010 (Seite 20), angesichts von aktuell 23.000 Studenten und vor G8

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mantra
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Re: Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von mantra » 20. Mai 2011 13:26

@Thomas: Klasse Beitrag!

Ist eigentlich für die LuSt-Beteiligten offensichtlich oder hat sich dort herauskristallisiert, welche Faktoren bei steigender Studentenzahl eine Rolle spielen und welche der Faktoren veränderbar sind und welche nicht? Ist es zum Beispiel letztlich nur eine Geldfrage oder ein Raumproblem oder gibt es andere kritische Faktoren? Anders gefragt: Ist es klar, dass bei einem zu großen Andrang nichts getan werden kann und gibt es für den Fall Notfallszenarien?
Ich finde das Thema interessant, aber habe bisher nur zwei Berichte entdeckt.

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Thomas
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Re: Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von Thomas » 20. Mai 2011 13:38

Dazu können die derzeit aktiven vielleicht besser was sagen – es wurde auf jeden Fall versucht, alle möglichen „Problemstellen“ bei Zunahme der Anfängerzahlen aufzunehmen und jeweils Lösungen zu finden.
„Die Universität steht nunmehr vor der Aufgabe, die Lehre vor Qualitätseinbußen zu schützen, damit der dort vorhandene sehr gute Ruf gehalten wird.“
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Re: Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von Mirlix_ » 20. Mai 2011 15:21

Wir haben intensive im LuSt verschiedene Szenarien diskutiert. Wie wahrscheinlich bekannt ist bei unsere Uni das Raumproblem mit das groesste, ob in einer Vorlesung nun 500 oder 1500 Student sitzen macht fuer die Vorlesung erstmal kein Unterschied. bei Kleingruppen schon, da wuerde man dann evt auf Hoersaaluebungen wechseln muessen, da wir aber eh nicht die Raeume dafuer haben ist dies nicht so wichtig, daher ist tatsaechlich Raeume mit das wichtigeste Problem wenn wir zu viele Studenten bekommen.

Sollten sich jetzt im WS zu viele Studenten anmelden koennen wir recht wenig machen, da wir Thomas ja schon gesagt hat, die Fristen vorbei sind um Begrenzungen einzufuehren, daher ginge dies wenn erst fuer die folgenden Semester. Aber wir haben verschiedene Plaene durchgesprochen, die von Anmietung andere Raeume bis zu Videoaufnahmen etc geht. Wobei ich zZ noch davon ausgehe das der Ansturm nicht so gross sein wird, das zeigen auch einige Zahlen die wir von anderen Bundeslaendern haben, aber sicher wissen wir es erst Anfang November wenn wir die genauen Zahl kennen.
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Re: Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von schikanski » 20. Mai 2011 16:57

Wenn dann würde ich mir die Variante mit dem Video-Link wünschen....dann könnte die Uni auch Preise für Karten verlangen, um live dabei zu sein...ich meine, wer nicht zahlen will kann auch ruhig online es sehen, wäre ja nicht besonders benachteiligt...und somit hätten die Leute, die dabei wären mehr Platz! Ich glaube jeder würde da profitieren, weil man immerhin nicht vom Studium ausgeschlossen wäre...oder gäbe es da Nachteile, Einschränkungen oder Meinungen dagegen? Vielleicht habe ich ja auch was übersehen...(moralisch ist es wohl wirklich nicht, es anhand des Geldes auszumachen...aber utilitaristisch gesehen müsste es dennoch besser sein, als wenn man seine Bedürfnisse komplett nicht anhand des Studiums befriedigen könnte..kann mich aber auch hier irren!). =)


MfG, Schiran.

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Re: Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von LucasR » 21. Mai 2011 11:15

schikanski hat geschrieben:Wenn dann würde ich mir die Variante mit dem Video-Link wünschen....dann könnte die Uni auch Preise für Karten verlangen, um live dabei zu sein...ich meine, wer nicht zahlen will kann auch ruhig online es sehen, wäre ja nicht besonders benachteiligt...und somit hätten die Leute, die dabei wären mehr Platz! Ich glaube jeder würde da profitieren, weil man immerhin nicht vom Studium ausgeschlossen wäre...oder gäbe es da Nachteile, Einschränkungen oder Meinungen dagegen? Vielleicht habe ich ja auch was übersehen...(moralisch ist es wohl wirklich nicht, es anhand des Geldes auszumachen...aber utilitaristisch gesehen müsste es dennoch besser sein, als wenn man seine Bedürfnisse komplett nicht anhand des Studiums befriedigen könnte..kann mich aber auch hier irren!). =)
Die Studiengebühren in Hessen wurden doch gerade erst abgeschafft... Ich glaube wir können Vorlesungen auch komplett streichen, wenn wir dafür jetzt Geld bezahlen sollen!

d_s
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Re: Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von d_s » 21. Mai 2011 11:21

Ui, da kommt wohl jemand von der "Fast Drei Prozent"-Partei ;)

fetzer
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Re: Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von fetzer » 21. Mai 2011 14:04

schikanski hat geschrieben:Wenn dann würde ich mir die Variante mit dem Video-Link wünschen....dann könnte die Uni auch Preise für Karten verlangen, um live dabei zu sein...ich meine, wer nicht zahlen will kann auch ruhig online es sehen, wäre ja nicht besonders benachteiligt...und somit hätten die Leute, die dabei wären mehr Platz! Ich glaube jeder würde da profitieren, weil man immerhin nicht vom Studium ausgeschlossen wäre...oder gäbe es da Nachteile, Einschränkungen oder Meinungen dagegen? Vielleicht habe ich ja auch was übersehen...(moralisch ist es wohl wirklich nicht, es anhand des Geldes auszumachen...aber utilitaristisch gesehen müsste es dennoch besser sein, als wenn man seine Bedürfnisse komplett nicht anhand des Studiums befriedigen könnte..kann mich aber auch hier irren!). =)


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Ich würde dir raten, erstmal mit dem Studium anzufangen. Dann wirst du merken, dass nicht jeder davon "profitieren" würde, sondern nur die, die das Geld haben, um sich einen dann begehrten Platz in der Vorlesung sichern zu können.

Du kannst dir ja dann selbst als Beispiel einen Platz in einem Sprachkurs der Sprache Englisch versuchen zu sichern. Die Plätze sind idR innerhalb von 30 Sekunden bis 1 Minute ausgebucht. Und die Aufzeichnung eines Sprachkurses wäre wohl den Speicherplatz auf dem Server nicht wert, genauso wenig Online-Streams die Bandbreite, die sie verbrauchen.

Die neue ULB, das Hörsaalzentrum an der LiWi und die Renovierung dieser alten Hallen hinter dem Fraunhofer IGD sollte doch auch einiges an Platz schaffen. Kann man da schon abschätzen, ob 1) alles pünktlich fertig wird und 2) ob das den Ansturm etwas abfangen könnte?

downsampling
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Re: Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von downsampling » 22. Mai 2011 11:32

Das wird den Ansturm niemals abfangen. Zwar gibt es dadurch mehr Platz zum Lernen außerhalb der Veranstaltung , jedoch werden vermutlich alle Übungen und Tutorium immer noch in den kleinen Seminarräumen abgehalten.
Außerdem gibt es immer beliebte und unbeliebte Termine. Selbst im Moment haben wir im FB01 schon teilweise Probleme die Leute in einem Raum unterzukriegen, weil keiner sons kann oder will. Sprich es kommen in die begehrten VWL Tutorien jetzt schon gut 40-50 Leute pro Raum.

Und es ist wahrscheinlich zu erwarten, dass viele Informatikerveranstaltungen, wie die Mathegruppen und Gdi gruppen wieder im alten FB01-Gebäude stattfinden werden.

Und von der Lichtwiese muss man garnicht sprechen. Ich glaube zwischen Liwi und Stadtmitte will niemand pendeln, weswegen es sich häufen wird,

schikanski
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Re: Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von schikanski » 22. Mai 2011 15:52

Nunja, aber prinzipiell wäre es aber doch besser als eine Zulassungsbeschränkung, bei der einige komplett keine Zulassung bekommen, oder irre ich mich? Ich meine dadurch wäre ihnen das Studium zumindest ermöglicht und einen Groden Unterschied zwischen einer Live-Vorlesung und Online-Vorlesung kann ich mir auch (noch) nicht vorstellen, da theoretisch ja die Möglichkeit bestünde Fragen online per Mic zu stellen!

Und nein, ich bin in keiner Partei und würde wohl auch gegenwärtig keine wählen..ich bin zwar liberal, aber die Partei, die ich wählen würde hat ihren Kurs schon verlassen (Freiburger-Thesen) und demnach sehe ich sie auch nicht mehr vollwertig als "liberal" an, aber stand diese Partei eh nicht gegen Studiengebühren?


MfG, Schiran.

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Re: Zulassungsbegrenzung in der Zukunft?

Beitrag von DreamFlasher » 19. Nov 2011 21:10

imho gibt es noch weitere Möglichkeiten außer den genannten 3 @Thomas:

1) Für diejenigen die jetzt "zu viel" sind - nämlich die das verkürzte Abi haben ein verpflichtendes Vorpraktikum im IT Sektor von 6 Monaten einführen. Somit können die doppelten Jahrgänge aufgefangen werden bis die vorbei sind. Und dann das Vorpraktikum beibehalten weil das imho erstmal vielen zeigt was Informatik überhaupt ist.

2) Alle annehmen und - verpflichtend für die Professoren - Vorlesungsaufzeichnungen machen. Wenns Aufzeichnungen gibt, halbieren sich die Anwesenheitszahlen - mindestens.
Marcel Ackermann
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