mehrere Realities in CAN

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kaiserj
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mehrere Realities in CAN

Beitrag von kaiserj »

Hey Benjamin,
kannst du kurz mal erklären, warum man durch mehrere Realities bei CAN nicht wirklich eine Verbesserung hat (hab ich bei Prof. Strufe so verstanden)?
Weil es ist doch wirklich so, dass das, was man gerade sucht in der einen viel näher sein kann, als in der anderen.
wäre cool, wenn du das mal kurz erkläten könntest...

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BadTaste
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Re: mehrere Realities in CAN

Beitrag von BadTaste »

Hi,
es ist schon so, dass man eine Verbesserung erhält.
Schließlich kann man bei r verschiedenen Realitäten immer entlang derer routen, die am nächsten am Startknoten dran ist.
Das Problem ist allerdings, dass sich dieser Unterschied häufig nur auf den ersten Hop des Routing auswirkt, da die Wahrscheinlichkeit recht gering ist, dass ein Knoten am Ende einer Route noch mal einen näheren Link in einer anderen Realität besitzt.
Durch mehrere Realitäten erhöht man die Anzahl der Verbindungen die ein Knoten pflegt, genauso wie durch mehrere Dimensionen.
Betrachtet man nun verschiedene Konfigurationen von CAN Netzwerken mit unterschiedlicher Anzahl von Dimensionen und Realitäten, lässt sich zeigen, dass die kürzesten Pfade zwischen den Knoten (= nur mit globalem Wissen berechenbare Pfade) tatsächlich länger sind, wenn wir die Anzahl der Kanten durch mehr Dimensionen als mehr Realitäten erhöhen (hui, langer satz :roll:).
Dies liegt daran, dass man bei der Bestimmung der kürzesten Pfade zwischen mehreren Realitäten hin- und herspringen kann und sich diese somit zunutze macht.
Wie bereits beschrieben, ist dies in einem Algorithmus, wie dem Greedy Routing, der nur mit lokalen Wissen operiert, nicht möglich.
Daher können diese theoretischen Vorteile beim "echten" Routing zwischen den Nodes nicht voll ausgenutzt werden.

Man erhält durch die richtige Kombination von Anzahl Dimensionen und Realitäten also Topologien, die genauso viele Verbindungen benötigen, aber trotzdem kürzere Routing Pfade ermöglichen.
Bei dem beschriebenen Sachverhalt geht es also u.a. um den Trade-off zwischen den durch die Netwerkkonfiguration induzierten Kanten (Kosten) und der resultierenden Länge der Routing Pfade (Qualität).

Ich hoffe, dass ich deine Frage verständlich beantworten konnte.
Wir können auch gerne in der Übung noch mal darüber reden.

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