Eine Frage zu den Aufnahmevoraussetzungen

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siggi-diggi
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Eine Frage zu den Aufnahmevoraussetzungen

Beitrag von siggi-diggi » 17. Dez 2007 20:02

Hallo!
Ich hab da mal eine Frage:
Ich hab mittlere reife gemacht und danach mit FOS Fachrichtung Informationstechnik meine Hochschulreife nachgeholt nun würde ich gerne wissen, ob ich, obwohl ich kein Abitur gemacht hab auf der TU Darmstadt Informatik Informatik studieren kann.
Danke für alle Antorten!

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kahler
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Beitrag von kahler » 17. Dez 2007 21:03

Nach meinem Wissen benötigt man für einen Bachelorstudiengang an einer hessischen Hochschule nur noch die Fach- und nicht mehr die allgemeine Hochschulreife.
Weitere Details hierzu kann dir sicherlich die allgemeine Studienberatung und/oder die Fachstudienberatung geben.
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S. Oelmann
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Beitrag von S. Oelmann » 17. Dez 2007 21:40

Ich habe auch nur die Fachhochschulreife und kenne noch drei andere Studenten, die ebenfalls ohne Abitur das Informatik-Studium an der TU begonnen haben. Einer der drei hat aber bereits aufgegeben und einen weiteren habe ich seit langem nicht mehr gesehen.

Da ich ebenfalls die FOS Technik-Informatik besucht habe, kann ich ja mal ein paar Hinweise geben.
Die einzigen Fächer, in denen du an der FOS wirklich etwas lernst, das du im Studium an der TU gebrauchen kannst, sind Mathe und IT. Dabei ist das, was man dir in Mathe beibringt, noch bei weitem nicht ausreichend. Die Gymnasialmathematik ist eben doch etwas umfangreicher. Das, was man dir nicht beigebracht hat, wird hier zwar wiederholt, aber in einem sehr hohen Lehrtempo. Trotzdem ich an der FOS in Mathe eine 1 hatte, verstehe ich hier in den Mathematik-Vorlesungen nur sehr wenig und muss alles nacharbeiten.

Ich denke, wenn du in allen FOS-Fächern und insbesondere in Mathe nicht wirklich sehr gut bist, solltest du von einem Studium an einer Universität absehen. Und selbst wenn du einer der besten Schüler deiner Klasse bist, stell dich darauf ein, hier dennoch große Schwierigkeiten zu bekommen.

Davon abgesehen, halte ich ein Universitätsstudium grundsätzlich für erfolgsversprechender als ein Fachhochschulstudium. Wenn du es also möglichst weit bringen möchtest und bereit bist, viel zu leisten, dann bewirb dich um einen Studienplatz. Eine Zulassungsbeschränkung gibt es nicht oder gab es zumindest in diesem Jahr nicht. Wenn sich nichts ändert, sollte dir ein Studienplatz also sicher sein.

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Rodent Bait
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Beitrag von Rodent Bait » 17. Dez 2007 23:45

Davon abgesehen, halte ich ein Universitätsstudium grundsätzlich für erfolgsversprechender als ein Fachhochschulstudium.
Das würde ich so nicht unterschreiben. Wenn man nicht gerade promovieren und/oder in der Forschung arbeiten will, ist ein FH-Studium nicht unbedingt schlechter. Gerade, wenn es einen doch eher in die Praxis zieht, ist ein FH-Studium u.U. die bessere Alternative.

Aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass man in einem kooperativen Studium sehr viel mitnimmt, z.B. hier:
http://www.fbi.h-da.de/studium/kosi-koo ... matik.html

So etwas bietet, soweit ich weiß, die TUD derzeit nicht an.

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Beitrag von S. Oelmann » 18. Dez 2007 08:26

Du sagst es aber zum Teil selbst schon. Während man nach einem Universitätsstudium oft die Chance hat zu promovieren, wird einem dies nach einem FH-Studium nur sehr selten ermöglicht. Auch werden FH-Absolventen im Gegensatz zu Hochschulabsolventen vermutlich niemals Führungspositionen in einem Betrieb übernehmen können.
Zumindest früher war es auch so, dass man mit einem FH-Diplom nur Beamter im gehobenen Dienst werden konnte, während das Uni-Diplom die Laufbahn im höheren Dienst ermöglichte. Das könnte sich allerdings mit der Umstellung der Diplom- auf die Bachelor/Masterstudiengänge geändert haben. Letztendlich ist auch zumindest das Einstiegsgehalt eines Universitätabsolventen in der Regel höher als das eines Fachhochschulabsolventen.

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Beitrag von unschuldslamm » 18. Dez 2007 09:04

Cool. Mal wieder das alte FH vs. Uni battle.
Wollen wir mal wetten, wann jtb hier auftaucht?
Maybe in Ohio, but not in America!

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Beitrag von Rodent Bait » 18. Dez 2007 09:36

Cool. Mal wieder das alte FH vs. Uni battle.
Au ja :mrgreen:

Nein, im Ernst: gerade das wollte ich mit meinem Post nicht ausdrücken. Sondern vielmehr, dass es auf diese Frage keine pauschale, nur eine individuelle Antwort für jeden Studenten geben kann.
Auch werden FH-Absolventen im Gegensatz zu Hochschulabsolventen vermutlich niemals Führungspositionen in einem Betrieb übernehmen können.
Das hängt wahrscheinlich sehr stark vom Betrieb ab. Mein vorletzter Chef war z.B. gelernter Schreiner ;)

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Beitrag von A. » 18. Dez 2007 11:00

unschuldslamm hat geschrieben:Cool. Mal wieder das alte FH vs. Uni battle.
Wollen wir mal wetten, wann jtb hier auftaucht?
Frühestens nach mir, ich bin da doch auch immer dabei.
S. Oelmann hat geschrieben:Zumindest früher war es auch so, dass man mit einem FH-Diplom nur Beamter im gehobenen Dienst werden konnte, während das Uni-Diplom die Laufbahn im höheren Dienst ermöglichte. Das könnte sich allerdings mit der Umstellung der Diplom- auf die Bachelor/Masterstudiengänge geändert haben.
Soweit ich weiß, wurde zumindest im öffentlichen Dienst das ganze offiziell "angepasst" - Bachelor entspricht in der Einstufung dem FH-Diplom (TVöD: Entgeltgruppe 9-12), Master dem Uni-Diplom (TVöD: Entgeltgruppe 13-15). Und zwar - Achtung! - hierbei grundsätzlich egal, ob Bachelor/Master von einer FH oder einer Uni stammen. Wobei 1. das mit TVöD eh alles noch etwas schwammiger geworden ist und 2. an der FH der Regelabschluß Bachelor, an der Uni der Regelabschluß Master ist (bzw sein soll).

Ich gehe mal davon aus, daß die Voraussetzungen in der Beamtenlaufbahn durchaus ähnlich "angepasst" wurden.
S. Oelmann hat geschrieben:Auch werden FH-Absolventen im Gegensatz zu Hochschulabsolventen vermutlich niemals Führungspositionen in einem Betrieb übernehmen können.
Kenn ich aber genug; nicht unbedingt im technischen Bereich, aber in anderen Bereichen (z.B. Soziales) sind FH-Absolventen als Geschäftsführer etc. eher der Normalfall.
Wobei es (bei Angestelltenverhältnissen) im technischen Bereich schon wahr ist, daß als FH-Absolvent meist als Abteilungsleiter o.ä. das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Allerdings dürfte das für 95% der Uni-Absolventen ebenso der Fall sein...
Rodent Bait hat geschrieben:Aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass man in einem kooperativen Studium sehr viel mitnimmt
"Kooperatives Studium" ist effektiv ein Versuch der FHs, sich mit einem eigenen Angebot in den sehr erfolgreichen BA-Markt zu drücken. Nachteil bei solchen kooperativen Studiengängen (wie auch an der BA) ist natürlich, daß das erworbene Wissen und Können spezifisch auf eine Firma bzw. einen engen Firmenkreis ausgelegt wird.

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Beitrag von AlexB » 18. Dez 2007 21:02

unschuldslamm hat geschrieben:Cool. Mal wieder das alte FH vs. Uni battle.
Wollen wir mal wetten, wann jtb hier auftaucht?
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Jacqueline
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Beitrag von Jacqueline » 18. Dez 2007 21:38


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