SystemC-Klausuraufgabe

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schlot
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SystemC-Klausuraufgabe

Beitrag von schlot » 25. Feb 2011 16:30

Hallo!

Gab es bei der SystemC-Aufgabe einen Trick, der mir entgangen ist? Weshalb musste die Aufgabe in dem Maße unübersichtlich sein?

Hier noch ein paar Anregungen für den Entwurf der nächsten Klausur:

- Whitespaces wie Zeilenumbrüche sind in C-Derivaten nicht zwingend erforderlich und können auch noch entfernt werden.
- Benennt die Methoden "schnitzel, schnitzzel, schnitzzzel, ...", die Variablen mit "_, __, ___, ____, ..." und Signale mit zufälligen Kombinationen aus "l" und "1" - bei geeigneter Wahl der Schriftfamilie trägt das erheblich zur Lesbarkeit bei.
- Wenn man die Eingänge noch "out1, out2..." und die Ausgänge "in1, in2, ..." nennt, gehen vielleicht noch ein paar Teilnehmer auf den Leim. Der Ansatz, die Clock querfeldein zu führen, war aber schon ein guter Ansatz (für einen solchen coding style wird man von diversen Professoren der Datentechnik gesteinigt, erschlagen und im Aschenbecher begraben - einschließlich Familie, Verwandschaft und Hund).
- Möchte man ganz sicher gehen, dass auch wirklich nicht das Verständnis abgefragt wird, sollte man aber einem professionellen sourcecode scrambler vertrauen und das Resultat als "biohazardous" ASCII-Art angeordnet drucken. Oder statt der Quellen gleich ein ELF-Binary zur Verfügung stellen, aber bitte dynamisch gelinkt und gestrippt, sonst wird es zu trivial.

SCNR

Fazit: Ungeachtet der Note, die dabei herauskommt - die Klausur fand ich inhaltlich grenzwertig. Das Erkennen versteckter Randfälle in der Eile als "convincer" für eine 1,0 finde ich vertretbar. Die komplette Klausur als Minenfeld zu konzipieren und die Bewertung überwiegend auf das Abstrafen von Flüchtigkeitsfehlern aufzubauen, ist in meinen Augen eher unlauter. In allen früheren Klausuren, die mir vorliegen, war das nicht der Fall. Obwohl ich mein Wissen über ES als recht umfangreich einschätze (bestätigt durch Noten in fast inhaltsidentischen Fächern), hoffe ich, die Klausur wenigstens bestanden zu haben...

Genug. Schönen Tag noch

ami_05
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Re: SystemC-Klausuraufgabe

Beitrag von ami_05 » 25. Feb 2011 21:03

Ich find es nicht so ganz korrekt, dass der Assistent auch schon am Anfang der Klausur sagte, dass die Klausur nicht in der Zeit zu schafen wäre. Dann frage ich mich aus welchem Grund wird eine Klausur so konzipiert, dass sie nicht innerhalb der vorgegenen Zeit zu schaffen ist????? Es mag sein, dass evtl. der erste Teil nicht so schwer war, aber wie man aus der Punkte-Liste enehmen kann, gab es auch Leute die weniger als 50% hatten, die evtl. an dem Tag keinen guten Tag erwicht haben und bei der heutigen Klausur wird es noch schwieriger komplett 50% zu holen.

schlot
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Re: SystemC-Klausuraufgabe

Beitrag von schlot » 25. Feb 2011 21:20

Es gibt ja das Konzept der 120%-Klausuren, die müss(t)en dann aber entsprechend bewertet werden, was jetzt so direkt aus keinem Umstand hervorging.

Naja, abwarten...

Edoat
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Re: SystemC-Klausuraufgabe

Beitrag von Edoat » 25. Feb 2011 22:04

ami_05 hat geschrieben:Ich find es nicht so ganz korrekt, dass der Assistent auch schon am Anfang der Klausur sagte, dass die Klausur nicht in der Zeit zu schafen wäre.
Also nach meiner Erinnerung hat er sinngemäß gesagt: "Legen sie sich eine vernünftige Bearbeitungsstrategie zurecht, die Zeit ist knapp bemessen".

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Re: SystemC-Klausuraufgabe

Beitrag von ami_05 » 26. Feb 2011 08:23

Edoat hat geschrieben:
ami_05 hat geschrieben:Ich find es nicht so ganz korrekt, dass der Assistent auch schon am Anfang der Klausur sagte, dass die Klausur nicht in der Zeit zu schafen wäre.
Also nach meiner Erinnerung hat er sinngemäß gesagt: "Legen sie sich eine vernünftige Bearbeitungsstrategie zurecht, die Zeit ist knapp bemessen".
Leider hatte ich kein Aufnahmegerät dabei, damit ich dir jetzt den genauen Satz rekonstruieren kann, aber trotzdem, zw. deiner und meiner Aussage sehe keinen Unterscheid.


EDIT: Übrigens, nache dieser angebelichen Aussage "....knapp bemmessen" im Hörsal, könnte man es auch hören, wie glücklich die anderen darüber waren :-)

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Re: SystemC-Klausuraufgabe

Beitrag von Diablo » 26. Feb 2011 10:12

naja die Zeit fand ich jetzt gar nicht so problematisch wäre da nicht dieses unübersichtliche System C Programm gewesen..... Mit allem anderen war ich relativ zügig durch aber das habe ich leider dann in der Zeit nicht mehr durchschaut :P

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Re: SystemC-Klausuraufgabe

Beitrag von schlot » 26. Feb 2011 18:36

Ja, 50 Minuten für die C-Aufgabe wäre ok gewesen. Dann hätte ich mir ein Blockschaltbild draus gebaut und die Waveform daraus abgeleitet. Aber in ca. 15 Minuten war die Sache imho nicht lösbar.

Es gab zwar durchaus lösbare Aufgaben (Scheduling, Graphenclustering), die aber keinen großen Gewinn in Punkten abgeworfen haben. Die Wissensfragen hätte ich persönlich nach der SysC-Aufgabe gelöst, wäre dann noch Zeit gewesen. Und die WCET war vor allem im letzten Block sehr tückisch. Alles lösbar, wenn man die Zeit hat, sich für jede Variable die möglichen Werte zu überlegen, jedoch nicht in ein paar Minuten.

Erfahrungsgemäß sieht die Bewertung ja so aus, dass ein paar Flüchtigkeitsfehler die gesamte Punktzahl aufzehren ("in der Schleife den Wert für A nicht eingesetzt: -5 Punkte", "eine zuweisung nicht entdeckt: -4 punkte", ...). Da die Aufgaben im Schnitt vielleicht 8 Punkte haben, bleibt da schnell nichts übrig, obwohl man das Prinzip vielleicht verstanden hat, aber in der Kürze der Zeit die Fallen nicht entdeckt hat.

Wie kommt es eigentlich, dass in diesem Jahr der Schwierigkeitsgrad der Klausuren so angezogen hat? Das Petrinetz in der ersten Klausur war auch nicht gerade die gleiche Liga wie in den letzten Jahren. Wurde das früher von anderen Mitarbeitern betreut, oder waren wir so ein unsympathisches Publikum?

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Re: SystemC-Klausuraufgabe

Beitrag von ChNeumann » 26. Feb 2011 19:04

Mir ging es aehnlich in der Klausur. Jede einzelne Aufgabe war (teils wesentlich) anspruchsvoller bzw. hinterhaeltiger als die Aufgaben in alten Klausuren oder den Uebungen. Dazu kam der immense Zeitdruck.

An sich ist das ja nichts besonderes, denn es gibt ja durchaus auch schwierige Pruefungen im Studium. Aber die Diskrepanz zwischen den Aufgaben zur Vorbereitung und der eigentlichen Klausur kam mir bisher in keiner Veranstaltung so gross vor wie hier.

Da das allerdings meine letzte Informatik-Klausur war, gab es gestern trotzdem was zu feiern. Immerhin.

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