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Klausur...

Verfasst: 11. Jan 2008 17:37
von skywalker
Ich weiß, es ist vielleicht noch etwas zu früh ich sollte erst die Korrektur abwarten.
Ich will jetzt auch nicht rumunken, es ist auch das erste mal das die Klausur zweigeteilt geschrieben wird, ein bisschen "mal Testen" gehört da immer dazu.
Es gibt aber meiner Meinung nach ein paar Dinge die in der Korrektur eine Rolle spielen sollten, dazu würde mich auch eure Meinung interessieren:

- Allgemein finde ich das die Klausur vom Stoff her sehr fair war, alle Aufgaben konnten wenn man sich vorbereitet hat gut bis sehr gut bearbeitet werden WENN:

- Die Zeit nicht viel zu knapp gewesen wäre. - Gut, das ist denke ich auch schon bei der Abgabe klar geworden.

Was ich allerdings zu Bedenken geben möchte ist das insbesondere Aufgabe 3 und 4 niemals in den vorgesehen 7,5 bzw. 5 Minuten zu lösen waren, wenn alleine das Durchlesen und Verstehen der Aufgabe jeweils 2-3 Minuten dauern. Wenn man - wie ich - die "kleinen" Aufgaben 3 und 4 zuerst gelöst hatte, hat man ein echtes Problem...

Ein kleines Rechenbeispiel:

Durchlesen aller Aufgaben: 3 min
Genaues Durchlesen, Verstehen der Aufgabe 3: 2 min
Umrechnen der Bytes, mit Beachtung ob Addresse/ Daten: 2 min
Aufzeichnen der Wave: 10 min (mit nochmal Prüfen das man auch nichts falsch gemacht hat)
Genaus Durchlesen, Verstehen der Aufgabe 4: 2 min
Überlegen wo man Muxe braucht: 1 min
Aufzeichnen der Verbindungen, übertragen in den Graphen: 10 min

Damit hatte man noch ganze 10 Minuten für Aufgabe 1 und 2 - Das hat bei mir gereicht um die Lebendigkeit zu bestimmen, zu sehen das für den Automaten keine Zeit mehr ist, 2 der Allokationen in Aufgabe 2 zu bestimmen, mir die Aufgabe für das Scheduling durchzulesen und ein paar der Tasks aufzuzeichnen.
Achja: Das Ausfüllen des Deckblattes und des Namens/ Matrikelnummer dauert selbst nach vieel Übung ebenfalls nochmal ne Minute :wink:

Man könnte jetzt sagen das wäre zu langsam: Meinetwegen, wenn das jemand schneller geschafft hat habe ich echt Respekt, aber ich denke es sollte vor allem Verständniss gefordert sein und nicht Kampf"schmieren" und Schnelligkeit. Und ich kann wirklich mit gutem Gewissen sagen das ich alle der Aufgaben hätte lösen können.

Nagut. Ich warte voller Spannung und dann hoffentlich weniger Frust auf das Ergebnis :wink:

LG

Re: Klausur...

Verfasst: 11. Jan 2008 18:15
von maikg2
Hi!

Ich fand die Aufgaben ebenfalls durchgehend sehr fair. Ein Zeitproblem hatte ich ebenfalls. Auch wenn ich sagen muss das ich überall etwas hinschreiben konnte, allerdings ohne weiteres prüfen auf eventuelle Flüchtigkeitsfehler. Mein Geschriebenes glich aber auch mehr einem geschmiere.

Re: Klausur...

Verfasst: 11. Jan 2008 22:33
von fred
jo fair wars auf jeden fall was den stoff angeht... nur die zeit fand ich doch ziemlich knapp, hab mich einmal vertan bei der 3. aufgabe und letztendlich blieb leider nicht mehr genug zeit meine dummen flüchtigkeitsfehler zu korrigieren... mit 10 minuten mehr wär es äusserst fair gewesen.

Re: Klausur...

Verfasst: 12. Jan 2008 00:30
von db
Ich muss zugeben, mich ziemlich aufgeregt zu haben. Was mich angeht, ist der Ansatz die Klausur zu teilen, gründlich schief gegangen.
Die Klausur war von den Aufgaben kein Problem. Auch eine Bearbeitungszeit von ca 45 Minuten wäre akzeptabel gewesen. Der Ressourcengraph war ziemlich komplex (viele Pfeile), um ein optimales Scheduling mit Bustransfers ohne irgendeinen Algorithmus (nur durch Draufschauen) zu sehen.
So gesehen hätte ich diese Aufgaben sicher in der gegebenen Zeit lösen können. Was man allerdings nicht unterschätzen darf, ist die Klausursituation.
Besonders die 2. Aufgabe setzt einen kühlen Kopf voraus. Und da lag das Problem.
Nach dem Ausfüllen des Deckblattes brauche ich immer erstmal ein paar Minuten, bis ich meine Panik im Griff habe und effizient arbeiten kann. Ich habe gelernt, innerhalb von 90 Minuten den Stress in den Griff zu bekommen, nicht zu lange an Aufgaben zu hängen, die mir Probleme bereiten und mir die verfügbare Zeit einzuteilen. An den 40 Minuten bin ich aber böse gescheitert. Ich habe nach der Hälfte der zweiten Aufgabe gemerkt, dass mir die Zeit davonrennt. Dann habe ich mich bei der zweiten Hälfte verheddert, ein Blick auf die Uhr, noch 6 Minuten Zeit! Hektik! Die dritte Aufgabe hab ich nicht mehr richtig gelesen und (natürlich) die falsche Waveform gemalt. Für eine Korrektur und die vierte Aufgabe war es dann zu spät. Während der kompletten Zeit war mein Stress-Pegel ganz oben, ich bin kaum richtig zur Ruhe gekommen.
Mir ist klar, wenn das keine Klausursituation gewesen wäre, ich meine Nerven behalten hätte, wäre die Klausur kein Problem gewesen. Folglich bin ich schon selbst schuld an meinem Murks. Da ärgere ich mich auch über mich. Nur dass ich mit meinem letzten Schein an der TU nochmal so eine ungewohnte Situation erfahren muss, hätte mir auch gerne erspart bleiben können. Ich bin mir sicher, dass ich in einer 90-minütigen Prüfung diese Punkte komplett geholt hätte.
Wenn ich in einer Klausur 10 Minuten brauche, um richtig loslegen zu können, sind das in zwei Klausuren halt 20. Damit sind zwei halbe eben keine ganze Klausur, und mein bewährtes Zeitmanagement ist nutzlos.

Re: Klausur...

Verfasst: 12. Jan 2008 06:08
von SM
db hat geschrieben:Der Ressourcengraph war ziemlich komplex (viele Pfeile), um ein optimales Scheduling mit Bustransfers ohne irgendeinen Algorithmus (nur durch Draufschauen) zu sehen.
Dem kann ich mich nur anschließen. Das Erarbeiten eines optimalen Schedulings ist keine triviale Aufgabe und wenn man dann so einen Problemgraph und vor allem noch die verschiedenen Ausführungszeiten der Tasks auf den Ressourcen berücksichtigen muss, hat man eigentlich keine andere Chance, als zu hoffen, dass der erste Versuch optimal ist.

Was die Zweiteilung der Klausur angeht... ich habe damit schon einige Erfahrungen gemacht (TGI1, TGI2, CMS) und ich denke, man kann da geteilter Meinung sein. Ich finde, dass das Prinzip grundsätzlich besser ist als am Ende eine Monsterprüfung schreiben zu müssen, ABER diese Strukturierung der Klausur bedarf besonderer Sorgfalt in der Planung der Veranstalter. Wie hier schon korrekt aufgefasst wurde, ist der Overhead an Zeit, die man nicht für die Bearbeitung der Aufgaben zur Verfügung hat, doppelt so groß wie in einer einzelnen großen Klausur. Hinzu kommt, dass man auch nicht so sehr die Möglichkeit hat, Aufgaben, die man gerade nicht durchblickt erstmal in den Hintergrund zu schieben und andere Teile der Klausur zu bearbeiten - denn die Auswahl an anderen Teilen ist leider ja ziemlich klein.

Ich fand es auch ungewöhnlich, dass man schon in diesem Teil 80 Punkte holen konnte. Galt nicht mal irgendwo der Grundsatz: 1 Punkt ~ 1 Minute? Gibt es dann insgesamt 200 Punkte zu holen? Aber ok, das dürfte dann ja hoffentlich zu einer sauber differenzierten Bewertung führen.

Also warten wir mal ab und trinken Tee. ;)

Gruß,

SM

Re: Klausur...

Verfasst: 12. Jan 2008 11:39
von Gontran Bonheur
Ich möchte kritisieren, dass es keine einzige Verständnisfrage zum Stoff der Vorlesung gab. Was aus der Vorlesung hat man denn in der Klausur unbedingt gebraucht?
  • Petrinetze auf 3 Folien in der Vorlesung, aber die Definition von Ln-Lebendigkeiten war nur auf einem Übungsblatt.
  • FSM waren 3 Folien.
  • Zu Allokation, Ablaufplanung und Bindung gab es bisher je 1 Folie.
  • I2C waren 3 Folien, aber das was man gebraucht hätte stand nur auf einem Übungsblatt.
  • Zur Steuerwerksynthese gab es (noch) gar keine Folien.
Klar, die Inhalte der Klausur kamen alle in der Übung dran. Inhaltlich war die Klausur deshalb auf jeden Fall auch fair. Aber ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass die Übung/Klausur derart von den Inhalten der Vorlesung abgekoppelt war. Genaugenommen waren ja nur 12 Folien der Vorlesung wichtig für die Klausur bzw. das auf den Folien vermittelte Wissen hätte gar nicht ausgereicht.

Außerdem, was von dem in der Klausur abgefragten Wissen hat man in "Eingebettete Systeme 1" überhaupt neu gelernt? Petrinetze, FSM, Allokation/Ablaufplanung/Bindung waren schon in "Einführung in Computer Microsystems" dran (und sind natürlich auch geprüft worden). Die Steuerwerksynthese hätte man mit dem Wissen auch hinbekommen. Wirklich neu war also nur I2C. Wie viele Punkte gab es dafür? 15 von 80? (Ich erinnere mich nicht mehr genau.)

In anderen Worten war das eine Klausur, die zum größten Teil schon vorher bekannten Stoff abgefragt hat und nicht wirklich auf das eingegangen ist, was in der Vorlesung behandelt wurde.

Das Zeitproblem hatte ich auch, obwohl so viel Wiederholung war. Da ich schon aus CMS Übung mit dem Stoff hatte kann ich mir jedenfalls nicht vorwerfen, zu langsam gewesen zu sein. Für das Scheduling unter Berücksichtigung der Kommunikationsdauer hat es bei mir nicht mehr gereicht, und die FSM in Aufgabe 1 habe ich in den letzten 60 Sekunden noch schnell hingekritzelt ohne groß darüber nachzudenken... natürlich falsch. War dort nicht nach einer FSM mit zum Petrinetz identischem Ausgabeverhalten gefragt? Wenn ich jetzt so darüber nachdenke hatte das Petrinetz eigentlich gar kein Ausgabeverhalten (sondern nur Schaltbedingungen), d.h. man hätte eine FSM mit einem einzigen Zustand malen können und das wär's gewesen (wenn ich mich jetzt nicht falsch an die Aufgabe erinnere). Und die Frage ob das Netz L4-lebendig ist habe ich leider auch falsch weil ich eine falsche Definition von L4-lebendig im Kopf hatte. Wenn man gefragt hätte ob das Netz deadlockfrei ist hätte ich es richtig gemacht... Pech halt.

Ich finde, dass man keine Klausur unter einer Dauer von einer Stunde stellen sollte. Man braucht einfach seine Zeit, bis man sich warmgerechnet hat und so richtig in Schwung gekommen ist. Außerdem hat man bei so einer kurzen Dauer kaum Gelegenheit, die Zeit die man bei einer Aufgabe mal länger gebraucht hat durch schnelleres Lösen von anderen Aufgaben wieder reinzuholen.

Ich finde es auf jeden Fall besser, von Anfang an nur so viele Aufgaben zu stellen wie realistisch in der Zeit zu schaffen sind als hinterher die mindestens zu erreichende Punktzahl herunter zu setzen (wenn man einsieht, dass es zu viel war). Denn es bringt wesentlich mehr, eine Aufgabe gründlich und korrekt zu bearbeiten als ganz viele Aufgaben so schnell wie es geht, dabei viele Flüchtigkeitsfehler zu machen und daher im Endeffekt mehr Punkte zu verlieren. Aber wenn man das Gefühl hat, für eine gute Note alle Aufgaben bearbeiten zu müssen, dann passiert letzteres zwangsläufig. Dass die Aufgaben zu viele sind für die Zeit merkt man selbst ja erst, wenn die Zeit schon fast vorbei ist.

Abschließend möchte ich sagen, dass mir eine Klausur mit weniger, aber schwierigeren Aufgaben lieber gewesen wäre. Bei dieser Klausur ging es meiner Auffassung nach nur darum, schnell die Lage zu erfassen und aufzuschreiben. Richtig nachdenken musste man eigentlich nicht (ich jedenfalls nicht). Das hat leider den unschönen Nebeneffekt, dass nicht derjenige die beste Note bekommt, der den Stoff am besten verstanden hat, sondern derjenige, der es am schnellsten aufschreiben konnte und das Glück hatte (denn was anderes ist es ja eigentlich nicht), in der Zeit die wenigsten Flüchtigkeitsfehler zu machen.

Aber ich zweifle nicht daran, dass man diese Kritik angemessen berücksichtigen wird. Und es steht ja noch die zweite Teilklausur mit 60% der Gesamtpunktzahl an, in der man es besser machen kann.

Re: Klausur...

Verfasst: 13. Jan 2008 16:12
von j_roemer
ich fand die Zeit ebenfalls sehr knapp kalkuliert.
Ich habe Aufgabe 1 komplett nicht bearbeiten können, da ich zunächst unsicher war und mit Aufgabe2 angefangen habe. Als ich mit der fertig war, war allerdings schon die Hälfte der Zeit um, was mich gewunder hat, da ich nicht das Gefühl hatte, langsam gewesen zu sein. Aufgabe 2 hatte ja nicht einmal 1/3 der Gesamtpunktzahl...Danach habe ich eben noch die andern Aufgaben bearbeitet. Für die 1. war dann eben keine Zeit mehr.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass vorher jemand versucht hat, die Aufgaben in 40min zu rechnen. Der Schwierigkeitsgrad war schon in Ordnung. Allerdings, habe ich mich schon gewundert, dass in den Klausuren der letzen drei Jahre niemals so komplexe Aufgaben wie z.B. Aufgabe2 dabei waren. Ich glaube, ich hätte die alten Klausuren (ohne die systemC aufgabe) in 40min rechnen können. Diese Klausur war allerdings meiner Meinung nach kaum machbar.
Naja - bleibt abzuwarten, wie das ganze bewertet wird. Die Korrektoren werden das Dilemma ja sehen...

Re: Klausur...

Verfasst: 14. Jan 2008 09:56
von TuxedoMask2002
Mir war die Zeit auch zu knapp. Habe beim Scheduling zuerst nen Fehler gemacht, dessen Verbesserung einige Zeit gedauert hat und dann wars ja eigentlich schon gelaufen. Ich war dann grad beim Scheduling mit Kommunikationszeiten, als es hieß: So Hälfte ist um, noch 20 min. Dann habe ich in Hektik die Aufgabe abgebrochen und bei allen anderen noch schnell was hingeschrieben, um wenigstens ein paar Punkte zu retten. Das Scheduling war verglichen mit den alten Klausuren relativ komplex (großer Problemgraph und ein Ressourcengraf mit sehr vielen Kanten). 40min waren meiner Meinung zu wenig. Zum nachdenken und genauem Aufgabenlesen blieb kleine Zeit. Schade eigentlich, weil die Aufgaben an sich waren fair und lösbar.
Was mir ebenfalls noch missfallen hat war die Tatsache, dass einige sofort nach Erhalt ihrer Klausur begonnen haben das Deckblatt auszufüllen, obwohl es vorher hieß die Klausuren liegen zu lassen. Ich bekam meine erst ziemlich am Ende, weil ich auf Grund der Sitzordnung ziemlich "abgeschnitten" war. Die Zeit, die andere dadurch gespart habe, hätte mir bei der Bearbeitung sicher geholfen...

Re: Klausur...

Verfasst: 15. Jan 2008 17:23
von >flo<
Ich schließe mich in der Zeitproblematik an.

Die Aufgaben waren meiner Meinung nach einfach. Nur wenn man mit den letzten beiden Aufgaben anfängt und man ca. 20min dafür braucht (eine Zeit, die ich durchaus für vertretbar halte, wenn man das einigermaßen kann!!), hatte man *sehr* schlechte Karten. Die anderen beiden (ersten) Aufgaben habe ich nachdem das "Halbzeitsignal" kam entsprechend hingehudelt. Wenn das mal nicht in die Hose gegangen ist!

Dazu kommt noch, dass mir aus irgendwelchen Gründen gar nicht bewusst war, dass man nur 45min hat! Okay--habe ich verpeilt, mein Fehler.

Es stimmt wohl, dass man solche Sachen, die einigermaßen einfach sind, schnell hinbekommen sollte. Aber hier war die Zeitspanne einfach viel zu kurz.

Ich finde es im Allgemeinen nicht gut, solche Hetzklausuren zu schreiben. Es geht doch hier darum, dass man den Stoff verstanden hat! So hat man doch eigentlich gar keine Chance eine gute Note zu bekommen, auch wenn man verstanden hat worum es geht. Ich verstehe, dass man an der TUD ein gewisses Niveau nach außen tragen will (und das ist auch gut so!), aber deswegen braucht man die Studenten nicht in die Pfanne hauen. Vielleicht ist das auch gar nicht so, aber so fühle ich mich jedenfalls, wenn ich über diese Klausur nachdenke--tut mir leid.