Übung 5 Fragen

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s!mon
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Übung 5 Fragen

Beitrag von s!mon » 14. Jun 2011 12:53

Hi,

wir hätten drei Fragen zu der aktuellen Übung:

1. Für y müssen wir ja neben einer Stresstestklasseauch die Klassen für die Grenzwerte angeben. Deckt der obere Grenzwert hier die Stresstestklasse nicht ohnehin schon ab? Der obere Grenzwert 1080 ist ja sozusagen schon der extremste zulässige Wert. Oder müssen wir den "normalen" gültigen Bereich noch weiter eingrenzen in normale Zahlen und extrem große Zahlen?

2. Jede gültige Klasse muss ja mindestens einmalig verwendet werden. Zählt hier das Benutzen innerhalb eines negativen Tests bereits dazu? Man darf ja pro Test nur eine fehlerhafte Eingabe verwenden und muss daher von den anderen Parametern jeweils gültige Werte betrachten. Ist aber imo nicht unbedingt sinnvoll, da das die Fehlersuche erschweren könnte. Also muss man dann trotzdem noch mindestens 9 (oder 12 je nachdem wie die Antwort zur ersten Frage ist ^^) positive Tests erstellen (Kombinationen der gültigen Eingabeparameter von x und y)?

3. Kann man den Stresstest des Strings in die Kombinationen von x und y integrieren oder muss man einen gesonderten Testfall erstellen? Das sollte eigentlich gehen..

Ciao, Simon.

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Re: Übung 5 Fragen

Beitrag von saller » 14. Jun 2011 23:52

Hi Simon,
1. Für y müssen wir ja neben einer Stresstestklasseauch die Klassen für die Grenzwerte angeben. Deckt der obere Grenzwert hier die Stresstestklasse nicht ohnehin schon ab? Der obere Grenzwert 1080 ist ja sozusagen schon der extremste zulässige Wert. Oder müssen wir den "normalen" gültigen Bereich noch weiter eingrenzen in normale Zahlen und extrem große Zahlen?
Ein Stresstest kann auch eineom Grenzwerttest entsprechen - ein Grenzwerttest aber nicht unbeindgt einem Stresstest. Von daher hast Du dahingehend recht, dass hier im Prinzip eine Klasse für Stresstest und Grenzwerttest verwendet werden kann. Du hast also die Wahl zwischen einer Doppelbelegung einer Testklasse oder eine neue Klasse zu Erstellen, die nahe an dem Grenzwert 1080 ist.
2. Jede gültige Klasse muss ja mindestens einmalig verwendet werden. Zählt hier das Benutzen innerhalb eines negativen Tests bereits dazu? Man darf ja pro Test nur eine fehlerhafte Eingabe verwenden und muss daher von den anderen Parametern jeweils gültige Werte betrachten. Ist aber imo nicht unbedingt sinnvoll, da das die Fehlersuche erschweren könnte. Also muss man dann trotzdem noch mindestens 9 (oder 12 je nachdem wie die Antwort zur ersten Frage ist ^^) positive Tests erstellen (Kombinationen der gültigen Eingabeparameter von x und y)?
Zu aller erst - Stresstest sind zwar 'erfolgreiche' Tests, aber zählen nicht zu den Positivtests - diese müssen separat verwaltet und erstellt werden!
Nein - das verwenden einer gültigen Klasse in einem Negativtest zählt nicht dazu, dass es mindestens einmal verwendet werden ist. Positivtestts müssen auch komplett in positiven Testfällen geprüft werden.
3. Kann man den Stresstest des Strings in die Kombinationen von x und y integrieren oder muss man einen gesonderten Testfall erstellen? Das sollte eigentlich gehen..
Wenn Du ein System 'Stressen' willst, willst Du dies gezielt tun, damit - falls der Testfall fehl schlägt - du gezielt die Ursache ausmachen kannst. Das kannst Du nicht, indem du alle Stresstests gleichzeitig ausführst in einem Testfall.

Grüße
Karsten

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Re: Übung 5 Fragen

Beitrag von s!mon » 15. Jun 2011 10:25

Danke schon mal. Zu der dritten Frage: So meinte ich das nicht. Ich muss ja bei den Positivtests alle möglichen Kombinationen von x und y abtesten. Das beinhaltet ja automatisch auch die Kombination Maximalwert von y (also quasi den Stresstest von y) mit normalem x-Wert. Wenn ich bei diesem Test eine normale Eingabe des Strings verwende habe ich doch mit dem Positivtest auch automatisch den Stresstest von y abgedeckt, oder?

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Re: Übung 5 Fragen

Beitrag von saller » 15. Jun 2011 10:47

Normalerweise wird ein Stresstest immer separat von einem Positivtest (Grenzwerttest) gemacht - man hat also zwei separate Äquivalenzklassen (bsp 1000 und 999). Sprich bei Deinen Positivtests in allen Kombinationen ist y nicht mit einem Stresstest abgedeckt (da die zusätzliche Äquivalenzklasse NICHT bei den positivtests mitgetestet werden muss).
Selbst wenn Du Grenzwertklasse auch als Stresstestklasse verwenden möchstest, sollte ein separater Stresstest in der Übung gemacht werden (da wir diesen explizi erwarten). Andernfalls können wir ja nicht erkennen was der Stresstest bei dir sein soll ;)

Also nochmal: Ein Stresstest muss nicht immer der maximal erlaubte Wert sein! sondern entweder ein Wert sehr nahe der Grenzwerte oder mit ungewöhnlichen, nicht erwarteteten aber erlaubten Eingaben.

Gruß
Karsten

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Re: Übung 5 Fragen

Beitrag von MuldeR » 21. Jun 2011 17:27

Ich hätte da auch noch ein paar Fragen: Auf welcher "Ebene" sind denn die Stresstest-Klassen anzusiedeln?

Wenn man nach dem Beispiel in den Folien geht, wird zuerst jedes Parameter in "positiv" und "negativ" Klassen aufgeteilt. Von diesen Klassen wird dann wiederum in Unterklassen unterteilt, wobei die Grenzwerte in separate Klassen kommen. Kommen die "Stresstest" Klassen auf die selbe Ebene wie die "positive" und "negativ" Klassen (eine Stresstest Klasse pro Parameter) oder sind die Stresstest Klassen Unterklassen der "positiv" Klassen (eine Stresstest-Unterklasse pro positiv Klasse)?

Außerdem: Wenn ich mal davon ausgehen, dass ich die Stresstest Klassen auf der Ebene der "positiv" und "negativ" Klassen ansiedle, sind die Werte-Bereiche der Stresstest-Klassen dann aus den "normalen" (positiv/negativ) Klassen auszuschließen (keine Überlappung) oder kann eine Stresstest-Klasse durchaus eine Teilmenge einer anderen "positiv" oder "negativ" Klasse enthalten?

Und, sofern ich die Stresstest Klassen auf der Ebene der "positiv" und "negativ" Klassen ansiedle, werden bei den Stresstest-Klassen auch nochmal Unterklassen für die Randwerte abgetrennt (und separat getestet) ???

Gruß,
Daniel.

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Re: Übung 5 Fragen

Beitrag von saller » 21. Jun 2011 17:49

Hallo,
Ich hätte da auch noch ein paar Fragen: Auf welcher "Ebene" sind denn die Stresstest-Klassen anzusiedeln?
Prinzipiell werden Stresstests den Positivstests zugeordnet. Sie können alse von der Wertebereicheingrenzung des positiven Bereichs abgezweigt werden. Dann wird weiter vorgegangen wie bei der normalen Äquivalenzklassenbildung. Den konkrete Äquivalenzklasse mit dem Stresstestwert ist dann am Ende auf der gleichen Ebene wie die anderen Äquivalenzklassen.
... sind die Werte-Bereiche der Stresstest-Klassen dann aus den "normalen" (positiv/negativ) Klassen auszuschließen (keine Überlappung) oder kann eine Stresstest-Klasse durchaus eine Teilmenge einer anderen "positiv" oder "negativ" Klasse enthalten?
Letzteres - Stresstestklassen sind eine Teilmenge der Positiv-Menge.
Und, sofern ich die Stresstest Klassen auf der Ebene der "positiv" und "negativ" Klassen ansiedle, werden bei den Stresstest-Klassen auch nochmal Unterklassen für die Randwerte abgetrennt (und separat getestet) ???
Nein - Ein Stresstest ist - für uns - ein gezielter Wert, der das System unter "Stress" setzt. Am Ende kann man durchaus mehrere Stresstestklassen haben, wenn man das System unterschiedlich stressen kann - was jedoch in der Übung nicht der Fall ist.

Grüße
Karsten

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Re: Übung 5 Fragen

Beitrag von MuldeR » 21. Jun 2011 21:50

Danke. Ich hätte allerdings noch eine Frage bezüglich der Testfall-Heuristik:

Laut Heuristik müssen bei abhängigen Parameters alle Kombinationen getestet werden. Bei nicht-abhängigen Parametern hingegen muss nur jeder Wert in mindestens einem Testfall auftreten. Ist das so zu verstehen, dass jeder "positiv" (zulässige) Wert in mindestens einem Positiv-Testfall auftritt? Da laut Heuristik in einem Negativ-Testfall nur genau ein Parameter mit einem "negativ" (unzulässigen) Wert belegt werden darf, müssen die anderen Parameter zwangsläufig mit "positiv" (zulässigen) Werten belegt werden. Nicht-abhängige "positiv" Werte gelten aber dadurch, dass sie in einem Negativ-Testfall verwendet werden, noch nicht als abgedeckt, oder?

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Re: Übung 5 Fragen

Beitrag von saller » 22. Jun 2011 14:35

Laut Heuristik müssen bei abhängigen Parameters alle Kombinationen getestet werden. Bei nicht-abhängigen Parametern hingegen muss nur jeder Wert in mindestens einem Testfall auftreten. Ist das so zu verstehen, dass jeder "positiv" (zulässige) Wert in mindestens einem Positiv-Testfall auftritt?
Jeder positiv-Wert muss in mindestens einem Testfall auftreten - in der Regel sind es jedoch mehr als ein positiv-Test bei abhängigen Werten.
Da laut Heuristik in einem Negativ-Testfall nur genau ein Parameter mit einem "negativ" (unzulässigen) Wert belegt werden darf, müssen die anderen Parameter zwangsläufig mit "positiv" (zulässigen) Werten belegt werden.
Genau - aber das ist dann ein negativ Test! Du deckst die positiv-Werte dadurch nicht direkt ab, sondern überprüfst nur gezielt damit die negativen Werte. Die positivne Werte müssen entsprechen in rein-positiven Testfällen abgedeckt werden - in den entsprechenden Kombinationen
Nicht-abhängige "positiv" Werte gelten aber dadurch, dass sie in einem Negativ-Testfall verwendet werden, noch nicht als abgedeckt, oder?
Weder abhängige noch unabhängige positive Äquivalenzklassen geleten als abgedeckt, wenn sie in einem negativen Testfall verwendet werden.

Grüße
Karsten

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